Holsteins Sport Geschftsfhrer Ralf Becker im Interview Kopie2407 Holsteins Sportchef Ralf Becker spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für die Bundesligisten Bayer Leverkusen und FC St. Pauli (Saison 1995/96, 15 Einsätze) sowie in Liga zwei für die Stuttgarter Kickers. © Sonja Paar
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Holstein Kiel-Sportchef Ralf Becker im Interview

"Träumereien schaden nur"

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Welche Gefühlslage überwiegt bei Ihnen, die Vorfreude auf die Zweitliga-Saison oder die Sorge, dass es ein harter Abstiegskampf werden könnte?

Ralf Becker: Absolut die Vorfreude auf diese Herausforderung. Klub und Fans haben 36 Jahre lang darauf gewartet, dass wir wieder in der Zweiten Liga spielen.Wie nehmen Sie die mentale Verfassung der Mannschaft wahr?Das Team hat in der vergangenen Rückrunde unheimlich viel Selbstvertrauen getankt und sich sehr gut entwickelt. Deswegen haben wir uns bewusst dazu entschieden, diesen Spielern auch in der Zweiten Liga zu vertrauen und den Kader sinnvoll zu ergänzen. Alle waren vom ersten Tag der Vorbereitung an voll auf die neuen Spielklasse fokussiert und freuen sich immens darauf, dass es endlich losgeht.

Wie nehmen Sie die mentale Verfassung der Mannschaft wahr?

Das Team hat in der vergangenen Rückrunde unheimlich viel Selbstvertrauen getankt und sich sehr gut entwickelt. Deswegen haben wir uns bewusst dazu entschieden, diesen Spielern auch in der Zweiten Liga zu vertrauen und den Kader sinnvoll zu ergänzen. Alle waren vom ersten Tag der Vorbereitung an voll auf die neuen Spielklasse fokussiert und freuen sich immens darauf, dass es endlich losgeht.

Wie gut sind die Neuzugänge in die Aufstiegsgemeinschaft integriert worden?

Die sportliche Integration dauert natürlich eine gewisse Zeit. Das hat man auch in der vergangenen Rückrunde bei den Winter-Neuzugängen gesehen. Was die soziale Komponente angeht, mache ich mir gar keine Sorgen. Wir haben Persönlichkeiten in unserem Kader, die genau wissen, wie wichtig es ist, die Neuen zu integrieren. Wir haben natürlich darauf geachtet, Spieler zu verpflichten, die sich auch integrieren wollen, den Team-Erfolg über alles stellen. Wir werden eine sehr gute Einheit haben.

Planen Sie bis zum Transferschluss am 1. September konkret noch weitere Verstärkungen oder warten Sie lediglich auf eine günstige Gelegenheit?

Schon seit Beginn der Vorbereitung haben wir unser Aufgebot eigentlich beisammen. Wir sind gemessen an unseren Möglichkeiten jetzt gut aufgestellt. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass gar nichts mehr passieren wird.

Sehen Sie die große Euphorie des Publikums nach dem Aufstieg ausschließlich als positiven Faktor oder könnte das auch zur Belastung werden, beispielsweise nach einer Reihe von Niederlagen?

Ich sehe das ausschließlich positiv. Wir sollten selbstbewusst an die neue Aufgabe herangehen. Natürlich wird es auch schwierige Situationen geben, in denen man Geduld braucht. Aber wir haben keine Angst vor dem, was auf uns zukommt. Wir haben die Qualität, uns in der Zweiten Liga zu etablieren.

Muss die Mannschaft jetzt taktisch flexibler agieren als in der Dritten Liga?

Wir haben schon in der Dritten Liga sehr flexibel agiert. Wir haben für alle Varianten, die die Gegner versucht haben, die passenden Antworten gehabt, besonders in der Rückrunde.

Wie schätzen Sie die Zweite Bundesliga im Vergleich zur Vorsaison ein?

In der vergangenen Spielzeit haben mit dem VfB Stuttgart und Hannover 96 zwei gefühlte Erstliga-Klubs mitgewirkt. Nun wird die Liga viel ausgeglichener sein. Natürlich gibt es weiterhin klare Leistungsunterschiede. Aber Überflieger, die die Konkurrenz dominieren werden, sehe ich aktuell nicht. Es ist schwer vorherzusagen, wie sich die Mannschaften entwickeln werden.

Stichwort TV-Gelder. Holstein ist als Aufsteiger Schlusslicht, Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt erhält als Spitzenreiter rund das Zweieinhalbfache der KSV. Ärgert Sie das?

Wir haben alles dafür getan, dass wir uns über dieses Thema unterhalten können. Wir werden versuchen, aus unseren Möglichkeiten das Beste zu machen. Es gibt eben diese großen Unterschiede, und das wird sich auch nicht ändern. Dennoch gehen wir positiv an diese Sache ran.

Halten Sie den angedachten Neubau des Holstein-Stadions für eine unabdingbare Voraussetzung, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben?

Ja, absolut. Es gibt ja verschiedene Bausteine: TV-Gelder, Zuschauerzahlen, Vermarktung, VIP-Bereich. Aus diesen Komponenten setzt sich der Ertrag des Klubs zusammen. Ein modernes Stadion ist die Voraussetzung dafür, dass du in diesen Bereichen Erfolg hast. In der derzeitigen Situation können wir nicht die Möglichkeiten ausschöpfen, wie sie andere Vereine haben.

Halten Sie es für möglich, dass Holstein Kiel eines Tages in der Ersten Bundesliga spielt?

Wir müssen zwar selbstbewusst auftreten, aber dennoch demütig gegenüber der Zweiten Liga sein. Träumereien schaden nur, wenn man Ziele erreichen will. Jetzt geht es nur um die nächsten zwölf Monate.

Region/Kiel Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga

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