12. Oktober 2018 / 13:27 Uhr

Holstein Kiel steigert sich im Test gegen Esbjerg fB

Holstein Kiel steigert sich im Test gegen Esbjerg fB

Jan-Philipp Wottge
Atakan Karazor kommt Arne Sicker zu Hilfe und stoppt Oti Essigba.
Atakan Karazor kommt Arne Sicker zu Hilfe und stoppt Oti Essigba. © Uwe Paesler
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Amsterdam statt Projensdorf: Als sich um 12.50 Uhr die Türen des Teambusses von Esbjerg fB öffneten, war Rafael van der Vaart nicht mit an Bord. Den einstigen Weltstar plagt eine Knieverletzung. Ohne den Niederländer verlor der dänische Superligist das Testspiel beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel vor 480 Zuschauern im Fussball Citti Park deutlich mit 5:1.

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KSV-Coach Tim Walter, der neben den Nationalspieler Jae-Sung Lae, Janni Serra und Timon Weiner auch auf Jonas Meffert (Knieverletzung) verzichten musste, nutzte den Test in der Länderspielpause, um auch den Spielern aus der zweiten Reihe eine Praxiseinheit mit Wettkampfcharakter zu verabreichen. So standen in der Startelf mit Atakan Karazor, Dominic Peitz,Dominik Reimann und Arne Sicker gleich vier Akteure, die in dieser Saison in der zweiten Liga noch gar nicht zum Einsatz gekommen sind.

Bei spätsommerlichem Temperaturen setzten die Dänen die ersten Akzente, indem sie das Kieler Aufbauspiel mit hohem Pressing attackierten. Doch mehr als ein Handtor (7.) des Ghanaer Oti Essigba nach einem Eckstoß sprang nicht heraus. Die Störche schwammen sich langsam frei. Steven Lewerenz, den zuletzt Rückenprobleme zu einer vierwöchigen Pause zwangen, zirkelte eine Herrmann-Flanke per Direktabnahme neben das Tor (9.). Langsam eroberte sich die Walter-Elf die Spielkontrolle. Patrick Herrmann tankte sich bis zur Grundlinie durch, doch sein Schuss aus spitzem Winkel war sichere Beute des dänischen Keeper Jonas (14.) Jensen. Holstein mühte sich vor der Halbzeit um Dominanz, doch was letztlich fehlte, war die Kreativität.

Urplötzlich war er da – der geniale Moment. Heinz Mörschel legte die Kugel per Absatzkick auf Benjamin Girth. Der 26-Jährige fackelte nicht und markierte das 1:0 (44.). Keine 120 Sekunden ließ Mörschel die Zuschauer erneut jubeln. Brachial knallte der Ex-Mainzer einen indirekten Freistoß aus 14 Metern in die Maschen – 2:0.

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Nach der Halbzeit stellte Walter um. Aus dem 4-2-3-1-System wurde ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute. Auf der rechten Halbposition kam Johannes Bühler zum Zuge. Der 21-jährige Rechtsfuß stand bis zum Sommer bei der TSG Hoffenheim II unter Vertrag und ist seitdem vereinslos. „Er ist ein junger Spieler mit Potenzial, den wir uns während der Länderspielpause ansehen wollten“, erklärte Walter.

Und mit dem ehemaligen U19-Nationalspieler Bühler ging es blitzschnell. Es waren gerade 30 Sekunden seit Wiederanpfiff gespielt, da traf Girth nach Okugawa-Flanke die Latte. Was im ersten Anlauf noch nicht klappte, war weitere 20 Sekunden später von Erfolg gekrönt. Girth erhöhte auf 3:0 (46.). Holstein hatte die DNA der Dänen endlich geknackt. Immer wieder kamen die Kieler mit Tempo in die Räume. Der 1,77 Meter große Masaya Okugawa wurde zum Riesen, als er eine van den Bergh-Flanke per Kopf im langen Eck zum 4:0 (67.) platzierte. Schließlich stach auch Joker Noah Awuku auf Schindler-Querpass (74.). Danish dynamite verpuffte gänzlich. Lediglich der Ukrainer Yuriy Yakovenko sorgte für einen kleinen Knalleffekt, als er nach einem Freistoß den Ehrentreffer erzielte. „Sie haben keinen Zugriff auf uns bekommen. Wir haben wenig zugelassen. Lediglich bei zwei Standards wurde es gefährlich“, konstatierte Walter nach dem souveränen Testspielsieg. Der Lohn: Nach der freitäglichen Trainingseinheit gibt es ein freies Wochenende. „Das ist gut nach den anstrengenden Wochen“, freut sich KSV-Kapitän Dominik Schmidt, der im März Vater wird.

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