04. September 2018 / 08:27 Uhr

Holstein Kiel: Team beweist Comeback-Qualitäten

Holstein Kiel: Team beweist Comeback-Qualitäten

Andreas Geidel
Kingsley Schindler (links) sorgt auf der rechten Außenbahn für mehr Schwung als in den vergangenen Spielen, seine Flanke führte kurz vor Spielende zum vielumjubelten Kopfball-Siegtor durch Aaron Seydel.
Kingsley Schindler (links) sorgt auf der rechten Außenbahn für mehr Schwung als in den vergangenen Spielen, seine Flanke führte kurz vor Spielende zum vielumjubelten Kopfball-Siegtor durch Aaron Seydel. © Sonja Paar
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Zweite Fußball-Bundesliga: Holstein dreht die Partie beim 2:1 gegen Magdeburg durch Tore von Mühling und Seydel

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Finale furioso an der Förde! Dank einer fulminanten Schlussoffensive kam Fußball-Zweitligist Holstein Kiel am Montagabend zu einem letztlich verdienten 2:1 (0:0)-Erfolg gegen den starken Aufsteiger 1. FC Magdeburg. Alexander Mühling (75.) und Aaron Seydel (87.) sicherten mit ihren Toren vor 9314 Zuschauern den frenetisch gefeierten ersten Heimsieg dieser Saison. Romantischer Postkarten-Sonnenuntergang, ein lauer Spätsommer-Abend, große Kulisse – der Rahmen im Holstein-Stadion ließ großes Fußball-Kino erwarten. Mitten auf den prall gefüllten Rängen waren auch als „Spion“ St. Pauli-Coach Markus Kauczinski sowie Ex-Bundesligaprofi Alexander Klitzpera, ein möglicher Nachfolger des nach Darmstadt abgewanderten KSV-Chefscouts Carsten Wehlmann. Störche-Chefcoach Tim Walter hatte die erwartete Anfangsformation auf den Rasen beordert.

Der japanische Neuzugang Mayasa Okugawa zählte noch nicht zum Aufgebot. Der diesmal defensiver als zuletzt agierende David Kinsombi, Jonas Meffert sowie der offensive Mühling sollten im zentralen Mittelfeld das Fehlen des auf Länderspiel-Reise befindlichen Südkoreaners Jae-Sung Lee kompensieren. Die Musik indes machten zunächst die handlungsschnellen und kopfballstarken Gäste. Aus einer tief stehenden Deckung kreierten die Magdeburger über schnelle Gegenstöße erste Torchancen. Dennis Erdmann (4.) untermauerte mit einem gefährlichen Kopfball die FCM-Qualität nach ruhenden Bällen. Der quirlige Marcel Costly (12.) verfehlte mit seinem Schuss das Ziel nur knapp. Die Störche taten sich anfangs schwer im Spielaufbau, übernahmen aber mit erhöhter Intensität und einer Tempoverschärfung ab der 20. Minute das Kommando.

Der Magdeburger Romain Brégerie fährt dem Kieler Kapitän David Kinsombi grätschend in die Parade, rechts Mathias Honsak.
Der Magdeburger Romain Brégerie fährt dem Kieler Kapitän David Kinsombi grätschend in die Parade, rechts Mathias Honsak. © Sonja Paar
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Nach exakt getimter Mühling-Flanke köpfte Mathias Honsak (25.) aus guter Position zu unplatziert, um Jsamin Fejzic zwischen den Magdeburger Pfosten zu überwinden. Jener Keeper, der im letzten Spiel der vergangenen Saison in Diensten Eintracht Braunschweigs in Kiel noch sechs Gegentreffer kassiert hatte.Nach einer brillanten Kombination kam Mühling (29.) aus 14 Metern zum Schuss, traf aber die Kugel nicht präzise genug. Und als KSV-Torwart Kenneth Kronholm von der Mittellinie (!) Schindler (34.) bediente, verhinderte eine schlechte Ballannahme des Kieler Flügelspielers den möglichen Führungstreffer. Auch nach dem Seitenwechsel bekämpften sich die Kontrahenten mit großem läuferischen Aufwand auf Augenhöhe. Holstein-Sturmspitze Janni Serra (50.) schoss die Kugel direkt auf Fejzic.

Auf der Gegenseite hatten die Störche Glück, dass Schiedsrichter Robert Kampka bei Mefferts Foul gegen den frei auf Kronholm zustürmenden Costly nicht die Rote, sondern nur die Gelbe Karte zückte.Walter zog alle Offensiv-Optionen, brachte Seydel für Honsak (56.) und verhalf Benjamin Girth für Serra ab der 63. Minute zu dessen Zweitliga-Premiere. Doch nur 120 Sekunden später folgte die kalte Dusche. Nach Vorarbeit von Christian Beck staubte Philip Türpitz (65.) zum Magdeburger 1:0 ab. Die wütenden Proteste der Störche wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung blieben ungehört.

Die Holstein-Anhänger feuerten ihre Mannschaft trotz des Rückstandes lautstark an. Mit zählbarem Erfolg. Mit einem direkten verwandelten Freistoß aus halblinker Position vorbei an Freund und Feind erzielte Antreiber Mühling den verdienten Ausgleich (75.). Girth (81.) rutschte Zentimeter am Ball vorbei. „Joker“ Steven Lewerenz brachte Schwung über links, Schindler (86.) ließ den Riesen zum 2:1 verstreichen, um 60 Sekunden später den Ball auf den Kopf von Seydel zu chippen – Kopfball, Tor, Sieg, Karneval im Holstein-Stadion.

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