07. September 2018 / 07:18 Uhr

Holstein Kiel: Testspiel gegen den VfL Osnabrück in Ahlerstedt

Holstein Kiel: Testspiel gegen den VfL Osnabrück in Ahlerstedt

Andreas Geidel
Alle Bälle fest im Blick: Der japanische Last-Minute-Neuzugang Masaya Okugawa könnte heute in Ahlerstedt im Duell gegen den VfL Osnabrück seine Premiere im Trikot des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel feiern.
Alle Bälle fest im Blick: Der japanische Last-Minute-Neuzugang Masaya Okugawa könnte heute in Ahlerstedt im Duell gegen den VfL Osnabrück seine Premiere im Trikot des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel feiern. © Sonja Paar
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Acht Zähler aus den ersten vier Punktspielen, Platz drei in Liga zwei, dazu die Vorfreude auf das Zweitrunden-Heimspiel im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg – mit dem Auftakt in das Pflichtprogramm dieser noch jungen Serie dürfen die Profifußballer von Holstein Kiel vollauf zufrieden sein. Weniger Glück haben die Störche dagegen mit ihren Testspielen.

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Schon in der Saisonvorbereitung musste bei diesem Thema mangels Planung durch den zum Hamburger SV gewechselten Ex-Sportchef Ralf Becker unverschuldet viel improvisiert werden. Bei der Generalprobe für den Liga-Start gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar in Ismaning machte eine Sicherheitspanne auf dem Münchner Flughafen der Reise-Organisation einen gehörigen Strich durch die Zeitrechung. Reise-Chaos herrschte auch vor dem 9:0 bei Bezirksliga-Aufsteiger MTV Hetlingen, als der KSV-Tross im Autobahn-Stau steckte und allein für die Anreise rund zweieinhalb Stunden benötigte.

Und nun dies: Heute um 12.30 Uhr misst die KSV Holstein in Ahlerstedt (Sportbuzzer-Liveticker) ihre Kräfte mit dem VfL Osnabrück. Eine längst vereinbarte Paarung zwecks sinnvoller Überbrückung der anstehenden Länderspielpause. Dieser Fakt indes hielt den Tabellendritten der Dritten Liga nicht davon ab, dem kurzfristigen Lockruf aus der höchsten Bundesliga-Kategorie zu folgen. Der VfL empfing gestern Abend, nur 17,5 Stunden vor dem Anpfiff in Ahlerstedt, Borussia Dortmund in der heimischen Arena und unterlag 0:6 (0:5).

Verkommt der Vergleich gegen die Lila-Weißen für die Störche ob dieses XXL-Stresstests zu einem Muster ohne Wert? Osnabrücks Pressesprecher Sebastian Rüther erklärte auf Anfrage, sämtliche zur Verfügung stehende Spieler des 26-köpfigen VfL-Kaders seien für den Einsatz in beiden Partien vorgesehen. „Gefühlt soll jeder jeweils 45 Minuten spielen“, so Rüther. Holstein-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth appellierte an die sportliche Fairness: „Wir erwarten, dass Osnabrück das Spiel am Freitag ernst nimmt und es zu den Bedingungen stattfindet, unter denen es vereinbart wurde. Also, dass im Kern zwei erste Mannschaften gegeneinander antreten.“

Darauf hofft auch Störche-Cheftrainer Tim Walter, der auf die auf Länderspielreisen befindlichen Jae-Sung Lee (Südkorea), Janni Serra und Aaron Seydel (beide DFB-U21) sowie Mathias Honsak (Österreich-U21) verzichten muss. Noch fraglich war gestern der Einsatz von Torwart Dominik Reimann (private Gründe) und Innenverteidiger Dominik Schmidt (Achillessehnenprobleme). Der japanische Last-Minute-Neuzugang Mayasa Okugawa dürfte seine Premiere im Holstein-Trikot feiern.

Ein Wiedersehen könnte es heutemit dem ehemaligen Kieler Publikumsliebling Marc Heider geben. Der aktuelle Kapitän des VfL Osnabrück stand von 2009 bis 2016 bei den Störchen unter Vertrag, absolvierte in dieser Zeit 241 Pflichtspiele für die KSV. „Wenn ich in die Zweite Bundesliga aufsteige, wäre das für mich das Karriere-Highlight. Und das am liebsten mit dem VfL“, betonte der 32-Jährige gegenüber „Liga3-online.de.“ Der größte Befreiungsschlag abseits des Rasens gelang Heider derweil erst vor wenigen Tagen.

Am 23. August sprach das Amtsgericht Osnabrück den Stürmer vom Vorwurf der Spielmanipulation frei. Die Richterin sah für die Vorwürfe der versuchten Spielmanipulation und möglicher Erpressung beziehungsweise Beihilfe zur Erpressung gegen Heider sowie die ehemaligen Osnabrücker Profis Addy Menga und Tobias Willers keine Rechtsgrundlage. Drei geladene Zeugen bestätigten die entlastenden Ausführungen Heiders während des Prozesses in allen Punkten.

Heider und seinen ehemaligen Teamkollegen war zuvor vorgeworfen worden, den am Ende der Saison 2016/17 abstiegsbedrohten Ligakonkurrenten Werder Bremen II und Rot-Weiß Erfurt gegen finanzielle Gegenleistungen Schützenhilfe angeboten zu haben. Das DFB-Sportgericht hatte Willers wegen unsportlichen Verhaltens für drei Monate gesperrt (plus 4000 Euro Geldstrafe). Heider (2000 Euro) und Menga (1500 Euro) wurden für jeweils vier Spiele gesperrt. „Das war die schlimmste Zeit meines Lebens“, so Heider im Rückblick.

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