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Holstein Kiel: Testspiel gegen den VfL Osnabrück in Ahlerstedt

Andreas Geidel
Alle Bälle fest im Blick: Der japanische Last-Minute-Neuzugang Masaya Okugawa könnte heute in Ahlerstedt im Duell gegen den VfL Osnabrück seine Premiere im Trikot des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel feiern. © Sonja Paar

Acht Zähler aus den ersten vier Punktspielen, Platz drei in Liga zwei, dazu die Vorfreude auf das Zweitrunden-Heimspiel im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg – mit dem Auftakt in das Pflichtprogramm dieser noch jungen Serie dürfen die Profifußballer von Holstein Kiel vollauf zufrieden sein. Weniger Glück haben die Störche dagegen mit ihren Testspielen.

Schon in der Saisonvorbereitung musste bei diesem Thema mangels Planung durch den zum Hamburger SV gewechselten Ex-Sportchef Ralf Becker unverschuldet viel improvisiert werden. Bei der Generalprobe für den Liga-Start gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar in Ismaning machte eine Sicherheitspanne auf dem Münchner Flughafen der Reise-Organisation einen gehörigen Strich durch die Zeitrechung. Reise-Chaos herrschte auch vor dem 9:0 bei Bezirksliga-Aufsteiger MTV Hetlingen, als der KSV-Tross im Autobahn-Stau steckte und allein für die Anreise rund zweieinhalb Stunden benötigte.

Und nun dies: Heute um 12.30 Uhr misst die KSV Holstein in Ahlerstedt (Sportbuzzer-Liveticker) ihre Kräfte mit dem VfL Osnabrück. Eine längst vereinbarte Paarung zwecks sinnvoller Überbrückung der anstehenden Länderspielpause. Dieser Fakt indes hielt den Tabellendritten der Dritten Liga nicht davon ab, dem kurzfristigen Lockruf aus der höchsten Bundesliga-Kategorie zu folgen. Der VfL empfing gestern Abend, nur 17,5 Stunden vor dem Anpfiff in Ahlerstedt, Borussia Dortmund in der heimischen Arena und unterlag 0:6 (0:5).

Verkommt der Vergleich gegen die Lila-Weißen für die Störche ob dieses XXL-Stresstests zu einem Muster ohne Wert? Osnabrücks Pressesprecher Sebastian Rüther erklärte auf Anfrage, sämtliche zur Verfügung stehende Spieler des 26-köpfigen VfL-Kaders seien für den Einsatz in beiden Partien vorgesehen. „Gefühlt soll jeder jeweils 45 Minuten spielen“, so Rüther. Holstein-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth appellierte an die sportliche Fairness: „Wir erwarten, dass Osnabrück das Spiel am Freitag ernst nimmt und es zu den Bedingungen stattfindet, unter denen es vereinbart wurde. Also, dass im Kern zwei erste Mannschaften gegeneinander antreten.“

Darauf hofft auch Störche-Cheftrainer Tim Walter, der auf die auf Länderspielreisen befindlichen Jae-Sung Lee (Südkorea), Janni Serra und Aaron Seydel (beide DFB-U21) sowie Mathias Honsak (Österreich-U21) verzichten muss. Noch fraglich war gestern der Einsatz von Torwart Dominik Reimann (private Gründe) und Innenverteidiger Dominik Schmidt (Achillessehnenprobleme). Der japanische Last-Minute-Neuzugang Mayasa Okugawa dürfte seine Premiere im Holstein-Trikot feiern.

Ein Wiedersehen könnte es heutemit dem ehemaligen Kieler Publikumsliebling Marc Heider geben. Der aktuelle Kapitän des VfL Osnabrück stand von 2009 bis 2016 bei den Störchen unter Vertrag, absolvierte in dieser Zeit 241 Pflichtspiele für die KSV. „Wenn ich in die Zweite Bundesliga aufsteige, wäre das für mich das Karriere-Highlight. Und das am liebsten mit dem VfL“, betonte der 32-Jährige gegenüber „Liga3-online.de.“ Der größte Befreiungsschlag abseits des Rasens gelang Heider derweil erst vor wenigen Tagen.

Am 23. August sprach das Amtsgericht Osnabrück den Stürmer vom Vorwurf der Spielmanipulation frei. Die Richterin sah für die Vorwürfe der versuchten Spielmanipulation und möglicher Erpressung beziehungsweise Beihilfe zur Erpressung gegen Heider sowie die ehemaligen Osnabrücker Profis Addy Menga und Tobias Willers keine Rechtsgrundlage. Drei geladene Zeugen bestätigten die entlastenden Ausführungen Heiders während des Prozesses in allen Punkten.

Heider und seinen ehemaligen Teamkollegen war zuvor vorgeworfen worden, den am Ende der Saison 2016/17 abstiegsbedrohten Ligakonkurrenten Werder Bremen II und Rot-Weiß Erfurt gegen finanzielle Gegenleistungen Schützenhilfe angeboten zu haben. Das DFB-Sportgericht hatte Willers wegen unsportlichen Verhaltens für drei Monate gesperrt (plus 4000 Euro Geldstrafe). Heider (2000 Euro) und Menga (1500 Euro) wurden für jeweils vier Spiele gesperrt. „Das war die schlimmste Zeit meines Lebens“, so Heider im Rückblick.

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Bilder vom Spiel Holstein Kiel gegen den 1. FC Magdeburg

Der Sportdirektor von Holstein Kiel, Fabian Wohlgemuth, spricht während eines TV-Interviews vor dem Anpfiff. © Frank Molter/dpa
Steffen Schneekloth begrüßt Fabian Wohlgemuth, dahinter Coach Tim Walter. © Sonja Paar
Die Magdeburger Fans begrüßen ihre Mannschaft. © Frank Molter/dpa
Der Magdeburger Trainer Jens Härtel spricht zu seinen Spielern. © Frank Molter/dpa
Kiels Jannik Dehm ist vor Magdeburgs Aleksandar Ignjovski am Ball © Frank Molter/dpa
Holsteins David Kinsombi kann sich gegen den Magdeburger Steffen Schäfer behaupten. © Frank Molter/dpa
Kiels Kapitän David Kinsombi ist vor Magdeburgs Charles-Elie Laprevotte am Ball. © Frank Molter/dpa
Kiels David Kinsombi und Magdeburgs Marcel Costly kämpfen um den Ball. © Frank Molter/dpa
Holsteins Verteidiger Dominik Schmidt köpft den Ball aus dem Strafraum. © Frank Molter/dpa
Kiels Alexander Mühling ist vor dem Magdeburger Philip Türpitz am Ball. © Frank Molter/dpa
Holsteins Stürmer Janni Serra schießt auf das Tor. © Frank Molter/dpa
Holsteins Dominik Schmidt im Zweikampf mit Magdeburgs Marcel Costly. © Sonja Paar
Kiels Kingsley Schindler im Duell mit Magdeburgs Marcel Costly. © Sonja Paar
Dominik Schmidt (Holstein Kiel) geht selbst nach vorn, links: Aleksandar Ignjovski. © Sonja Paar
Szene vor dem Magdeburger Tor, Kingsley Schindler verfehlt den Ball nur knapp. © Sonja Paar
Kingsley Schindler und Marcel Costly im Zweikampf. © Sonja Paar
Laufduell zwischen Marcel Costly und Dominik Schmidt. © Sonja Paar
David Kinsombi (Holstein Kiel) wird von Aleksandar Ignjovski (1. FC Magdeburg) gestoppt. © Sonja Paar
David Kinsombi (Holstein Kiel) und Aleksandar Ignjovski (1. FC Magdeburg). © Sonja Paar
Kingsley Schindler versucht sich seinem Kontrahenten zu entziehen. © Sonja Paar
Holsteins David Kinsombi kann sich gegen den Magdeburger Nico Hammann durchsetzen. © Sonja Paar
Aaron Seydel schießt das 2:1 und David Kinsombi und Kingsley Schindler gratulieren. © Sonja Paar
Aaron Seydel und Benjamin Girth jubeln nach dem 2:1. © Sonja Paar
Der Magdeburger Spieler Steffen Schäfer versteckt sein Gesicht hinter seinem Trikot. © Frank Molter/dpa
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