Gelbe Karte für Dominik Schmidt von Holstein Kiel Gelbe Karte für Dominik Schmidt von Holstein Kiel © Imago/Kruczyski
Gelbe Karte für Dominik Schmidt von Holstein Kiel

Holstein Kiel verliert in Zwickau

Nach der 1:0-Niederlage in Zwickau erklimmt Holstein Kiel nicht Tabellenplatz 3

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Es bleibt dabei: Offeriert die Konkurrenz dem Fußball-Drittligisten Holstein Kiel die Chance zum Sprung auf Platz drei, schlagen die Störche dieses Angebot aus. Mit 0:1 (0:1) unterlagen die Nordlichter am Sonntag beim akut abstiegsgefährdeten FSV Zwickau. 80 Prozent Ballbesitz reichten den Störchen nicht. Die Sachsen profitierten beim Tor des Tages von einer Elfmeter-Fehlentscheidung  bereits in der 13. Minute.

Sonne, böiger Wind, viele Fouls und extrem wenig Fußball-Kultur – dieses Bild bot sich den 3850  Zuschauern in Zwickau im ersten Durchgang. Holstein-Cheftrainer Markus Anfang hatte die gleiche Anfangsformation gewählt wie beim jüngsten 5:1-Heimsieg gegen Fortuna Köln. FSV-Kollege Thorsten Ziegner hingegen musste kurzfristig Stürmer Jonas Nietfeld (grippaler Infekt) ersetzen.

Die Nordlichter begannen mit breiter Brust und schlechter Schuhwahl. Denn nach guten Offensivansätzen rutschten Mathias Fetsch und Dominick Drexler mehrfach auf dem seifigen Geläuf aus. Mehr Standfestigkeit bewiesen die Gastgeber. Ein Freistoß von Rene Lange (11.), getreten nahe der Eckfahne, segelte gegen das Aluminium des Kieler Gehäuses. Im direkten Anschluss an diese Szene fiel FSV-Torjäger nach einem Duell mit KSV-Routinier  Dominic Peitz im Kieler Strafraum zu Boden. Die sich anschließenden Proteste der Störche zeigten keine Wirkung – Schiedsrichter Johann Pfeiferzeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine fatale Fehlentscheidung! Zwickau-Kapitän Toni Wachsmuth (13.) ließ sich die Chance nicht entgehen, erzielte das vom eigenen Anhang umjubelte  1:0.

Erst nach gut 20 Minuten übernahm Holstein die Spielkontrolle. Dies allerdings ohne auch nur eine echte Torchance in den ersten 45 Minuten zu kreieren. Christoph Göbel berührte den fallenden Drexler (33.) im eigenen Strafraum am Fuß, doch für Pfeifer besaß diese Aktion keinen Strafstoßcharakter. So blieb die Halbzeitführung für die bieder, aber couragiert zur Sache gehenden Sachsen verdient. Auch deshalb, weil der höchst aggressive Aykut Öztürk (44.) nach Peitz-Fehler Kenneth Kronholm zwischen den KSV-Pfosten zu einer Glanztat zwang.
Und Fetsch (45.) nach der zweiten Zwickauer Ecke kurz vor der eigenen Torlinie klären musste

Nach Wiederanpfiff überließen die Hausherren den Störchen komplett das Kommando, beschränkten sich ausschließlich auf Konter. Die Kieler ließen die Kugel nun gekonnter laufen. Eine Lücke in der FSV-Mauer fanden sie allerdings nicht. Es fehlten Durchschlagskraft und Kreativität an und in der  gegnerischen Box.  Auch die Anfeuerungsrufe von Kronholm in Richtung seiner Vorderleute – zehn Meter in der Hälfte der Gegner (57.) – brachten keine Wende. Und als der pfeilschnelle Kingsley Schindler nach Schmidt-Pass Nils Miatke einmal mehr
davon gesprintet war und flach in die Mitte gepasst hatte, kam Fetsch (63.) einen Schritt zu spät.

Endgültig zum Kieler Buhmann avancierte Schiri Pfeifer in der 67. Minute: Wachsmuths Textilprobe gegen Alexander Bieler im FSV-Strafraum blieb ungeahndet. Bielers 18-m-Schuss kratzte 120 Sekunden später Johannes Brinkies aus dem Eck. Jetzt immerhin wurde es spannend aus Sicht. Und hektisch. KSV-Assistenz-Trainer Tom Cichon wurde wegen heftigen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen. Leih-Stürmer Marvin Ducksch feierte in den letzten zehn Minuten seine Premiere im Holstein-Trikot – Anfang versuchte es mit totaler Offensive. Und musste mit
ansehen, wie Dominick Schmidt nach Zwickauer Konter FSV-Joker Bär foulte und die Gelb-Rote Karte sah. Der Kieler Innenverteidiger fehlt damit ebenso im nächsten Heimspiel gegen Paderborn wie Manuel Janzer wegen der fünften Gelben Karte.

Mit 6:1 hatten die Gäste tatsächlich die zweite Hälfte gewonnen. Dies jedoch nur in der Eckenstatistik. Die Punkte indes  blieben in Zwickau. „Das war wohl ein unberechtigter Elfmeter gegen uns. Aber leider war das die spielentscheidende Szene. Es war das erwartete Spiel mit unheimlich viel Kampf und Mentalität. Im Endeffekt ist es uns nicht gelungen, aus unserer Überlegenheit  klare Torchancen zu erspielen. Enttäuschend“, bilanzierte Holstein-Sportchef Ralf Becker das Ende der Dienstreise nach Sachsen.  

Holstein Kiel– Einzelbenotung:

Kronholm: 2,5

Herrmann: 3,5

Schmidt: 3

Czichos: 2,5

Lenz: 4

Peitz: 3,5

Schindler: 3,5

Bieler: 4

Drexler: 4,5

Janzer: 4,5

Fetsch: 4,5

Dürholtz: 4,5

Schema: FSV Zwickau - Holstein Kiel 1:0 (1:0)

**Zwickau:** Brinkies - Schröter, Acquistapace, Wachsmuth, Miatke - Lange - Robert Koch (90\. Patrick Wolf), Könnecke, Christoph Göbel (70\. Bär) - Aykut Öztürk (84\. Berger), König. - Trainer: Ziegner **Kiel:** Kronholm - Herrmann, Dominik Schmidt, Czichos, Lenz - Peitz - Kingsley Schindler, Bieler (79\. Ducksch), Drexler, Janzer (53\. Dürholtz) - Fetsch (70\. Azemi). - Trainer: Anfang **Schiedsrichter:** Johann Pfeifer (Rodgau) **Tor:** 1:0 Wachsmuth (13., Foulelfmeter) **Zuschauer:** 3850 **Gelb-Rote Karte:** Dominik Schmidt wegen wiederholten Foulspiels (86.) **Gelbe Karten:** Lange, Schröter - Janzer, Peitz
Region/Kiel Holstein Kiel 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) Holstein Kiel (Herren)

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