08. September 2018 / 11:47 Uhr

Holstein Kiel - VfL Osnabrück: Ein Sieg mit Lerneffekt

Holstein Kiel - VfL Osnabrück: Ein Sieg mit Lerneffekt

Andreas Geidel
Tim Danneberg (li.) kann Heinz Mörschel nicht aufhalten.
Tim Danneberg (li.) kann Heinz Mörschel nicht aufhalten. © Cathrin Mueller
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Holstein Kiel verliert beim 6:3 im Testspiel gegen Osnabrück nach 4:0-Halbzeitführung kurzzeitig den Faden.

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Wechselhaft wie das Wetter war die Leistung des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel am Freitagmittag im Test gegen den Drittliga-Dritten VfL Osnabrück. Am Ende stand im niedersächsischen Ahlerstedt ein souveräner 6:3 (4:0)-Erfolg für die Störche, die mit dem angenehmen Gefühl von insgesamt 60 starken Minuten in ihr freies Wochenende starteten. Die Befürchtung der Kieler Verantwortlichen, die Lila-Weißen könnten wegen ihres Spiels am Vorabend gegen Borussia Dortmund (0:6) und der damit verbundenen körperlichen Belastung mit einer B-Mannschaft auflaufen, bestätigten sich nicht. Mindestens sieben der ersten elf Osnabrücker gebührte nur 17,5 Stunden nach dem aus finanziellen Gründen kurzfristig vereinbarten „Retterspiel“ gegen den BVB das Prädikat „Stammplatz-Potenzial“.

Interview mit KSV Chefcoach Tim Walter

Zur Startformation des Drittligisten zählten auch die Ex-Kieler Tim Danneberg und Marc Heider. Der 32-jährige Angreifer traf im direkten Duell auf den Kieler Fußball-„Gott“ Patrick Herrmann – beide hatten fünf Jahre lang gemeinsam das KSV-Trikot getragen. Doch von Freundschafts-Diensten wollten die Störche auf dem gut präparierten Rasen des Landesligisten SV Ahlerstedt-Ottendorf zunächst nichts wissen. Diesen Part übernahmen die Osnabrücker.Adam Susac (4.) zeichnete per Eigentor für die Holstein-Führung verantwortlich. Überhaupt dauerte es fast 45 Minuten, ehe das Team von der Bremer Brücke angemessene Betriebstemperatur erreichte. Das Symptom „schwere Beine“ zeigte auch Danneberg, der KSV-Mittelfeldspieler Heinz Mörschel (13.) die Kugel fahrlässig zum 2:0 aus Störche-Sicht servierte. Flüssig lief der Ball durch die Reihen der Kieler. Ob Spielaufbau oder Positionswechsel – Holstein-Cheftrainer Tim Walter durfte mit der Darbietung seiner Mannschaft in Durchgang eins zufrieden sein. Allerdings standen die VfL-Profis auch zu häufig nur Spalier, statt echte Gegenwehr zu leisten. Wie beim 3:0 durch Atakan Karazor (19.) oder beim 4:0 durch Benjamin Girth (39.), der den Lieferdienst von Kapitän David Kinsombi – neben „Jojo“ van den Bergh Hauptantreiber der Störche-Aktionen – krönte.

Videointerview mit Marc Heider vom VfL Osnabrück

Beteiligt am ansehnlichen Spiel der Störche in den ersten 45 Minuten war auch der japanische Last-Minute-Neuzugang Masaya Okugawa. Der verriet bei seiner Premiere für die Nordlichter noch körperliche Defizite, zeigte aber auch durchaus positive Ansätze. „Er ist erst vier Tage bei uns. Da ist es normal, dass noch nicht alles passt. Masaya hat ein super Eins-gegen-Eins-Spiel und ist eine Bereicherung für unsere Offensive“, sagte Walter nach Spielschluss. Nach dem Seitenwechsel vertrieben Regenwolken die zuvor hell strahlende Sonne. Eine Symbolik für die Formkurve der Störche. Denn die fiel kurzzeitig mächtig ab. Speziell im nun mehrfach unsortierten Defensivverhalten. Binnen 13 Minuten verkürzten die Osnabrücker auf 3:4. Für Walter eine Phase mit Lerneffekt: „Da hat der Gegner richtig mitgespielt und mit langen Bällen mehr Druck ausgeübt. Wir sind ins Schwimmen geraten. Einige bei uns haben wohl gedacht, alles gehe so weiter wie in Halbzeit eins.“ Das Fazit des 42-jährigen Coaches endete dennoch versöhnlich. „Insgesamt war der Test in Ordnung, die meisten Abläufe waren gut. Die Jungs haben Moral bewiesen und am Ende das Geschehen wieder dominiert“, so Walter mit Blick auf die finalen Treffer der eingewechselten Kingsley Schindler (85./Assist Okugawa) und Jonas Meffert (89.).

Wer steigt auf? Wer steigt ab?

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