21. August 2018 / 06:49 Uhr

Holstein Kiel: Vier Sterne für Tim Walters Lieferdienst

Holstein Kiel: Vier Sterne für Tim Walters Lieferdienst

Andreas Geidel
KSV-Coach Tim Walter schwimmt auf der Erfolgswelle.
KSV-Coach Tim Walter schwimmt auf der Erfolgswelle. © Paar
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Startbilanz des Holstein-Trainers lässt Träume reifen

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Sichtlich mit sich und der Fußball-Welt im Reinen suchte Tim Walter am Montagmittag nach seinem Platz im ausgebuchten Jet. Kein Wunder – denn als der Flug LH 2070 um 13.25 Uhr von München in Richtung Hamburg abhob, durften der Cheftrainer des Zweitligisten Holstein Kiel und seine mitreisenden Schützlinge ihren nächsten Coup noch einmal in aller Ruhe genießen.

Die etwas holprige Startphase des Flugs stand dabei als kleine Symbolik für Walters Dienstbeginn an der Förde mit der nicht bedingungslos Zuversicht schürenden Saisonvorbereitung. Das sanfte Gleiten über den Wolken entsprach dann kurze Zeit später dem Ertrag der Störche aus den ersten drei Pflichtspielen dieser noch jungen Serie. Platz zwei im Bundesliga-Unterhaus nach vier Zählern in den zwei Auftaktpartien – und nun am Sonntagabend auch noch der mit knapp 500000 Euro prämierte 3:1-Pokaltriumph bei den Münchner Drittliga-Löwen: Walters Ergebnis-Lieferdienst liegt derzeit auf Vier-Sterne-Niveau.

Nach der Wunderserie 2017/18 reifen an der Förde schon wieder Träume von fantastischen Momentaufnahmen. Mit einem weiteren Dreier am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) in Regensburg könnten die Nordlichter die Tabellenspitze erklimmen. Spannung pur dazu am Abend des gleichen Tages, wenn ab 18 Uhr in der ARD-Sportschau die zweite Pokalrunde ausgelost wird.

Alles Gold, was aktuell um die KSV Holstein glänzt? „Nein, ganz bestimmt nicht“, sagte KSV-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth am Sonntagabend. Sicher, der über den Kielern liegende Löwen-Fluch aus der jüngeren Pokal- und Relegationsvergangenheit war nach diesen 90 hart umkämpften Minuten gebrochen. Doch die erste Halbzeit hatte mehr Stirnrunzeln als Begeisterung bei den gut 600 Schlachtenbummlern ausgelöst.

„Da haben wir zu kompliziert und mit zu wenig Tempo gegen den tief stehenden Gegner agiert“, kritisierte auch Walter. Die Steigerung in den zweiten 45 Minuten nötigte dem 42-Jährigen dann aber Respekt vor den eigenen Profis ab: „Ich bin total stolz auf die Jungs. Die Beharrlichkeit, mit der sie zu Werke gegangen sind, hat mir am meisten imponiert. Und wie sie nach Ballverlusten über 90 Minuten ins Gegenpressing gehen, das ist schon klasse.“

Dabei stehe die Mannschaft, so Walter weiter, erst am Beginn eines Prozesses, dessen „Fortschritte man fast in jeder Trainingseinheit beobachten kann“. In der Tat dokumentierte das Duell am Sonntag mit der Einwechslung von Top-Jokern wie Mathias Honsak oder Aaron Seydel die personellen Möglichkeiten, die der in der Breite mittlerweile recht gut aufgestellte Holstein-Kader bietet. Dazu bringt das Team unter Walter eine Qualität auf den Rasen, die in keinem Lehrplan verankert ist und im Optimalfall bald nicht mehr nötig sein wird: Das Glück, in kritischen Phasen nicht prompt mit Gegentoren bestraft zu werden. Kein Zweifel, zumindest die Konkurrenz blickt längst nach Kiel. Bald auch wieder ganz Fußball-Deutschland?

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