13. März 2018 / 06:30 Uhr

Im Falle des Aufstiegs: Zieht Holstein Kiel ins Volkspark-Stadion?

Im Falle des Aufstiegs: Zieht Holstein Kiel ins Volkspark-Stadion?

Andreas Geidel
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In dieser Saison schon sechs Mal die Arena des Drei-Punkte-Jubels: Wie hier beim Last-Minute-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern am 9. September des vergangenen Jahres wollen die Kieler Fußball-Störche auch in den noch ausstehenden vier Heimspielen bis zum Saisonschluss der Zweiten Liga feiern. © Paar
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Fußball-Zweitligist Holstein Kiel bewirbt sich um Erstliga-Lizenz – Es winken 27,5 Millionen Euro Fernsehgeld

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Alles kann, nichts muss! Diese Maxime des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel besitzt ohne Zweifel Gültigkeit für den sportlichen Bereich. Auf organisatorischem Terrain indes besteht für die Verantwortlichen des bislang so formidabel durch die Saison galoppierenden Aufsteigers akuter Handlungsbedarf. Der Klub muss bis Ende dieses Monats die Lizenz-Unterlagen für die Erste Liga bei der dafür zuständigen Deutschen Fußball Liga (DFL) einreichen – und wird das auch tun. Relegationsplatz drei acht Spieltage vor dem Saisonabschluss – die Störche dürfen weiter ein Auge in Richtung Bundesliga riskieren. Und sie müssen die Weichen für den Optimalfall stellen. „Spieler,Trainer, Klub-Offizielle und Umfeld – jeder bei uns ist angetreten, um das Bestmögliche herauszuholen. Ja, wir wollen das Maximum! Ohne aber in irgendeiner Form jetzt den Aufstieg zu fordern“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schwenke.

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In Sachen Wirtschaftlichkeit sieht Schwenke sowohl für die Erste als auch für die Zweite Liga keine Lizenz-Probleme für die Nordlichter. „Da haben wir uns enorm weiterentwickelt und auch unsere Rolle als Dienstleister ausgebaut“, so der 49-Jährige. Infrastrukturell sieht das ein wenig anders aus. Schon das erste Jahr im Bundesliga-Unterhaus nach zuvor 36-jähriger Abstinenz konnte mangels des vorgeschriebenen, aber nicht erreichten Minimal-Fassungsvermögens von15 000 Zuschauern im Holsteinstadion nur mit einer Sondergenehmigung angepfiffen werden. Gleiches erwartet Schwenke bei einer sportlichen Qualifikation fürs Fußball-Oberhaus, da die DFL-Forderung durch den Bau der neuen Osttribüne trotz der übergangsweise für ein Jahr lediglich knapp 10 000 Besucher Platz gebenden Arena erfüllt werde. Und auch die Installierung neuer technischer Voraussetzungen in der Störche-Heimstatt sei, so Schwenke, kein Hexenwerk. Der ehemalige Profi-Handballer nennt exemplarisch die von den Übertragungen des Erstliga-Fußballs bekannte Lauf-Kamera an der Seitenlinie, das TV-Live-Studio für Analysen und Talk-Gäste, die quantitative Erhöhung der Medienplätze sowie das leistungsstärkere Flutlicht, das im Oberhaus mit 1400 statt aktuell mit 1200 Lux strahlen müsste. Nicht ausschließen mochte Schwenke, dass im Rahmen der Lizenz-Vorgaben bei Duellen gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund oder Schalke 04 wegen des immensen Zuschauer-Interesses ein Umzug in ein ohnehin zu nennendes Ausweich-Stadion erfolgen müsse.

„Damit beschäftigen wir uns erst, wenn es spruchreif ist“, sagt Schwenke, spielt aber in der Theorie den Ball ins Hamburger Volksparkstadion: „Dort ist die für die Erste Liga erforderliche Torlinien-Technik schon vorhanden. Am Millerntor dagegen nicht.“ Keine Frage, die enormen logistischen und handwerklichen Kraftakte würden sich auszahlen. Laut Schwenke steigt das Fernsehgeld schon in Liga zwei in der kommenden Saison von jetzt 6,43 Millionen Euro auf 7,5 Millionen. Für die Erste Liga kalkuliert der Vize-Präsident der Störche mit satten 27,5 Millionen Euro aus dem TV-Pool. Dass sich die Realisierung eines Fußball-Wunders auch für die Spieler rechnen würde, versteht sich von selbst. Neben der gehörigen Marktwertsteigerung dürfte die Profis inklusive der in der Höhe individuell gestalteten Siegprämien und der vereinbarten Aufstiegs-Prämien-Regelung am Ende dieses Spieljahres im Fall aller Fälle pro Kopf maximal eine im hohen fünfstelligen Bereich angesiedelte Erfolgs-Gage zum Grundgehalt locken.

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