14. Juni 2018 / 10:54 Uhr

Holstein Kiel: Wird Rainer Ulrich neuer Co-Trainer?

Holstein Kiel: Wird Rainer Ulrich neuer Co-Trainer?

Andreas Geidel
Wird Rainer Ulrich (re.) der neue „Co“ von Holsteins Chefcoach Tim Walter? Das Duo arbeitete bereits beim FC Bayern II zusammen. Der 69-jährige Ulrich hat in seiner aktiven Karriere 121 Erstligaspiele für den KSC absolviert.
Wird Rainer Ulrich (re.) der neue „Co“ von Holsteins Chefcoach Tim Walter? Das Duo arbeitete bereits beim FC Bayern II zusammen. Der 69-jährige Ulrich hat in seiner aktiven Karriere 121 Erstligaspiele für den KSC absolviert. © imago/Lackovic
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Das Sommer-Transferfenster im deutschen Profifußball öffnet sich offiziell erst in 17 Tagen und schließt am 31. August um 18 Uhr. Doch einige Zweitligisten haben im Gegensatz zu Holstein Kiel schon jetzt wichtige personelle Weichen gestellt. Wie der 1. FC Köln, als Bundesliga-Absteiger Top-Favorit auf den sofortigen Wiederaufstieg, oder der FC Ingolstadt, der bereits sechs durchaus namhafte Neuzugänge vermeldete.

Von Thorsten Röcher (Sturm Graz/1,25 Millionen Euro Ablöse), Aygemang Diawusie (RB Leipzig/500 000 Euro) und Störche-Schreck Osayamen Osawe (Kaiserslautern/ablösefrei) erhoffen sich die Schanzer neue Geschwindigkeit auf den Flügeln. „Schneller, jünger hungriger“ – so lautet das Motto des FCI, der im abgelaufenen Spieljahr mit Platz neun im Endklassement arg enttäuschte. Charlison Benschop (Hannover96/ablösefrei) soll Mittelstürmer Stefan Kutschke zur Seite stehen. Für Tempo und Durchsetzungskraft im Mittelfeld sollen der zuletzt an die Bielefelder Arminia ausgeliehene Konstantin Kerschbaumer (Brentford/1,5 MillionenEuro) sowie die Regensburger Leih-Kraft Benedikt Gimber (Hoffenheim/500 000 Euro) sorgen. Ein Auge haben die Oberbayern zudem auf Torjäger Andreas Voglsammer (ebenfalls Bielefeld) geworfen. Bislang scheiterte der Wechsel an der von den Ostwestfalen geforderten Ablöse in Höhe von fünf Millionen Euro. Selbst für FCI-Sportdirektor Angelo Vier offenkundig zu viel, obwohl der VfL Wolfsburg für Defensiv-Allrounder Marcel Tisserand sieben Millionen Euro auf denTisch blätterte. Von Bord gehen könnte dagegen der ehemals beste Angreifer Dario Leczano.

Rund um den Kölner Dom fiebert die Fan-Gemeinde dem Wirken des Kieler Erfolgscoaches Markus Anfang entgegen. Mit Timo Horn, WM-Starter Jonas Hector und Torjäger Simon Terrode stehen drei Leistungsträger der Extraklasse im Kader. Fürs Abwehrzentrum wurden Lasse Sobiech (St. Pauli/ablösefrei) und Rafael Czichos (Holstein/1,8 Millionen Euro) geholt, Louis Schaub (RapidWien/3,5 Millionen Euro) könnte im Verbund mit Niklas Hauptmann (Dresden/1,7 Millionen Euro) den Verlust von Leonardo Bittencourt (Hoffenheim/sechs Millionen Euro) kompensieren.

Auch beim Mit-Absteiger Hamburger SV dreht sich das Personal-Karussell heftig. Die Offensivkräfte Nicolai Müller (Frankfurt/ablösefrei), Andre Hahn (Augsburg/drei Millionen Euro) und Luca Waldschmidt (Freiburg/fünf Millionen Euro) verlassen den Volkspark, Pierre-Michel Lasogga könnte aus England (Leeds United) zurückkehren. Die Zukunft von Nachwuchs-Ass Fiete Arp ist noch ungewiss. Die bislang drei Neuzugänge Manuel Wintzheimer (Bayern II), David Bates (Glasgow Rangers) und Christoph Moritz (Kaiserslautern/alle ablösefrei) deuten auf künftig kleinere Brötchen hin. Immerhin, mit Lewis Holtby und Aaron Hunt wurden zwei Mittelfeld-Strategen gehalten. Am Mittwoch flog der neue Sportdirektor Ralf Becker, zuvor bekanntlich bei den Kieler Störchen tätig, nach Brasilien, um vor Ort mit Walace und Douglas Santos zu sprechen. Der 24-jährige Linksverteidiger, ausgestattet mit einem auch für die Zweite Liga gültigen Vertrag bis 2021, soll das Bleiben trotz anderer Angebote schmackhaft gemacht werden. Für Querkopf Walace wird ein Abnehmer gesucht, ansonsten muss er beim Trainingsstart am 21. Juni wieder zurück in die Hansestadt.

Einen besonderen Coup hat derweil HSV-Lokalrivale FC St.Pauli gelandet. Für Sobiech wurde Marvin Knoll aus Regensburg als neue Führungskraft für die Abwehr und auch außerhalb des Spielfeldes verpflichtet. Dazu besticht Knoll seit Jahren mit seiner außergewöhnlichen Klasse bei ruhenden Bällen. Gekostet hat der 27-Jährige gerade einmal 250 000 Euro – St. Paulis Sportchef Uwe Stöver nutzte die in einer Ausstiegsklausel festgeschriebene Ablösevereinbarung.

Vorsicht, Marvin Knoll schießt: Hier trifft der Ex-Regensburger per Freistoß gegen Holstein Kiel. Künftig trägt der Abwehr-Routinier das St. Pauli-Trikot.
Vorsicht, Marvin Knoll schießt: Hier trifft der Ex-Regensburger per Freistoß gegen Holstein Kiel. Künftig trägt der Abwehr-Routinier das St. Pauli-Trikot. © Agentur 54°
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Beim MSV Duisburg stehen den neun Abgängen bislang sechs Neuzugänge gegenüber (darunter die ablösefreien Stürmer John Verhoek/Heidenheim und Richard Sukuta-Pasu/Sandhausen), beim SV Sandhausen lautet das Rochade-Verhältnis fünf zu neun. Unter anderem stürmt künftig KSC-Drittliga-Knipser Fabian Schleusener auf Leihbasis am Hardtwald, zuletzt unterschrieben die robusten und baumlangen Abwehrspieler Jesper Verlaat (Werder II) und Aleksandr Zhirov vom russischen Zweitligisten Enisey Arbeitspapiere beim SVS.

Beim Sensations-Überflieger der vergangenen Zweitliga-Serie hingegen herrscht noch ein Ungleichgewicht zwischen Spielerverlusten und Neueinkäufen. Bei 13 Akteuren läuft das Engagement am 1. Juli aus. Das auszugleichen, kommt sowohl aus qualitiativer als auch quantitativer Sicht einer Herkulesaufgabe gleich. Denn an der Spitze des Aderlassens steht bekanntlich die Achse Czichos, Dominick Drexler und Marvin Ducksch. Top-Torjäger Ducksch (St. Pauli) führt die Riege der insgesamt sechs ausgeliehenen Profis an. Erstaunlich, dass die zuletzt bundesweit bestaunten und geachteten Störche angesichts der bekannten Sachlage bislang nur mit den Neuverpflichtungen Dominik Reimann (Dortmund II) und Jannik Dehm (Hoffenheim II) aufwarten konnten. Die Vermutung liegt nahe, dass Ralf Becker vor seinem Wechsel zum HSV wenig Konstruktives vorbereitet hat.

Die Spannung wächst täglich, wen der neue Chefcoach Tim Walter beim Trainingsstartam 25. Juni begrüßen darf. Bislang umfasst das Aufgebot 18 Akteure, darunter Perspektivspieler wie Philipp Sander (eigene U23), Noah Awuku (eigene U19 und DFB-U-Auswahlspieler) und Utku Sen oder Stand-by-Profi Tim Siedschlag, der bislang als Pendler zwischen der in die Regionalliga aufgestiegene U23-Mannschaft und dem Zweitliga-Kader vorgesehen ist. Immerhin scheint die Personalie des Co-Trainers geklärt. Nach Informationen des Sportbuzzers soll Rainer Ulrich der Auserwählte sein. Der 69-jährige Ex-Erstliga-Profi stand bereits beim FC Bayern II an der Seite von Walter.

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