h_KLAHN_31.08.17_301604 Wiedersehen mit dem VfL Bochum: Holsteins Tom Weilandt ist vom Ruhrpott-Club ausgeliehen. © Sascha Klahn
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Holstein Kiels Gegner VfL Bochum: Kombinationen für den Aufstieg

Der Start in die Zweite Liga verlief für den VfL Bochum ernüchternd – Ausgliederung soll frisches Geld bringen

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Zehn Punkte nach acht Spielen, Platz elf – das hatte man sich beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum vor der Saison ganz anders vorgestellt: Der Kampf um den Aufstieg ist das erklärte Ziel. Mit seinem namhaft bestückten Kader gehört der Revierklub auch zu den Top-Kandidaten, durch die Last-Minute-Transfers von Robbie Kruse, dem Ex-Kieler Sidney Sam und Robert Tesche erst recht. Doch die Realität sieht anders aus. In den kommenden Wochen wird sich in vielerlei Hinsicht zeigen, wohin die Reise des VfL geht. Nächste Station ist das Auswärtsspiel am Sonnabend (13 Uhr) bei Holstein Kiel.Der Saisonstart ging in Bochum komplett daneben. Aus den ersten drei Partien holte der VfL nur einen Punkt. Der erste Sieg gelang Ende August gegen Dresden. Nach einem weiteren Erfolg in Darmstadt folgten prompt die nächsten Dämpfer: 1:2 gegen Heidenheim und 1:3 in Nürnberg. Die Westfalen hatten den Anschluss ans obere Drittel verpasst, der Absturz auf einen Abstiegsplatz drohte.Nach dem 2:0 am vergangenen Sonntag gegen Ingolstadt war die Erleichterung deswegen umso größer. „Je weniger Punkte eine Mannschaft hat, desto nervöser wird sie“, räumte Trainer Ismail Atalan hinterher ein.

Genau dann kommt es darauf an, „giftig zu sein in den Zweikämpfen“, ergänzte Atalan. Das war der VfL gegen Ingolstadt, und das will er auch in den kommenden Wochen sein. „Wenn zwei Teams in etwa gleichwertig sind, dann ist der unbedingte Wille entscheidend in dieser Liga“, hat Torwart Manuel Riemann die Botschaft des Trainers verstanden, die alle verinnerlichen sollen.Atalan hat seit seinem Amtsantritt an einigen Rädchen gedreht. Erst kurz vor dem Start der Zweiten Liga hatte er das Ruder übernommen. In der Vorbereitung hatte sich Ex-Trainer Gertjan Verbeek intern selbst ins Aus geschossen und das schon lange brodelnde Fass zum Überlaufen gebracht. Das Verhältnis zwischen Verbeek und dem Verein war nicht mehr zu kitten, Atalan kam von den Sportfreunden Lotte aus der Dritten Liga.

Der neue Trainer hatte wenig Zeit, den Spielern seine Ideen einzuimpfen, langsam aber fruchten sie. So waren zum Beispiel Standardsituationen in den ersten Partien eine der größten Schwachstellen, gegen Ingolstadt war es andersherum. Der VfL steht unter Atalan für einen flotten Kombinationsfußball. Auch wenn die Ergebnisse oft nicht stimmten, sahen die Auftritte spielerisch schon gefällig aus. Gegen Ingolstadt stand diesmal das Ergebnis im Vordergrund – und das stimmte dank Einsatz, Zweikampfhärte, Geschlossenheit.Nun muss die Atalan-Elf die richtige Balance in ihrem Spiel finden. Durch die schlechten Ergebnisse stand die Mannschaft von Saisonbeginn an unter Druck, der mit dem Erfolg gegen Ingolstadt etwas vom Deckel ist. Die Bochumer wollen so schnell wie möglich den Anschluss an das obere Drittel wiederherstellen, um das Ziel Aufstieg – um das es erheblich leiser geworden ist – nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Denn umgekehrt kann es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen.

Nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich steht der Verein vor spannenden Wochen: Am 7. Oktober steht auf der Jahreshauptversammlung die Abstimmung zur Ausgliederung der Profi-Abteilung an. Mindestens 75 Prozent der Mitgliederstimmen sind dafür nötig, in den vergangenen Wochen wurde fleißig diskutiert. Eine Ausgliederung würde den Weg für Investoren öffnen.Nach der Überführung in eine Kapitalgesellschaft könnte der VfL Teile des neu gegründeten Unternehmens an Investoren verkaufen und hätte sofort frisches Geld zur Verfügung. Auf eine Summe von rund 20 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren hofft der Verein. Gegen die Ausgliederung macht sich die Fan-Initiative „echt VfL“ stark, die unter anderem einen Verlust an Identität und einen zu großen Einfluss von Investoren befürchtet.

Fussball 2. Bundesliga Holstein Kiel (Herren) VfL Bochum 1848 (Herren) Region/Kiel Holstein Kiel-VfL Bochum 1848 (30/09/2017 13:00)

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