IMG_0027 Wie schwer sind die Schäden an der Tribüne? © Picasa/Haase
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Holstein-Stadion: Westtribüne zeigt bedenkliche Schwächen

Was passiert bis zum Heimspiel gegen Greuther Fürth am kommenden Sonntag?

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Folgt beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel nach dem 2:1-Pokalrausch gegen Braunschweig der große Kater? Während die Profis am Freitag ihren ersten Pflichtspielsieg der Saison feierten, zeigten die neu installierten Stehränge im Block H der Westtribüne beim zweiten Belastungstest dieses Spieljahres erste erhebliche Schwächen.

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Sicherheitskreise warnten vor ernsthafter Gefährdung der Besucher

Nach Informationen der Kieler Nachrichten (KN) soll ein Vertreter der Feuerwehr kurz nach Ende der Halbzeitpause „sehr aufgebracht“ der Einsatzleitung der Polizei ein Foto gezeigt haben, das ein eingeknicktes Stahlteil der Tribünen-Konstruktion zeigte. Beamte hätten sich daraufhin den Bereich angesehen und Frank Matthiesen, Einsatzleiter der Polizeidirektion Kiel, aufgefordert, das Spiel zu unterbrechen und die Tribüne räumen zu lassen. Der stellvertretende Behördenleiter habe Sorge gehabt, dass die Konstruktion unter dem Hüpfen der Fans nachgeben könnte. Sicherheitskreise warnten vor ernsthafter Gefährdung der Besucher bei einem Nachgeben der Stahlkonstruktion.

Spiel-Unterbrechung hätte zu einer Massenpanik führen können

In einer Krisensitzung sollen sich die Verantwortlichen des Vereins, des DFB und des Pay-TV-Senders „Sky“ gegen die Unterbrechung ausgesprochen haben. „Sie wollten, dass das Spiel weiterläuft, sie sorgten sich, dass eine Unterbrechung eine Massenpanik hätte auslösen können“, sagte ein Beamter unserer Zeitung. Schließlich habe man sich darauf geeinigt, etwa 80 Personen von der Tribüne zu holen und durch Durchsagen im Stadion darum zu bitten, auf den Rängen nicht mehr zu hüpfen. Dies habe funktioniert.

Während des DFB-Pokalspiels gab es Durchsagen im Stadion

Nicht vorhersehbare Materialermüdung als Grund

Wolfgang Schwenke, kaufmännischer Geschäftsführer der Störche, sprach von der „Verformung eines Trittbleches“ durch eine „nicht vorhersehbare Materialermüdung“. Für die Zuschauer bestand zu keinem Zeitpunkt eine direkte Gefahr“. Die Teilräumung sei eine „reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen. Für heute soll ein Ortstermin mit den Sicherheitsorganen anberaumt sein. Schon am Sonntag erwarten die Störche in der Zweiten Liga Greuther Fürth.

Polizei beschlagnahmt Protokolle des Sicherheitsdienstes

Nach KN-Informationen ist unklar, wann genau der Defekt an der Tribünen-Konstruktion aufgetreten ist. Nähere Untersuchungen sollen nun Klarheit darüber verschaffen, wie es zu dem eingeknickten Stahlteil kommen konnte. Die Polizei ließ zunächst die Protokolle des Sicherheitsdienstes beschlagnahmen.

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