sp-KSV-VS-HSV-162105 Noah Awuku erzielte in den Schlussminuten einen Treffer für die KSV Holstein. © Paar
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Holstein tankt mit 5:3 gegen HSV Selbstvertrauen

Entwarnung für Ducksch – Schmidts Treffer „Tor des Monats“?

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Wenn sich nervöse Anspannung in reine Vorfreude verwandelt: Die Art und Weise, wie Holstein Kiel den Bundesliga-„Dino“ Hamburger SV am Mittwochabend in Neumünster mit 5:3 (1:2) in die Schranken gewiesen
hatte, regte den Appetit der KSV-Fans auf den Heimstart der Störche in der Zweiten Fußball-Bundesliga am 30. Juli weiter an. Eine weitere positive Meldung folgte am Tag danach. Marvin Ducksch, formstarker Stürmer und Elfmeterschütze zum ersten Kieler Tor gegen die Hanseaten, schlenderte in Badelatschen zum Training der Kollegen. Verflogen die Furcht vor einer schweren Verletzung. „Nach einem Eckball habe ich einen Tritt bekommen und bin dann umgeknickt. Ich hatte plötzlich starke Schmerzen“, so der 23-jährige Aufstiegs-Held.

Eine Röntgen-Untersuchung brachte die Entwarnung: Lediglich eine Prellung des Schienbeins, heute will Ducksch schon wieder im Kreis der Mannschaft gegen den Ball treten. Und dabei –wenn möglich – Kenneth Kronholm beim Torschusstraining überwinden. Der Störche-Keeper hatte gegen den HSV nicht seinen besten Tag. Beim 0:1
(Strafstoß von Aaron Hunt/6.) hatte er etwas zu spät seinen Kasten verlassen und beim finalen Rettungsversuch Luca Waldschmidt elfmeterreif von den Beinen geholt. Beim 0:2 missriet der Versuch, Patrick Herrmann anzuspielen, komplett. Filip Kostic (10.) erahnte den Passweg, spritzte dazwischen und schob die Kugel locker ins leere Tor.  „Nicht schlimm. Aus dieser Szene wird Kenneth lernen. Auch in der Zweiten Liga laufen die Gegner den Torwart schneller an als bislang, sie antizipieren besser“, sagte Störche-Erfolgscoach Markus Anfang.

Kronholm selbst übte sich in Selbstkritik, nahm seinen Bock aber auch mit der ihm eigenen Prise Humor: „Besser
heute als im Punktspiel. Und beim Elfmeterpfiff habe ich von Schiedsrichter Patrick Ittrich den Video-Beweis eingefordert.“  Hintergrund des Gags: Just zu diesem Thema hatte der Unparteiische von Neumünster nur 27 Stunden vor dem Duell gegen den HSV vor den Holstein-Profis im Nachwuchsleistungszentrum Projensdorf referiert. „Die Mannschaft hat nach dem schnellen 0:2 eine tolle Reaktion gezeigt“, lobte Kronholm dann im Ernst seine Mitstreiter. Und stieß damit ins gleiche Horn wie Anfang. „Plötzlich liegst du nach zehn Minuten und keiner Chance des Gegners mit 0:2 hinten. Eine gute Erfahrung, auf diesem Niveau werden Fehler gnadenlos bestraft“, so
der 43-Jährige, der seinen Schützlingen eine ordentliche Leistung in einem guten Test bescheinigte.

Überbewerten mochte Anfang das Ergebnis naturgemäß nicht. Dass der sechste Sieg im achten Test der Saisonvorbereitung ohne Niederlage verdient und gut für das Selbstvertrauen des Zweitliga-Aufsteigers war, daran allerdings ließ der Fußball-Lehrer trotz seiner Tritte auf die Euphoriebremse keinen Zweifel. Zum guten Gefühl trugen auch seine beiden Youngster Utku Sen (19) und Noah Awuku (17) bei, die mit ihren Treffern in der 89. und 90. Minute den Achtungserfolg perfekt gemacht hatten. Zum „Spieler des Tages“ wurde Störche-Flügel Steven Lewerenz gewählt. Sein Volleyschuss zum zwischenzeitlichen 2:2 (70.) war sehenswert – und geriet dennoch in den Hintergrund. Denn der 70-m-Strahl (!) von Dominik Schmidt zum 3:2 (77.) dürfte dem Kieler
Innenverteidiger eine Nominierung zum „Tor des Monats“ bescheren. „Ich habe schnell gesehen, dass Julian Pollersbeck im HSV-Tor immer weit vor seinem Kasten stand. Beim ersten Versuch habe ich den Ball noch nicht richtig getroffen, beim zweiten aber optimal mit dem Vollspann. So ein Tor ist mir in meiner Karriere noch nie
gelungen“, lachte Schmidt nach dem Schlusspfiff.

Der Patzer des 1,95 Meter großen U21-Europameisters war nicht das einzig Blamable, was der HSV an diesem Abend den 6000 Zuschauern offerierte: Mut, Kreativität, erkennbares Spielsystem, mannschaftliche Geschlossenheit – Holsteins Tugenden blieben bei den fehlerhaft und einfallslos agierenden Rothosen über weite Strecken der Partie unsichtbar. Cheftrainer Martin Gisdol lächelte den desolaten Auftritt professionell weg: „Wir sind erst seit zwei Wochen im Training und haben noch viel Zeit bis zum Saisonstart.“ Am 19. August kommt der FC Augsburg in den Volkspark ...

Region/Kiel Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga

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