westtribüne Volle Ränge auf der Westtribüne des Holstein-Stadions. Bis zum Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth sollen die Mängel behoben sein. © Paesler
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Die Problem-Tribüne von Holstein Kiel: Es waren die Schrauben

Verein kündigt nach dem DFB-Pokal-Spiel gegen Braunschweig schnelle Beseitigung der Mängel an. Neue Abnahme vor dem nächsten Spiel.

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Fußball-Zweitligist Holstein Kiel will mögliche Sicherheitsbedenken an seiner Westtribüne schnell aus der Welt schaffen. Nachdem sich im Laufe der DFB-Pokal-Partie im Holstein-Stadion gegen Eintracht Braunschweig am Freitag eine Bodenplatte im Block I unter dem Druck hüpfender Fans verformt hatte, geht der Verein jetzt davon aus, den Fehler gefunden zu haben. Mehrere Quellen sprachen am Montag von einem Problem mit den Schrauben der Bodenplatte.

​Westtribüne soll beim Heimspiel gegen Greuther Fürth einsetzbar sein

Holstein Kiel kündigte an, das weitere Vorgehen mit dem Bauordnungsamt und der Stadt abzustimmen. Die ist Eigentümerin des Holstein-Stadions, der Verein genießt Hausrecht. Aus der städtischen Pressestelle hieß es: „Die statische Überprüfung läuft noch“, so Sprecher Arne Gloy. Wolfgang Schwenke, kaufmännischer Geschäftsführer der KSV, sagte am Montag, dass „der Fehler erkannt“ worden sei und innerhalb von zwei Tagen behoben werden solle, damit am Donnerstag die Freigabe erfolgen könne. Zur anschließenden Überprüfung sei auch „jemand vor Ort, den die Stadt beauftragt hat“, ergänzte Gloy. Diese Kontrolle sei spätestens für Freitag vorgesehen. Die nächste Heimpartie steht am Sonntag gegen Greuther Fürth an. „Ich gehe davon aus“, so Schwenke weiter, „dass die Westtribüne dann zu 100 Prozent einsetzbar ist.“ Einen Plan B habe Holstein nicht. Schwenke betonte erneut, dass im Pokalspiel am Freitag „Zuschauer zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren“.

Abbruch oder Unterbrechnung stand zur Disposition

Die Polizei Kiel hatte nach den Geschehnissen am Wochenende eine „vollumfängliche Ursachenforschung“ angekündigt. Im Laufe des Spieles waren Vertreter der Sicherheitsbehörde mit Verantwortlichen von Feuerwehr und Verein sowie Deutschem Fußball-Bund und TV-Sender Sky zusammengetreten. Die Leitung oblag dem polizeilichen Einsatzleiter Frank Matthiesen. Eine Unterbrechung oder gar ein Abbruch des Spiels standen im Raum. Gemeinsam hatte dieser Krisenstab die Entscheidung getroffen, den betroffenen Bereich zu entlasten und Zuschauer in andere Tribünenblocks zu bitten. Ob es sich um 80 oder einige Hundert Gäste handelte, wie der Verein am Montag mitteilte, ließ sich nicht mehr nachvollziehen. Lautsprecherdurchsagen forderten die verbliebenen Fans auf, das Hüpfen einzustellen.

Polizei sieht noch keinen strafrechtlichen Aspekt

Dass die Polizei Sicherheitsdienst-Protokolle überprüft habe, sei auf Ermittlungen im Bereich der Gefahrenabwehr zurückzuführen, sagte Matthias Arends von der Polizeidirektion Kiel am Montag. „Stand jetzt sehen wir noch keinen strafrechtlichen Aspekt“, so der Sprecher, „die Prüfung läuft aber noch.“

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