08. März 2018 / 11:23 Uhr

Jetzt ist Hoffmann die letzte Hoffnung des HSV

Jetzt ist Hoffmann die letzte Hoffnung des HSV

Tom Vaagt
Bernd Hoffmann ist wieder der starke Mann beim HSV. Er darf sich keine Fehler leisten, kommentiert SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.
Bernd Hoffmann ist wieder der starke Mann beim HSV. Er darf sich keine Fehler leisten, kommentiert SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt. © dpa
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Der Hamburger SV trennt sich von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Manager Jens Todt - eine konsequente Entscheidung. Nun ist der neue starke Mann gefordert. Klar ist: Bernd Hoffmann darf sich keinen Fehler leisten.

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HSV stellt Heribert Bruchhagen und Jens Todt frei

Alles auf neu. Wieder einmal. Dieses Mal traf es beim HSV nicht den Trainer, der Einschnitt ist tiefer: Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Manager Jens Todt müssen beim HSV gehen. Das ist angesichts der desaströsen sportlichen und finanziellen Lage konsequent. Der erste Abstieg der Vereinsgeschichte scheint kaum noch abwendbar, die Zukunft in Liga zwei muss zeitnah geplant werden. Mit neuem Personal. Der bisherigen Führung wäre das angesichts zahlreicher Transferflops und dem bei Großteilen der Fans verlorengegangenem Vertrauen kaum zuzutrauen gewesen.

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Für den HSV ist der Neuaufbau eine Chance. Das klingt zunächst gut. Allerdings hat der Verein in den vergangenen Jahren derart viele Möglichkeiten auf und abseits des Platzes vergeben, dass sich Aufbruchstimmung nur schwerlich einstellen dürfte. Dass dem Klub nach 55-jähriger Bundesliga-Zugehörigkeit vorerst wohl nur noch neun Erstliga-Spiele bleiben, tut sein Übriges. Am Wochende geht es zu den Bayern. Es könnte eine traurige Abschiedstour werden.

Ändern kann, will und soll das nun ein Mann: Bernd Hoffmann. Der frühere HSV-Vorstandschef (2003 bis 2011) ist seit vergangenem Monat zurück - als Präsident des Gesamtvereins und als Mitglied des Aufstichtsrats. Zunächst ließ er sich überraschend nur zum stellvertretenden Boss des Kontrollgremiums küren, am Donnerstag übernahm er dann wie ursprünglich angekündigt den Vorsitz - und war die treibende Kraft hinter den Abberufungen von Bruchhagen und Todt.

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Hoffmann will beim HSV aufräumen. Das ist nach dem Absturz der vergangenen Jahre auch dringend nötig. Der einst so stolze Verein wurde immer mehr zum Gespött. Ob die Erstliga-Uhr im Stadion, das Dino-Maskottchen, selbst die Verpflichtung des derzeitigen Trainers und einstigen Fan-Lieblings Bernd Hollerbach - vieles, wofür der Verein steht, zeigt: Man lebt vor allem in der Vergangenheit. Das muss Hoffmann ändern. Er muss dem Verein eine Identität für Gegenwart und Zukunft geben. Und er darf sich keine Fehler bei der Auswahl neuen Personals erlauben.

In den vergangenen Jahren sagten viele gerade verpflichtete Trainer oder Manager bei ihren Vorstellungen, dass der HSV "ein großer Verein" sei. Das ist falsch. Der HSV war ein großer Verein. Hoffmann und sein Gefolge müssen den Klub wieder auf Kurs bringen. Die Voraussetzungen könnten nicht schwieriger sein: Fast sichere Zweitklassigkeit, miese Stimmung, finanzielle Abhängigkeit von Gönner Klaus-Michael Kühne.

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Hoffmann dürfte wissen, welche Aufgabe er sich aufgehalst hat. Kann er die Probleme wirklich lösen? Er muss. Es gibt keine Alternative. Bewältigt Hoffmann diese Aufgabe nicht, wird der HSV in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

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