18. Januar 2018 / 14:10 Uhr

HSV-Star Arp: Klassenerhalt oder Wechsel? „Man muss sich fragen, ob es sinnvoll ist“

HSV-Star Arp: Klassenerhalt oder Wechsel? „Man muss sich fragen, ob es sinnvoll ist“

Alexander Holzapfel
Jann-Fiete Arp gehört zu den größten Talenten des Hamburger SV. Bei einem Abstieg könnte er den HSV aber schon verlassen.
Jann-Fiete Arp gehört zu den größten Talenten des Hamburger SV. Bei einem Abstieg könnte er den HSV aber schon verlassen. © imago/Montage
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Der Hamburger SV spielt in der Rückrunde der Bundesliga nicht nur um den Klassenerhalt – sondern wohl auch um die Zukunft des großen Sturmjuwels Jann-Fiete Arp. Im Gespräch mit dem SPORTBUZZER macht der Vater des Youngsters deutlich, dass sich Arp beim HSV wohlfühlt, sich die Lage bei einem Abstieg allerdings ändern könnte.

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Geht er? Bleibt er? Fast mehr als die Abstiegsfrage wird rund um den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV derzeit diskutiert, wohin der Weg seines jungen Sturmtalents Jann-Fiete Arp (18) führt. Für bis 2019 hat der jüngste Bundesliga-Torschütze der HSV-Geschichte einen Vertrag bei den Hamburgern. Im Sommer könnten die Norddeutschen noch mal richtig Kasse machen, ehe Arp ein Jahr später ablösefrei wechseln dürfte. Der HSV will den Kontrakt mit seinem größten Juwel so schnell es geht verlängern. Von einem Fünf-Jahres-Vertrag schrieb die Sport Bild zum Wochenbeginn. Noch in diesem Monat finden die Verhandlungen statt.

„Der HSV wird uns sicher ein gutes Angebot machen, wir wollen noch im Januar die Gespräche aufnehmen“, sagt Arps Vater Falko, der anscheinend auch wenige Tage nach Fietes 18. Geburtstag ein gewichtiges Wort um die Zukunft seines Sohnes mitzureden hat, dem SPORTBUZZER. „Ich passe auf, dass alles in die richtigen Bahnen geht. So ein junger Mann trifft ja manchmal viel emotionsgeladenere Entscheidungen als jemand mit Lebenserfahrung.“

Jann-Fiete Arp in Bildern

Das HSV-Talent Jann-Fiete Arp feiert am 6. Januar seinen 18. Geburtstag. Zur Galerie
Das HSV-Talent Jann-Fiete Arp feiert am 6. Januar seinen 18. Geburtstag. ©
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Papa Arp: „Wenn der HSV absteigen sollte, muss man sich fragen, ob es sinnvoll ist, in die 2. Liga mitzugehen.“

Den Hamburgern dürfte Hoffnung machen, was Papa Arp vor den entscheidenden Wochen in den Verhandlungen über die Ambitionen seines Sohnes sagt. Der gelernte Koch und vielfache Immobilienbesitzer aus dem Landkreis Segeberg in Schleswig-Holstein: „Fietes Traum ist, den Klassenerhalt zu schaffen und den HSV weiter zu unterstützen, so lange es geht. Sein Herz hängt am HSV.“ Doch die Arps wissen auch, dass permanenter Abstiegskampf oder gar der Weg ins Unterhaus die Entwicklung des Junioren-Nationalspielers behindern kann. Vater Arp deutlich: „Wenn der HSV absteigen sollte, muss man sich fragen, ob es sinnvoll ist, in die 2. Liga mitzugehen.“

Zudem ist die Liste der Interessenten, die Fiete Arp gern unter Vertrag nehmen würden, sportlich wie finanziell dem HSV um gefühlte Lichtjahre voraus. Internationale Topklubs stehen Schlange bei den Arps. Vater Falko: „Alle attestieren Fiete eine große Zukunft. Es sind große Klubs hinter ihm her. Kaum einer will ihn nicht haben. Nur Chelsea hat sich nie bei uns gemeldet, obwohl das so oft kolportiert wurde.“ Nach SPORTBUZZER-Informationen sind Borussia Dortmund und Tottenham Hotspur die aussichtsreichsten Kandidaten. Angeblich bietet der Premier-League-Klub Fiete 25 Millionen Euro für einen Vier-Jahres-Vertrag. Arp senior dementiert: „Davon weiß ich nichts“, erklärt aber auch: „Es darf ja noch gar keiner mit Geld wedeln. Erst wenn Fietes Vertragsrestlaufzeit weniger als zwölf Monate beträgt, dürfen konkrete Angebote unterbreitet werden. Klar werden schon mal Signale gesendet. Aber was bringt’s? Am Ende kann doch jeder sagen, dass alles nur Spaß war.“

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Arp Fan von Harry Kane und Tottenham

Für die Engländer spricht, dass sie so etwas wie der Lebenstraum des jungen Fietes in noch jüngeren Jahren gewesen sind. „Harry Kane ist ja sein Lieblingsspieler“, berichtet Falko Arp über seinen einzigen Sohn. „Darum ist Tottenham ein Klub, den er toll findet.“ So toll, dass sich beide in der Winterpause ein Spiel der Spurs live in London angeschaut haben. „Wir haben dort aber mit keinem Verein gesprochen“, sagt Falko Arp. „Das haben wir auch schon vor der Abreise gesagt.“ Der Kurztrip war zudem recht unangenehm. Arp: „Leider lag Fiete dort mit Grippe im Bett.“

Ein zweiter Ausflug auf die Insel ist erst mal nicht geplant. Und es scheint wirklich, als warteten die Arps nur auf ein finanziell lukratives Angebot der Hamburger, um einzuschlagen. Falko Arp: „Eigentlich soll es der HSV sein.“ Ein Wechsel sei immer mit Risiken behaftet, der Wohlfühlfaktor sei groß beim HSV. „Das eine muss zum anderen passen. Es muss Sinn machen“, sagt Arp. Und: „Wichtig ist vor allem, dass es Fiete Spaß macht.“ Der plötzliche Starrummel um den jungen Mann, der in diesem Jahr gerade erst sein Abitur zu Ende bringen wird, soll jedenfalls nicht bedeuten, dass der vom Abstieg bedrohte HSV raus ist aus den Zukunftsplänen der Arps. Ganz im Gegenteil: „Am liebsten möchte Fiete bei Mama und Papa bleiben“, verrät Papa Arp. „Das ist in so einem Alter doch auch normal.“

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