09. Februar 2018 / 21:27 Uhr

HSV vor Krisen-Duell gegen Dortmund: Die Gründe für den Hamburger Tiefflug

HSV vor Krisen-Duell gegen Dortmund: Die Gründe für den Hamburger Tiefflug

Andreas Hardt
Der Hamburger SV steht wieder vor dem Abstieg. Wir haben die Gründe für den HSV-Tiefflug.
Der Hamburger SV steht wieder vor dem Abstieg. Wir haben die Gründe für den HSV-Tiefflug. © Getty
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Zwei Spiele, zwei Remis - und nicht viel Grund für Euphorie. Der Hamburger SV befindet sich nach dem Trainerwechsel zu Bernd Hollerbach noch immer in akuter Abstiegsgefahr. Warum will es beim HSV einfach nicht klappen? Die Gründe hier!

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Wenigstens hat der Hamburger SV seit Bernd Hollerbachs Amtsantritt nicht mehr verloren. Zwei Unentschieden unter dem neuen Trainer kann man auch positiv deuten. Gerade wenn man als Tabellen-17. der Fußball-Bundesliga zum wiederholten Mal in schwieriger Situation auf die Zielgerade der Saison einbiegt. Ihn interessiere nur die Zeit, seit er am Ruder ist, sagt Hollerbach. Und in der Zeit sei der HSV noch ungeschlagen. Aber ansonsten? Gibt es keinen Anlass, die Situation vor dem Spiel beim BVB positiv zu bewerten.

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Die Gründe für den HSV-Tiefflug!

Die Klubführung: Der Fisch, sagt man im Norden, stinkt am Kopf zuerst. Beim HSV aber haben die Faulgase von vorn den ganzen Vereinskörper erfasst. Schon der letzte erfolgreiche Vereinspräsident Bernd Hoffmann agierte am Ende fehlerhaft, häufte 20 Millionen Euro Verbindlichkeiten an und wurde 2011 aus dem Amt gejagt. Der Politiker Carl Jarchow verwaltete danach ohne sportliche Ideen den Niedergang, was zur Ausgliederung der Profiabteilung 2014 führte. Deren Vorsitzender Dietmar Beiersdorfer warf mit Millionen um sich und brachte den Klub in eine große Abhängigkeit von Investor Klaus-Michael Kühne. Beiersdorfer musste 2016 gehen. 105 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasten den HSV. Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat den Sanierungsfall offenbar unterschätzt, Sportchef Jens Todt ist für eine miserable Kaderplanung verantwortlich. Beide müssen spätestens zum Saisonende gehen. Jeder weiß das, keiner sagt es – bisher.

Druck durch Tradition: Die Uhr! Mehr Druck geht nicht. Seit Gründung der Bundesliga dabei. Aber da ist noch viel mehr: Seit in Deutschland organisiert Fußball gespielt wird, war der 1887 gegründete Klub und sechsmalige deutsche Meister immer erstklassig und ist nie abgestiegen. Wer will da der Erste sein?

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Verfehlte Kaderplanung: Gibt es. Am schlimmsten: kein Toptorwart, der Spiele gewinnt. Kein Ersatz für den schwer verletzten Nicolai Müller. Michael Gregoritsch hat der Verein nach Augsburg gehen lassen und den Vertrag mit Bobby Wood verlängert. Im Kader findet sich kein Profi, der spielerische Lösungen in der Offensive findet. Außer manchmal Aaron Hunt. Aber der wirkt hin und wieder wie ein Rennauto, das 200 000 Kilometer hinter sich hat.

Die Suche nach DEM Trainer: Seit der Entlassung von Torsten Fink 2013 agieren nur Feuerwehrleute. Aber die löschen Brände, sie bauen nichts auf. Thomas Tuchel hatte zugesagt, entschied sich aber doch für Dortmund. Verständlich.

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