DSC_3006 Während der FC Hude (blau) endgültig absteigen muss, verbleibt der SV Tur Abdin (gelb-orange) in der Bezirksliga. © Ingo Moellers
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Hudes Einspruch wurde abgelehnt

Damit muss der FCH wie gehabt in die Kreisliga absteigen, der SV Tur Abdin bleibt Bezirksligist

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Alles bleibt beim Alten: Der FC Hude muss den Gang in die Fußball-Kreisliga antreten, der SV Tur Abdin Delmenhorst bleibt dagegen auch in der kommenden Saison Bezirksligist. Nachdem der FCH in der vergangenen Woche Protest gegen die Abschlusstabelle der abgelaufenen Bezirksliga-Saison eingelegt hatte, fand am Donnerstag in Großenkneten-Sage die Verhandlung vor dem Bezirkssportgericht statt. Und der Vorsitzende Peter Bartsch erteilte dem Protest der Huder eine Abfuhr, da ihnen für einen Einspruch die Rechtsgrundlage fehle.

Aber was war eigentlich passiert, dass die Huder Protest einlegten, und was hat Tur Abdin damit zu tun? Ein Rückblick: Am finalen Spieltag der Saison 2016/17 schoben sich die Delmenhorster durch einen 5:1-Sieg beim STV Wilhelmshaven am FCH vorbei, der dadurch auf einen Abstiegsrang abrutschte. Für Tur Abdin stand damals in Wilhelmshaven ein gewisser Manuel Celik mit der Rückennummer 33 die kompletten 90 Minuten auf dem Platz. Doch dieser hatte laut Peter Burgdorf, Vorsitzender des FCH, im vorletzten Spiel gegen den FC Rastede die fünfte Gelbe Karte gesehen und hätte daher beim Saisonfinale gesperrt sein müssen. Doch es kam offenbar zu einer Verwechslung, als der damalige Schiedsrichter die Gelbe Karte in das DFB-Net eintrug. Er bemerkte, dass es im Spielbericht gar keine Rückennummer 33 gab und trug die Verwarnung dafür bei der 99 ein (Lukas Mutlu). Da die Huder um Peter Burgdorf davon ausgingen, dass Tur Abdin von diesem Fehler gewusst und Celik wissentlich trotzdem eingesetzt hatte, legten sie Protest ein.

Und so paradox das nun auch klingen mag: Prinzipiell gab der Vorsitzende des Sportgerichtes Peter Bartsch dem FCH Recht, dennoch schmetterte er ihren Protest ab. „Der Einspruch des FC Hude kann demnach im Ergebnis keinen Erfolg haben, da es bereits an der notwendigen Einspruchsberechtigung fehlt“, heißt es im schriftlichen Urteil. Denn der Verein sei nicht direkt betroffen gewesen, nach der Verfahrensordnung des Niedersächsischen Fußballverbands ist das aber notwendig. Oder anders gesagt: Nur der FC Rastede oder STV Wilhelmshaven hätten Protest einlegen können.

Wie der FC Hude nun mit dieser Entscheidung umgeht? „Erst mal brauchen wir noch etwas Zeit, um das zu verdauen. Wir haben Recht, bekommen aber kein Recht. Das ist schwer zu verstehen“, sagte der Sportliche Leiter Torsten Voigt. Ob der Verein Protest einlegt, wisse er aber noch nicht. In der kommenden Woche möchten die Verantwortlichen nach Voigts Angaben das weitere Vorgehen besprechen. Die Erfolgsaussichten seien aber nicht sonderlich groß, wie er erzählt. „Sowohl der DFB als auch der NFV sprechen immer wieder über Fair-Play, aber ob so eine Entscheidung damit viel zu tun hat, weiß ich nicht. Man sollte sich Gedanken über diese Regelung machen“, kritisierte Hudes Sportlicher Leiter.

Eine andere Gemütslage herrschte dagegen bei Tur Abdin. „Wir waren von unserem Standpunkt überzeugt, aber eine gewisse Erleichterung herrscht jetzt doch. Schließlich hat diese Angelegenheit schon gestört“, sagt der Sportliche Leiter von Tur Abdin, Edib Özcan. Denn wegen des schwebenden Verfahrens habe der Verein die Planungen für die kommende Saison erst einmal auf Eis gelegt. Zu der Gelben Karte, der Verwechslung und ob der Verein davon wusste, wollte er sich derweil nicht weiter äußern. Gleichzeitig sagt er aber auch, dass er den Protest des FC Hude nachvollziehen könne. Özcan: „Wir hätten sicherlich ähnlich gehandelt.“ Aus dieser ganzen Angelegenheit habe der Verein jedoch auch etwas mitgenommen, wie Özcan sagt. In Zukunft werde er noch genauer auf den Spielbericht achten, wenngleich man diesbezüglich schon akribisch arbeite.

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems FC Hude (Herren) SV Turabdin Delmenhorst (Herren) Bezirksliga Bezirk Weser-Ems 2 (Herren)

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