IMG_1249 Steven Lewerenz ist umringt von unzähligen Fans der Störche. © Paesler
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Hunderte Fans stürmten den Platz

Nach dem Sieg gegen den Halleschen FC  gab es nach dem Schlusspfiff kein Halten mehr.

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Als Schiedsrichter Robert Schröder am Sonnabend um 15.22 Uhr das für unbestimmte Zeit letzte Drittliga-Spiel von Holstein Kiel abpfiff, gab es für die KSV-Fans unter den 9243 Zuschauern kein Halten mehr. Trotz der schon vor dem Spiel und in der Halbzeitpause mehrmals von Stadionsprecher York Lange verkündeten Bitte, auf den Rängen zu bleiben, folgte ein (friedlicher) Platzsturm. So musste die von der Mannschaft für den Saisonabschluss vorbereitete Choreographie, als dessen Höhepunkt Fußballgott Patrick Herrmann endlich zu seinem ersten Drittliga-tor kommen sollte, im Holstein-Stadion leider ersatzlos ausfallen.

Von der Randale, die die Hallenser Anhänger in den letzten 20 Minuten des Spiels in der Gästekurve veranstalteten, ließ sich das Kieler Publikum die allerbeste Feierstimmung nicht verderben. Während die Fans zu ihren Helden strömten, um sie zu umarmen oder mit ihren Kindern zu Selfies zusammenzustellen, kreisten die Schampusflaschen im Magnum-Format, um sich direkt in die durstigen Kehlen der Aufstiegs-Profis zu entleeren oder meterhohe Fontänen zu erzeugen. Mittenmang Patrick Kohlmann, der nach seinem mutmaßlich letzten Spiel für die KSV völlig erschöpft, aber glücklich war. „Ich hätte schon zur Halbzeit raus gemusst, so platt war ich. Aber der Trainer sagte: ,Keine Chance‘. Aber es ist der Wahnsinn, dass ich im letzten Spiel noch mal ran durfte, besonders nach meiner langen Leidenszeit“, sagte der 34-jährige Linksverteidiger, der seit Mitte September vergangenen Jahres wegen eines Bandscheibenvorfalls ausgefallen war.

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Als führende Feierbiester etablierten sich der heimliche Kapitän Dominic Peitz und Holsteins Urgestein Tim Siedschlag, die auf einer Auswechselbank stehend die Choräle der Fans initiierten und dirigierten. „Nie mehr Dritte Liga – Humba, humba, täterä – Wir holen die Meisterschaft und den Pokal, Holstein Kiel international“ waren Haupt-Acts der kollektiven Glückseligkeit. In wechselnder Reihenfolge stiegen auch noch Dominik Schmidt, Dominick Drexler, Kingsley Schindler und natürlich das unverzichtbare Idol Patrick Herrmann auf die improvisierte Bühne. Noch einmal dröhnte ein leidenschaftliches „Nur Holstein Kiiiiiiiiel“ aus allen Stimmbändern,ehe sich die Mannschaft um 15.40 Uhr in die Kabine zurückzog, um sich für den Autokonvoi in Richtung Rathaus wieder hübsch zu machen.

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