11. Februar 2018 / 19:01 Uhr

Husmann zurück bei der SG Aumund-Vegesack

Husmann zurück bei der SG Aumund-Vegesack

Jens Pillnick
Nils Husmann
Nils Husmann (am Ball, im Dezember 2014 gegen Türkspor), der von 2010 bis 2015 dür die SAV stürmte, ist zurück. © Christian Kosak
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Nach einer Auszeit geht der Stürmer ein zweites Mal für den Bremen-Ligisten auf Torejagd

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Nils Husmann hat fünf Herrenjahre für den VfL 07 gekickt und fünf für die SG Aumund-Vegesack. Dieses Gleichgewicht endet jetzt. Denn der 30-Jährige ("EinWandervogel bin ich nicht gerade"), der von Sommer 2010 bis Sommer 2015 für die Nordbremer auf Torejagd ging, ist zurückgekehrt – zumindest für eine Halbserie. Zurückgekehrt zu dem Verein, mit dem er 2013 seine sportlichen Highlights erlebte. Erst bezwang er mit der SAV im Lotto-Pokal-Finale den FC Oberneuland, dann lief er unter dem damaligen Trainer Kristian Arambasic im DFB-Pokal mit der SAV gegen den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim auf.

Jetzt arbeitet die SAV unter Coach Björn Krämer daran, den Glanz von damals aufzupolieren und nach mehreren personellen Neuanfängen wieder für Kontinuität beim Bremen-Ligisten zu sorgen. Kontinuität, die allerdings wieder einmal einen Dämpfer erhalten hat, denn mit Damir Begic, Firas Tayari (beide Bremer SV) und Phillip Barnat (TSV Farge-Rekum) haben drei Spieler in der Winterpause den Verein verlassen, die Björn Krämer nicht abgeben wollte.

Und genau bei diesen Abgängen beginnt die Story über den Zugang und Rückkehrer Nils Husmann. Denn der hatte nach seiner Rückkehr zum VfL 07 zwei Jahre lang gespielt und auch seine fast obligatorischen 13 und zehn Treffer erzielt. Sich dann allerdings im Sommer vergangenen Jahres aus beruflichen und familiären Gründen zurückgezogen und pausiert. Auf
unbestimmte Zeit, möglicherweise für immer. Doch es folgte das Ansinnen von Björn Krämer, der seinen Ex-Spieler und langjährigen Mannschaftskameraden beim VfL 07 und bei der SAV von der Rückkehr aufs Spielfeld zu überzeugen versuchte und letztlich überzeugte oder womöglich überredet. "Björn hat mich gefragt, ob ich helfen kann. Und ich werde es so gut versuchen wie möglich", erklärt Husmann, der eine 14 Monate alte Tochter hat und als Lieferantenmanager in der Automobilindustrie viel im In- und Ausland auf Achse ist.

Wegen der Familie und wegen des Jobs war der flinke Stürmer seinerzeit von der Bremen-Liga-Bühne abgetreten. "Weil ich glaubte, den eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden zu können", blickt Husmann zurück. Jetzt hätte der Fußball zwar nicht mehr oberste Priorität, doch die personelle Not bei der SAV und der langjährige gemeinsame Weg mit
Björn Krämer hätten den Ausschlag zur Rückkehr gegeben. Eine Rückkehr, die Erwartungen und Hoffnungen weckt. Schließlich hat mit Damir Begic der beste Torschütze die SAV verlassen und Nils Husmann ist für seine Qualitäten vor dem Tor bekannt. Laut transfermarkt.de hat der 30-Jährige in 185 Bremen-Liga-Spielen 98 Tore erzielt – eine Topbilanz. Eine
Bilanz, die Nils Husmann selbst nicht kannte und die nach halbjähriger Pause und der angesprochenen Verschiebung der Prioritäten auch eine Last sein kann. "Die Erwartungen sind groß. Ob ich sie erfüllen kann, muss man mal sehen", gibt er sich diplomatisch. Jetzt müsse er erst einmal daran arbeiten, dass er wieder fit werde, sei diesbezüglich aber "guter
Dinge".

Guter Dinge ist Nils Husmann auch hinsichtlich des weiteren Verlaufes der Saison 2017/18. Im Training habe er eine hoch motivierte Mannschaft erlebt, die natürlich ein ganz
anderes Gesicht hat als bei seinem Abschied 2015 und der folgenden Abwanderungswelle. Von damals sind nur Muhamed Hodzic und Ferdi Uslu geblieben, darüber hinaus kennt er Nick Enghardt, Marco Prigge, Andreas Radke und Marcel Burkevics aus gemeinsamen Zeiten beim VfL 07. Mit Hodzic stand Nils Husmann im August 2013 im DFB-Pokal gegen die TSG 1899 Hoffenheim gemeinsam auf dem Platz und musste sich nach einem 0:0 zur Halbzeit am Ende mit 0:9 geschlagen geben. Die Saison mit dem Pokalsieg gegen den FC Oberneuland und dem Spiel im DFB-Pokal betrachtet Nils Husmann, der sich auf der rechten Außenbahn am wohlsten fühlt, so: "Damit sind wir für die Jahre harter Arbeit belohnt worden. Das war die Rechtfertigung für den großen Aufwand."

Gegen eine Wiederholung eines solchen Erfolges hätte bei der SAV verständlicherweise niemand etwas einzuwenden. Und da die SAV im Pokal überwintert, ist theoretisch alles möglich. Im Viertelfinale trifft die SAV auf den Klassengefährten Habenhauser FV, einen Gegner, den Husmann "auf Augenhöhe" sieht: "Wer den besseren Tag erwischt, der kommt
weiter." Ohnehin sei der Pokalwettbewerb durch den Sieg der Leher TS im Vorjahr für die ganze Liga ein Highlight geworden, auf das viele ein großes Augenmerk legen würden. Nils Husmann weiß schon von damals, wie sich eine Erfolgsstory im Pokal auswirken kann: "Der Pokal kann einen durch die Saison tragen." Ab sofort kann und will der Lotto-Pokal-Sieger von 2013 helfen, die SAV auch bei diesem Unterfangen zu unterstützen.

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