14. Juni 2018 / 09:37 Uhr

"Ich war bis zur U19 ein Spätentwickler": 96-Profi Timo Hübers im Interview (Teil 3)

"Ich war bis zur U19 ein Spätentwickler": 96-Profi Timo Hübers im Interview (Teil 3)

Dirk Tietenberg
Brauchte viel Geduld: 96-Profi Timo Hübers.
Brauchte viel Geduld: 96-Profi Timo Hübers. © imago/Pressefoto Baumann
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Im dritten und letzten Teil des Interviews mit Timo Hübers, Wirtschaftstudent und Profi von Hannover 96, spricht der Verteidiger über seine Jugend, seine Familie und Geduld.

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Timo Hübers, wir möchten Ihnen ein Eis spendieren als Belohnung für den Profivertrag. Welche Sorte?

Oh, danke. Eine Kugel Stracciatella würde ich nehmen.

Haben Sie schon als Jugendspieler ein Eis bekommen, wenn Sie ein Tor erzielt haben?

Jedenfalls nicht vom Reporter. In meiner Mannschaft gab es schon Spieler, die mal einen Euro bekommen haben oder ein Eis. Mein Papa hat immer nur gesagt: Gut gemacht! Wenn es nicht so gut lief, hat er mich immer daran erinnert, woran ich noch arbeiten kann.

Das ist aber hart. War Ihr Vater Ewald Ihr Förderer?

Ja. Trainer war er nicht, aber er gehört zu den drei oder vier Elternteilen, die immer dabei waren. Mein anderthalb Jahre älterer Bruder Oliver und ich haben uns immer angestachelt. Wir haben uns unendliche Duelle auf unserem Hof oder auf dem Bolzplatz geliefert. Das war eine coole Zeit.

Was ist aus Oliver geworden?

Er studiert Elektrotechnik und spielt in Hildesheim in der Landesliga. In der Landesliga laufen auch nicht nur Blinde rum.

Sportbuzzer Redakteur Dirk Tietenberg traf sich im Eiscafé Massimo zum Gespräch mit Timo Hübers.
Sportbuzzer Redakteur Dirk Tietenberg traf sich im Eiscafé Massimo zum Gespräch mit Timo Hübers. © Florian Petrow
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Wollten Sie beide immer Profis werden?

Wir waren fast zeitgleich bei der U 12 beim Probetraining in Hannover, er als Mittelfeldspieler, ich als Verteidiger. Er hatte Pech, weil er körperlich nicht so weit war wie ich und hat es nicht geschafft.

Waren Sie immer schon Verteidiger?

Nein. Ich habe als Torwart angefangen. Ein oder zwei Jahre hat es gedauert, da habe ich recht schnell gemerkt, dass es im Tor zu langweilig ist. In meinem Heimatdorf Diekholzen war ich Sechser, bei 96 in der Jugend aber schon immer Verteidiger.

Was können Sie Eltern und und Kindern sagen: Wie wird aus einem jungen Fußballer ein Profi?

Ich brauchte jedenfalls viel Geduld. Ich war bis zur U 19 ein Spätentwickler. Ich bekam spät einen Wachstumsschub und musste ich immer anders durchbeißen. Dann brauchte ich Disziplin. Wenn mein bester Kumpel den 16. Geburtstag feierte und ich sollte am nächsten Tag spielen, musste ich in den sauren Apfel beißen und zu Hause bleiben. Es gehört dann Glück dazu und Leute, die Dich mögen.

Also braucht man auch die richtigen Trainer?

Ja. Wenn ein Trainer dich nicht leiden kann, dann spielst du halt auch nicht.

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