12. September 2018 / 10:48 Uhr

"Ich will kein Geplautze": Dirk Havel trainiert den LFV Sachsen Leipzig

"Ich will kein Geplautze": Dirk Havel trainiert den LFV Sachsen Leipzig

Frank Müller
Dirk Havel steht aktuell an der Seitenlinie des LFV Sachsen.
Dirk Havel steht aktuell an der Seitenlinie des LFV Sachsen. © Christian Modla
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Der ehemalige Coach der SG Leipzig-Leutzsch will mit seinem neuen Team mittelfristig in die Stadtliga aufsteigen.

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Leipzig. Dirk Havel ist wieder da. Der Name ist Fußballinteressierten in Leipzig ein Begriff, der unterdessen 44-Jährige hat für Sachsen Leipzig gespielt, für Oberlausitz Neugersdorf, wo er auch Trainer war, und für Blau-Weiß Torgau. Gecoacht hat er zudem die SG Leutzsch, bis sie insolvent war. Was natürlich nicht seine Schuld als Trainer war.

Von 2014 bis 2015 trainierte er Dynamo Dresdens Zweite, bis sie vom Verein aufgelöst wurde. „Das war schade, denn dort haben wir wirklich professionell arbeiten können“, bedauert er. Da Havel beruflich nicht vom Trainerjob abhängig ist (er arbeitet in Leipzig für Porsche), folgte eine dreijährige Pause. Die habe ihm durchaus gut getan, betont er. Dann kam das Angebot, den Leutzscher FV (LFV) Sachsen Leipzig zu trainieren. Der Verein bildete sich praktisch aus Resten der SG Leutzsch, legte unter Trainer Michael Breitkopf drei Aufstiege bis in die Stadtklasse hin, wo sie nun auf Wunsch von Breitkopf sein Nachfolger übernahm.

Nachwuchsbereich muss aufgebaut werden

Havel war erst skeptisch, ob das nicht zu sehr nur eine Feierabendtruppe sei. „Doch ich war von dem spielerischen Potenzial angetan“, bekennt er, „und da habe ich zugesagt.“ Der Stadtklasse-Aufsteiger trägt seine Heimspiele auf dem Willi-Kühn-Sportplatz des SV Nordwest aus, trainiert auch dort, und zwar zweimal pro Woche. „Unser Ziel lautet wieder Aufstieg“, gibt Havel unumwunden kund. „Die Mannschaft hat eine gute Struktur.“ Stützen sind Kapitän David Eszenyi, Sebastian Goerler, Fawad Wororzay, Robert Oschmann und auch immer noch Nico Breitkopf der mit seinen 34 Jahren mitkickt, wenn es sein Job als Chef der Sportplatzkneipe an der Merseburger Straße zulässt. Er sicherte mit seinem Tor den 1:0-Auftaktsieg bei Blau-Gelb Kitzen. Und traf auch beim etwas ernüchternden 1:5 gegen Fortuna.

Zur angestrebten Spielkultur sagt Havel: „Ich will kein Geplautze. Wir wollen Spaß an schönem Spiel und natürlich auch Erfolg haben.“

So gut das oftmals schon gelingt, im Verein muss organisatorisch noch viel aufgebaut werden. Zum Beispiel ein kompletter Nachwuchsbereich. Ebenso ist die Gewinnung von Schiedsrichtern ein wichtiges Thema. „Es gibt da viele Baustellen“, weiß der Trainer, „aber es kümmern sich etliche positiv Verrückte mit viel Eigeninitiative darum. Getragen wird das zudem von Kleinsponsoren, die natürlich wichtig für uns sind.“

Das Vorhaben Aufstieg ist momentan ein Stück entrück, zuletzt setzte es ein 1:7 bei Blau-Weiß II, der LSV Sachsen ist nach vier Spieltagen Stadtklasse-Zwölfter.

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