14. April 2018 / 11:31 Uhr

IG ProVerein kritisiert Hannover 96 für Abstimmungsempfehlungen vor der Jahreshauptversammlung

IG ProVerein kritisiert Hannover 96 für Abstimmungsempfehlungen vor der Jahreshauptversammlung

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Martin Kind hat sich zu den eingereichten Anträgen auf Satzungsänderung geäußert.
Martin Kind hat sich zu den eingereichten Anträgen auf Satzungsänderung geäußert. © imago/Heuberger
Anzeige

Am kommenden Donnerstag findet die Jahreshauptversammlung von Hannover 96 statt. Im Vorfeld habe der Vorstand von Hannover 96 eine Abstimmungsempfehlung für die eingereichten Satzungsänderungsanträge abgegeben. Dieser Vorgang wird scharf kritisiert.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Der Vorstand von Hannover 96 habe im Vorfeld der Jahreshauptversammlung E-Mails an die Mitglieder des Vereins geschickt, in denen er eine Empfehlung für die eingereichten Anträge auf eine Satzungsänderung abgibt.

"Der Vorstand von Hannover 96 hat sich entschieden, bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung eine Abstimmungsempfehlung abzugeben, den Anträgen zweier Vereinsmitglieder auf Satzungsänderungen die Zustimmung zu verweigern", teilt die IG Pro Verein in einer Pressemitteilung mit.

Choreos, Spruchbänder, Schweigen: Die Proteste bei Hannover 96 in Bildern.

Zur Galerie
Anzeige

​IG ProVerein kritisiert 96-Vorgehensweise

Diesen Vorgang kritisiert die Interessengemeinschaft scharf. "Das zeugt nicht von Souveränität, wenn man meint, die eigentlich der Mitgliederversammlung vorbehaltene Erörterung bereits vorher – und vor allem einseitig – durchführen zu wollen. Auch erscheint es im Hinblick auf das Verständnis der vom Vorstand einerseits so sehr bemühten Demokratie wenig nachvollziehbar, wenn man andererseits nicht auf Augenhöhe diskutieren will", heißt es.

Einen Nachteil für die beiden Mitglieder, die die Anträge gestellt haben, bestehe darin, dass sie auf die Stellungnahme von Hannover 96 nicht im gleichen Umfang reagieren könnten.

96-Chef Martin Kind hatte in einem Interview mit dem Sportbuzzer selbst Stellung zu den Anträgen bezogen. "Diesen vorliegenden Satzungs-Änderungsanträgen kann man mit Vernunft nicht zustimmen", sagte er. "Der Grund ist einfach: Es gäbe dann keine Handlungsfreiheit mehr für den Vorstand. Das beinhaltet komplizierte Rechts- und Haftungsfragen. Das wäre das Ende von 96 in der bestehenden Form."

​IG widerspricht Kinds Aussagen

IG ProVerein meint laut Pressemitteilung hingegen, dass "die angeblich dann 'geraubte' Handlunsgfreiheit" auch bei Änderung der Satzung "vollkommen unverändert bestehen" bliebe. Die Änderung besage lediglich, "dass der Vorstand durch Beschlüsse der Mitgliederversammlung beauftragt werden kann, bestimmte Handlungen vorzunehmen oder zu unterlassen".

In der Vergangenheit habe der Vorstand sich "in mehreren Fällen tatsächlich nicht am Willen der Mitgleiderversammlung orientiert, sondern die gefassten Beschlüsse als 'Empfehlung' abgetan".

Mehr zu Hannover 96
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt