10. September 2018 / 11:28 Uhr

Ilkay Gündogan über die Pfiffe der Fans: "Ich opfere mich für das Land"

Ilkay Gündogan über die Pfiffe der Fans: "Ich opfere mich für das Land"

Robert Hiersemann
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Ilkay Gündogan stand gegen Peru in der deutschen Startformation.
Ilkay Gündogan stand gegen Peru in der deutschen Startformation. © imago/Eibner
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Der Mittelfeldspieler von Manchester City wurde während der WM wegen seines Treffens mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf kritisiert. Nach dem Sieg gegen Peru sprach der 27-Jährige über die schwierige Zeit, den Neuanfang nach dem WM-Aus und die deutsche Chancenauswertung.

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Ilkay Gündogan sollte bei der WM in Russland zu den deutschen Schlüsselspielern gehören. Der Star von Manchester City hatte eine überragende Saison gespielt und kam topfit ins Trainingslager des DFB in Südtirol. Doch durch das Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan sorgten der 27-Jährige und Teamkollege Mesut Özil aber für einen Eklat, der die WM überschatten sollte.

Während Özil nach dem Vorrunden-Aus aus der Nationalmannschaft zurücktrat und DFB-Präsident Reinhard Grindel Rassismus vorwarf, blieb Gündogan, der sich bereits vor dem Turnier reumütig zeigte und dennoch von den deutschen Fans ausgepfiffen wurde. Beim Neuanfang gegen Frankreich und Peru war Gündogan dabei - und stellte sich anschließend den Fragen der Pressevertreter. Der SPORTBUZZER zeigt, was Gündogan nach dem Spiel gegen Peru sagte.

Wie erleichtert sind Sie persönlich nach dieser Woche?

Ilkay Gündogan: Innerhalb der Mannschaft wurde es mir ohnehin nie schwer gemacht. Doch es war ein komisches Gefühl, gerade mit dem Spiel in Leverkusen kurz vor der WM, ausgepfiffen zu werden. Von einigen hundert, vielleicht tausend Fans. Und das im eigenen Land, im eigenen Stadion. Das hat schon weh getan. Ich bin Fußballer, ich bin jemand der in der Öffentlichkeit steht. Da muss man wissen, wie man mit Kritik umgeht.

Deutschland in Noten: Die Einzelkritik gegen Peru

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Einfach war das sicher nicht.

Ich glaube, dass am Ende des Tages die Leistung zählt und wenn die Zuschauer merken, dass man alles gibt - ich opfere mich für die Mannschaft, das Land, die Nation - dann springt der Funke auch wieder über. Und ich glaube, dass war mit den ersten beiden Spielen ein guter Anfang.

Sie haben gegen Peru wieder in der Startelf gestanden. Hatten Sie sich besonders viel vorgenommen?

Ich war glücklich, dass ich die Chance bekommen habe, wieder von Beginn an zu spielen. Ich glaube, dass wir es als Mannschaft echt gut gemacht haben, auch wenn wir ein oder zwei Kontersituationen besser hätten absichern können. Doch wie wir uns Chancen herausgespielt haben war schon richtig gut. Das habe ich von uns in der Art und Weise schon länger nicht mehr gesehen.

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In der Chancenauswertung hakt es noch. Woran liegt das?

Das ist schwer zu beantworten. Der Knoten muss Platzen, dieses Selbstverständnis vor dem Tor muss zurückkommen. Es ist uns schon noch anzumerken, dass wir eine leichte Verunsicherung in der Mannschaft haben - auch aufgrund der Geschehnisse in den letzten Monaten. Wir müssen jetzt vergessen machen. Die Leistungen in den ersten beiden Spielen nach der WM waren schon okay.

Aufgezeichnet in der Mixed-Zone nach dem Spiel gegen Peru.


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