06. Januar 2019 / 10:02 Uhr

Triple beim Autohaus-Kahle-Cup! Langfeldt schießt den TSV Havelse zum Turniersieg

Triple beim Autohaus-Kahle-Cup! Langfeldt schießt den TSV Havelse zum Turniersieg

Marvin Behrens
Der TSV Havelse gewinnt den Autohaus-Kahle-Cup zum dritten Mal in Folge. 
Der TSV Havelse gewinnt den Autohaus-Kahle-Cup zum dritten Mal in Folge.  © Rico Person Fotografie
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Der TSV Havelse bleibt eine Macht beim Autohaus-Kahle-Cup! Zum dritten Mal in Folge gewann der Regionalligist das Hallenturnier in Berenbostel als Ausrichter. Dabei hatte der Favorit in der Vorrunde noch spektakulär gegen einen Kreisligisten gepatzt.

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Zum dritten Mal in Folge konnte Ausrichter und Regionalligist TSV Havelse den Autohaus-Kahle-Cup gewinnen. In der Vorrunde stolperten die Havelser sogar gegen den TSV Wettmar – der Kreisligist trotzte dem Favoriten ein spektakuläres 4:4 ab. Am Ende setzte sich das Team von Jan Zimmermann im Penaltyschießen gegen Bezirksliga-Spitzenreiter TSV Barsinghausen durch, der zwei Mal im Finale führte.

"Das finde ich sehr unkollegial"

Die Planungen mussten kurz vor Turnierstart umgeworfen werden – der OSV Hannover und Stern Misburg sagten ab. Dafür konnte der TSV Wettmar und der TuS Mecklenheide als Ersatz mobilisiert werden. Havelse-Trainer Jan Zimmermann war davon nicht begeistert: „Für die Organisation ist es mehr als unglücklich, so kurzfristig abzusagen. Das finde ich sehr unkollegial, damit wirft man einen ganzen Turnierplan über den Haufen.“ Der OSV hatte allerdings schon Mitte Dezember abgesagt.

Hackentor kostet Havelse den Sieg

Aber: Beide Kreisligisten machten ihre Sache gut und zogen ins Viertelfinale ein. Allen voran der TSV Wettmar verzückte die Zuschauer, auch wenn er mit nur fünf Punkten aus vier Spielen in die K.o-Phase eingezogen ist. Gegen Regionalligst Havelse stand es am Ende 4:4, weil Markus Krull den Kreisligisten per Hackentor zum überraschenden Remis führte – die Zuschauer mussten sich die Augen reiben.

Per Hacke: TSV Wettmar erzielt sehenswertes Tor in Havelse

Das taten sie noch einmal, als der TSV Wettmar um den Halbfinal-Einzug Landesligist TSV Burgdorf ärgerte. Nach dem Burgdorfer 1:0 durch Leonardo Berisha brachte Spielertrainer Elvedin Sabotic die Halle zum Staunen. Ein hohes Anspiel von Patrick Ehlert verwertete er per Fallrückzieher zum 1:1!

"Fußball verlernt man nicht"

„Ich habe mir nichts dabei gedacht, ich habe den Ball angenommen und es einfach getan“, sagte der 40-Jährige Routinier, auf den Havelse-Coach Zimmermann ein Loblied sang: „An ihm hat man gesehen: Fußball verlernt man nicht – das war cool zu sehen.“ Sabotic selbst war glücklich mit seiner Mannschaft: „Schön, dass wir heute dabei waren. Ich bin mehr als zufrieden.“ Im Penaltyschießen musste sich der zaubernde Kreisligist aber mit Applaus verabschieden.

Havelse-Duell im Viertel- und im Halbfinale

Im ersten Viertelfinale, das ein vereinsinternes Havelse-Duell war, ging die U18 des TSV zuerst durch Luc Fender in Front. Dann ließ das Regionalliga-Team gegen die junge Landesliga-Mannschaft die Muskeln spielen und gewann mit 5:1.

Im Halbfinale musste die Herren-Riege dann erneut gegen die eigene Jugend, die sich gegen den Koldinger SV durchsetzte, was für seinen Trainer Michael Jarzombek zwar in Ordnung ging, etwas störte ihn dann doch: „In dieser Konstellation müssen wir das Viertelfinale erreichen. Was nicht passieren darf, ist das 4:5 gegen TSV Barsinghausen (Vorrunde, d. Red.). Wir haben einen Freistoß in der eigenen Hälfte 20 Sekunden vor Schluss, spielen den zu hektisch aus, verlieren den Ball und kassieren so das 4:5. Mit einem Unentschieden wären wir besser dagestanden und hätten einen leichteren Gegner gehabt.“ Der KSV hätte nicht gegen den U19-Bundesligisten gespielt, sondern gegen Kreisligist Mecklenheide. Mit 1:5 schied das Jarzombek-Ensemble aus dem Turnier, Mecklenheide musste gegen den TSV Barsinghausen sogar ein 1:8 hinnehmen.

Qualifikation zum SPORTBUZZER Masters 2019: Bilder vom Autohaus-Kahle-Cup des TSV Havelse

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Bilder vom Autohaus-Kahle-Cup des TSV Havelse ©
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Im 1. Halbfinale stand Herren-Keeper Alexander Dlugaiczyk unter Dauerbeschuss, warf sich aber mit allem rein, was er hat. U-19-Akteur Robin Benecke versuchte es mit einem frechen Heber, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. Das Chancenplus war auf Seiten der Havelser Jungspunde, die Herren konnten sich nur selten befreien, wie nach einem feinen Solo von Tim Stiller.

Danach setzte Fabian Wenzel Julius Langfeld super in Szene, dessen Schuss U19-Keeper Luis Figula klasse pariert. Den Abpraller haute Menzel dann in Eigenregie ins Netz. Wie schon gegen die U18 macht Erfahrung und bessere Effizienz im vereinsinternen Duell den Unterschied.

Hitziges Halbfinale

Das 2. Halbfinale ging hitzig zu: Nach der schnellen Barsinghäusener Führung mit dem ersten Angriff durch den treffsicheren Dennis Mehrkens, antwortete Michael Pfitzner direkt. Danach protestieren die Barsinghäuser, weil Julius Moraitis einen Mehrkens-Schuss mit dem Oberarm aus dem Torwinkel abwehrt.

Taktisch diszipliniert versuchen sich beide Mannschaften in Ballbesitz nach vorne zu spielen – bis 5:30 Minuten vor Schluss. Aus spitzem Winkel stellt Tobias Kienlin die Führung wieder her, die Pfitzner im Gegenzug fast wieder egalisierte, doch Kai Witt reagiert stark mit dem Fuß.

Das 3:1 durch Jan-Lauritz Gröss ging einem Stellungsfehler des Burgdorfers Marvin Schrade voraus. Der Torschütze musste aber 35 Sekunden vor Schluss noch vom Feld – sein hartes Einsteigen gegen Robin Günther war symptomatisch für ein intensives Halbfinale. Zwölf Sekunden vor Ende konnte Burgdorf noch verkürzen, doch es reichte nicht mehr.

Spannendes Finale entscheidet sich im Penalty-Schießen

Im Finale trafen die beiden spielstärksten Teams aufeinander. Der Bezirksliga-Primus forderte Regionalligist und Ausrichter TSV Havelse. Und die grün gekleideten Barsinghäuser gingen nach über zwei gespielten Minuten in Front – Andre Brockmann stand goldrichtig, als ihn ein Ball eher zufällig erreichte.

Erhan Yilmaz schweißte die Kugel kurz hinter der Mittelinie sehenswert ins linke Eck, aber Jan-Lauritz Gröss stocherte den Ball zum 2:1 über die Linie. Melvin Meyer gelang wiederum 20 Sekunden danach das 2:2 für die favorisierten Havelser.

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Vier Minuten vor dem Ende läuft Fabian Wenzel alleine auf Kai Witt zu, der mit seinem Bein noch zur Stelle ist – herausragende Reaktion! Ein intensives Finale endet schließlich ebenfalls im Penaltyschießen, was den Barsinghäusenern recht zu sein schien, denn Kai Witt hielt den Ball am Fuß solange er ungestört blieb.

Dlugaiczyk parierte den letzten Barsinghäusener Versuch durch Lennart Dudek, zuvor sorgte Julias Langfeld das erste Mal in diesem Duell für eine Havelser Führung. Das Triple war perfekt! Nach 2017 und 2018 holt Ausrichter TSV Havelse auch 2019 den Pokal, nachdem das Team beide Jugendmannschaften eigens ausgeschaltet hat.

"Die Enttäuschung überwiegt"

Barsinghausens Torwart Kai Witt sagte nach dem Finale: „Die Enttäuschung überwiegt, wenn du zwei Mal gegen Havelse unentschieden in regulärer Spielzeit spielst. Dennoch kann man gegen einen Regionalligisten verlieren. Wir hatten heute einen guten Tag bei einem gut besetzten Turnier.“

Der TSV ist auf vielen Turnieren zu Gast –„vielleicht ist das denn der Knackpunkt, warum es in den entscheidenden Spielen nicht reicht“, spekuliert Witt. Der Trainer auf Seiten der Sieger war natürlich besser aufgelegt: „Wir hatten viele gute Fußballer, aber keinen Stürmer. Dann haben wir gegen Mannschaften gespielt, die acht Turniere spielen wie Barsinghausen oder Koldingen. Es gibt drei, vier Mannschaften, die sich in der Halle zu Hause fühlen. Die muss man erstmal schlagen. Das geht nicht im Vorbeigehen, trotz einiger Klassen Unterschied. Am Ende haben wir uns mit dem nötigen Glück, das man braucht, durchgesetzt.“

Jetzt kann der Fokus auf der Rückrunde liegen, freut sich Zimmermann: „Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Wir haben uns für das Masters qualifiziert, das war das Ziel. Jetzt können wir das Hallenkapitel erstmal abschließen.

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