26. Juni 2018 / 08:35 Uhr

„Im Team herrscht Anarchie“ : Argentinischer Fan leidet in Leipzig mit Messi & Co.

„Im Team herrscht Anarchie“ : Argentinischer Fan leidet in Leipzig mit Messi & Co.

Christian Dittmar
Fabio Jara Villarroel hat es aktuell nicht leicht mit seinem Team.
Fabio Jara Villarroel hat es aktuell nicht leicht mit seinem Team. © Christian Dittmar
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Fabio Jara Villarroel hat es nicht leicht in diesen Tagen. Die Albiceleste gibt bei der WM in Russland bis dato kein so gutes Bild ab. Der Argentinier in der Messestadt drückt dennoch am Dienstagabend noch einmal kräftig die Daumen.

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Leipzig. Es war alles vorbereitet für eine zünftige Fiesta. Im Beyerhaus gab es passend zum Spiel Argentinien gegen Kroatien original argentinische Chorizo mit Patatas bravas, dazu war die Kneipe zwischen Leuschner-Platz und LVZ-Verlagsgebäude voll mit Leipziger Latinos, die schon lange vor Anpfiff südamerikanische Stimmung verbreiteten. Allein, das Ergebnis stimmte nicht: Argentinien ging mit 0:3 unter und steht nun vor dem abschließenden Gruppenspiel am Dienstagabend gegen Nigeria ab 20 Uhr (ARD) vor dem Aus schon in der Gruppenphase.

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„Das Problem der argentinischen Nationalmannschaft ist, dass ein klarer Anführer fehlt“, sagt Fabio Jara Villarroel. „Im Team herrscht Anarchie vor.“ Der 31-Jährige aus der Hauptstadt Buenos Aires wohnt seit September vergangenen Jahres in Leipzig und verfolgt nun aus 10. 000 Kilometer Entfernung die Partien der „Albiceleste“. Ein Wirtschaftsstudium an der HHL führte ihn damals in die Messestadt, in der er sich schon richtig zu Hause. Vieler Tandems sei dank läuft es mit dem Deutsch ebenfalls schon sehr ordentlich. Auch im Beyerhaus litt der eingefleischte Fußballfan, der in der Heimat die Boca Juniors unterstützt, mit und musste mit ansehen, wie sich das Starensemble um Lionel Messi – wieder einmal erschreckend blass – vorführen ließ.

„Das Spiel gegen Nigeria wird für Messi wohl die letzte Chance zu zeigen, dass er auch außerhalb vom FC Barcelona überzeugen kann“, erklärt Jara Villarroel. „Falls Argentinien rausfliegt, sollte er ernsthaft überlegen, ob er noch weiter für die Nationalmannschaft spielen soll – schließlich ist er ja schon einmal aus ihr zurückgetreten.“ Heute sollte Teamchef Jorge Sampaoli den ersten Torwart Willy Caballero austauschen. „Der zweite Keeper Franco Armani ist viel besser.“

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Glashaus im Clara-Park (Karl-Tauchnitz-Straße 26): Auf die Gäste warten sechs Monitore, die alle Spiele zeigen werden. Im Freisitz haben 250 Leute Platz und im Biergarten noch einmal weitere 150. Für das Finale soll es dann eine große Leinwand geben. Ob sie auch schon vorher aufgebaut wird, entscheidet sich in den nächsten beiden Wochen. Der halbe Liter Bier kostet 4,30 Euro. Zur Galerie
Glashaus im Clara-Park (Karl-Tauchnitz-Straße 26): Auf die Gäste warten sechs Monitore, die alle Spiele zeigen werden. Im Freisitz haben 250 Leute Platz und im Biergarten noch einmal weitere 150. Für das Finale soll es dann eine große Leinwand geben. Ob sie auch schon vorher aufgebaut wird, entscheidet sich in den nächsten beiden Wochen. Der halbe Liter Bier kostet 4,30 Euro. ©
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Das Match gegen Nigeria wird Jara Villarroel, der auch beim Uni-Fußball regelmäßig gegen den Ball tritt, wahrscheinlich im Café Cantona verfolgen. „Das Beyerhaus hat uns ja letztes Mal Unglück gebracht“, sagt er mit einem gequälten Lächeln. Außerdem haben sich heute Abend weitere Latinos fürs Cantona angesagt. Und wer weiß, vielleicht gibt’s dann ja doch noch eine große Fiesta in Leipzig.

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