10. Februar 2019 / 18:39 Uhr

Im Tischtennis-Krimi fehlt „Füchsinnen“ ein Quäntchen Glück

Im Tischtennis-Krimi fehlt „Füchsinnen“ ein Quäntchen Glück

Matthias Müller
Tho Do Thi (LTTV) beim Spiel der LTTV Leutzscher Füchse gegen den MTV Tostedt.
Tho Do Thi (LTTV) beim Spiel der LTTV Leutzscher Füchse gegen den MTV Tostedt. © Christian Modla
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Den Damen des LTTV Leutzscher Füchse fehlen am Ende die entscheidenden Millimeter und so geht das Spiel nach einem Herzschlagfinale verloren.

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Leipzig. Beflügelt vom erfolgreichen Rückrundenstart wollten die Füchsinnen in Leipzig in der 2. Tischtennis-Bundesliga direkt mit einem Heimsieg nachlegen. Kürzlich gab es zwei wichtige Auswärtserfolge Richtung Klassenerhalt, einer davon vor fast 2000 Leuten gegen den Tabellenzweiten aus Uentrop in Hamm. Tischtennis begeistert, und die Leutscher Damen lieferten am Samstag im Duell mit dem MTV Tostedt den Beleg. Mit circa 80 Zuschauern waren die Kulisse zwar deutlich kleiner, doch von Anfang an war zu spüren, dass auch gegen den Favoriten aus Niedersachsen ein Sieg drin sei.

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Marina Shavyrina (LTTV) und Tho Do Thi (LTTV) beim Spiel LTTV Leutzscher Füchse vs MTV Tostedt, Tischtennis 2.Liga Frauen am 09.02.2019 in Leipzig (Sachsen). Zur Galerie
Marina Shavyrina (LTTV) und Tho Do Thi (LTTV) beim Spiel LTTV Leutzscher Füchse vs MTV Tostedt, Tischtennis 2.Liga Frauen am 09.02.2019 in Leipzig (Sachsen). © Christian Modla
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Allerdings war die Nummer 1 der Gäste keine geringere als die Vize-Europameisterin von 2011, Irene Ivancan. Die Abwehrspezialistin kam bisher meist nur in den „wichtigen” Spielen zum Einsatz, allerdings zweimal gegen die Leutzscherinnen. Und am Samstag wurde ihr Talent auch bitter benötigt, denn die vier Füchsinnen begegneten von Anfang an auf Augenhöhe.

Nachdem beide Teams ein Doppel holen konnten, ging es in die oberen Einzel. Hier unterlag die Leipziger Nummer 1 Maryna Shavyrina nach hartem Kampf, der insgesamt drei Spielbälle forderte, denkbar knapp mitt 2:3. Dass Ivancan sich gegen unsere 2, Huong Do Thi keine Blöße gab, fiel insgesamt gar nicht so schwer ins Gewicht. Denn ihre kleine Schwester Tho Do Thi und Anna Helbig zeigten, dass die Teamleistung entscheidet. Sie gewannen ihre beiden Einzel und schickten die Zuschauer euphorisch und gut gelaunt beim Stand von 3:3 in die Pause.

Tostedter bauen die Führung auf 5:3 aus

Erneut ging es in die oberen Einzel und man hatte irgendwie das Gefühl: eins holen und der dritte Sieg in Folge ist am Sonntag drin. Doch leider aus Leipziger Sicht war die Kombination aus starker Abwehr und Material der Kelle am Sonntag zu viel für unsere Top 2. Mit einen teilweise genoppten Belag, den die angriffslustigen Füchsinnen nicht verwenden, gelang es den Tostedtern die Führung auf 5:3 auszubauen. Doch mit dem Rücken zur Wand aber der lautstarken Unterstützung ihrer Anhänger, sorgten Anna Helbig und Tho Do Thi für einen echten Krimi. Letztere zeigt eindrucksvoll, warum sie die aktuelle mitteldeutsche Meisterin ist. Nach einem 3:2 Erfolg lag sie nach kurzer Freude die Kelle hin und stürmte zur Nachbarplatte. Anja Helbig hatte sich hier soeben gegen Svenja Koch in den 5. Satz gekämpft. „An so einem Punkt ist es nur ne Kopfsache. Ich wusste, dass ich mir den 4. Satz holen werde.” Und ebenso motiviert ging sie auch den finalen Durchgang an.

Am Samstag kommt Konkurrent Saarbrücken nach Leipzig

Leider fehlten hier am Ende die entscheidenden Millimeter, und so ging der Satz und das Spiel nach einem Herzschlagfinale verloren. Zwar war man enttäuscht, aber trotzdem auch stolz auf die eigene Leistung. Besonders der Zusammenhalt im Team war auffällig, denn eine konstant zusammenspielende Mannschaft ist in der Liga eher selten.

„Dass drei einheimische Mädels in einem Team spielen gibt es so in der Liga nur einmal. Und Marina ist auch schon seit 6 Jahren bei uns. Wir sind ne geile Truppe und es macht einfach riesig Spaß.”, meinte der zufriedene Füchse-Trainer Kai Wienholz. Nun bleibt zu hoffen, dass sich für den kommenden Samstag erneut zahlreiche Unterstützer in der Leplayhalle einfinden. Denn mit Saarbrücken kommt ein Mitkonkurrent um den Klassenerhalt nach Leipzig. Bei einer Leistung wie am Sonntag wäre es keine Überraschung, wenn neben Applaus und Jubel diesmal auch ein Sieg herausspringt.

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