Mit elf Treffern war Rico Volkmann (am Ball) in dieser Saison noch immer der torgefährlichste Okeler Spieler – wenn auch mit 20 Toren weniger als im Vorjahr. © Udo Meissner

Im zweiten Jahr in der Kreisliga bewährt

Der TSV Okel platziert sich trotz eines frühen Trainerwechsels und vieler Ausfälle im oberen Tabellendrittel

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In ihrer zweiten Kreisliga-Saison haben sich die Fußballer des TSV Okel weiter in dieser Spielklasse gefestigt. Nach einem überragenden Lauf mit zwei Aufstiegen in Folge und Platz vier in der vorherigen Saison schaffte es die Mannschaft dieses Mal erneut ins obere Drittel und hielt Rang sechs.

Insbesondere der Auftakt begann für die Okeler vielversprechend. Nach Siegen gegen Dickel, Lessen und Wagenfeld stand der TSV an der Spitze und schien das Märchen fortzuschreiben. Der erste Einschnitt folgte mit dem überraschenden Aus von Trainer Frank Köhler nach der 1:3-Pleite gegen den TSV Schwarme und der Pokalniederlage gegen den TSV Neubruchhausen nach Elfmeterschießen. Das Aus war aber weniger den zwischenzeitlichen Misserfolgen geschuldet als einer wohl tiefer gehenden Meinungsverschiedenheit. „Der Verein war nicht mit meiner Zielsetzung, die Bezirksliga anzupeilen, einverstanden“, sagte Köhler im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich bin aber kein Trainer, der eine Mannschaft in der Kreisliga halten will. Ich verfolge höhere Ziele.“ Es übernahm Uwe Vogel, der nach zweijähriger Pause ins kalte Wasser sprang.

Der Einstand des neuen Trainers war ebenso erfolgreich wie der Saisonauftakt. Gegen die großen Kaliber der Liga war der TSV Okel aber nicht gewachsen: Partien gegen den FC Sulingen II sowie die U23 des TuS Sulingen gingen ebenso verloren wie das Spiel gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und den TSV Weyhe-Lahausen.

Die Rückrunde verlief zunächst nicht wirklich besser. Zwar gewann der TSV die erste Partie gegen den FC Sulingen II, in der Folge verloren sie aber gar Partien wie gegen Schlusslicht Lessen. Das Polster reichte durch den starken Hinrundenbeginn aber aus, sodass die Mannschaft nie in ernsthafte Bedrängnis geriet – tiefer als Rang siebten rutschte sie nicht ab und kletterten zum Ende hin noch auf Position sechs.

Hinzu kam, dass die Okeler im Verlauf der Saison mehr und mehr dezimiert wurden. Nach dem 3:2-Sieg gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst sagte Uwe Vogel: „Ich war zum ersten Mal in der Rückrunde nicht auf Spieler aus der zweiten Herren angewiesen und war daher vor dem Spiel schon optimistisch gestimmt. Die Mannschaft hat dann gezeigt, was für ein Potenzial in ihr steckt.“

Beim Vergleich der Saison und der zuvor fällt schnell das gegensätzliche Torverhältnis des TSV Okel auf. Wies das Team nach dem Aufstieg, noch 86 zu 52 Tore auf, waren es dieses Mal nur noch 68:80. Die hohe Zahl an Gegentreffern – der zweithöchste Wert unter den besten zehn Mannschaften –lässt sich anhand von vier Partien erklären: dem 1:7 gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, dem 1:6 beim TUS Kirchdorf, dem 2:6 gegen den TSV Holzhausen-Bahrenborstel und dem 1:9 gegen den TSV Weyhe-Lahausen zum Saisonabschluss. Allein hier fingen sich die Okeler 28 Treffer.

Auf der anderen Seite netzte Stürmer Rico Volkmann nicht mehr in gewohnter Regelmäßigkeit ein. Statt wie 31 Mal in der Debüt-Saison nur noch elf Mal – das sind fast die 20 Treffer weniger, die der TSV zuvor noch auf dem Konto hatte. Dem Torjäger ist aber kein Vorwurf zu machen. Es war Uwe Vogels erklärtes Ziel, die Abhängigkeit von ihm zu mindern. Aufgrund der Personalnot musste Volkmann außerdem mal auf den Flügeln, mal in der Abwehr und sogar im Tor aushelfen – insbesondere von letzterem aus ist es schwierig, selbst einzunetzen.

Region/Bremen TSV Okel (Herren)

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