Torben Zimmermann (rechts) reifte in sechs Jahren beim TSV Kirchdorf zu einem absoluten Leistungsträger. Torben Zimmermann (rechts) reifte in sechs Jahren beim TSV Kirchdorf zu einem absoluten Leistungsträger. © Mirko Haendel
Torben Zimmermann (rechts) reifte in sechs Jahren beim TSV Kirchdorf zu einem absoluten Leistungsträger.

"Immer präsent", auch mit angebrochener Rippe: Torben Zimmermann ist "Mister 100 Prozent" beim TSV Kirchdorf

Torben Zimmermann zählt beim TSV Kirchdorf zu den absoluten Leistungsträgern. In der Hinrunde stach der Innenverteidiger mit konstant guten Leistungen aus dem Team heraus. Ein Wechsel kommt für den 26-jährigen Führungsspieler schon lange kaum noch in Frage. Auch nach einer durchzechten Nacht ist der Tattoo-Freund voll da.

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Die Kirchdorfer haben in der Hinrunde der Bezirksliga 3 eine Achterbahnfahrt erlebt. Mal verlor man sang- und klanglos mit 0:5 gegen einen Mitaufsteiger, dann gewann man völlig verdient mit 4:0 gegen den Tabellenführer. Die Leistungen des TSV schwankten in den ersten 15 Partien der Saison ordentlich.

"Er ist unser Mister 100 Prozent"

Nur einer stach heraus im Team von Trainer Thomas Wotka: Torben Zimmermann. Der Innenverteidiger spielt konstant gut. Auf ihn ist immer Verlass. „Er ist unser Mister 100 Prozent“, sagt Kirchdorfs Co-Trainer Ralf Schauer. „Ich habe in dieser Spielzeit noch kein schlechtes Spiel von ihm gesehen.“

​Die Mannschaft steht im Vodergrund

Zimmermann, der als Instandhaltungsmechatroniker in der Forschung und Entwicklung arbeitet, schmeicheln solche Aussagen. Doch im Rampenlicht möchte er nicht unbedingt stehen: „Ich will einfach nur meiner Mannschaft helfen. Dafür gebe ich alles.“ Der 26-Jährige ist ein Führungsspieler.

​"Jeder kann mal einen schlechten Tag haben"

Auf dem Platz haut sich Zimmermann in jeden Zweikampf und versucht, sein Team von hinten lautstark zu lenken. „Er ist einfach immer präsent“, lobt Schauer. Das erwartet Zimmermann allerdings auch von seinen Mitspielern. „Jeder kann mal einen schlechten Tag haben“, sagt er. „Doch das befreit jedoch nicht davon, dass sich jeder für das Team voll reinhaut.“

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​Teamplayer mit Einsatz - in jedem Spiel


Ein Spiel aus der Hinrunde bleibt dabei besonders im Kopf. Am 16. September 2017 verlor der TSV nach einem schwachen Auftritt mit 1:2 bei der SG Blaues Wunder. Schauer drohte damals sogar mit Straf-Training. Zimmermann erinnert sich: „An dem Tag hatte ich Geburtstag und in der Nacht zuvor ein wenig zu viel getrunken.“ Doch wer meint, dass der Teamplayer dadurch nur ein Prozent weniger Einsatz gezeigt hatte, der irrt. Schauer sagte damals: „Für den Jungen tut es mir besonders Leid. Er hat Eier gezeigt und alles weggeräumt.“ Ergebnis: Eine angebrochene Rippe und ein Eigentor.

"Mir ist das Umfeld sehr ans Herz gewachsen"

Dass Zimmermann für seine Truppe alles gibt, ist kein Zufall. Er hat eine enge Bindung zum Club aufgebaut. Seit nunmehr sechs Jahren spielt er für den TSV. In der Jugend kickte er noch für den TSV Egestorf, den 1. FC Germania Egestorf/Langreder und Basche United.

Nach einer kurzen Zeit bei den beiden Herren-Mannschaften des TSV Barsinghausen klopfte der Nachbar aus Kirchdorf an. „Es war der einzige Verein, der auf mich zu kam und fragte, ob ich nicht lieber dort spielen möchte“, erinnert sich Zimmermann. Er nahm die Anfrage an und wechselte nach Kirchdorf. „Mittlerweile ist mir das Umfeld sehr ans Herz gewachsen“, führt er fort.

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​"Ich hätte das ohne zu zögern mitgemacht"

Die Liebe zum TSV ging sogar so weit, dass Zimmermann auch einige Ligen tiefer gespielt hätte. 2016 drohte dem Club die Insolvenz. Für die 1. Herren hätte dies den sofortigen Zwangsabstieg bedeutet. „Ich hätte das ohne zu Zögern mitgemacht“, sagt er. „Ich habe keine großen Ansprüche mehr und kann auch schon heute einen Wechsel ausschließen.“ Dafür seien ihm der Verein, die Leute dort und seine Freunde, mit denen er zusammenkickt, zu sehr ans Herz gewachsen.

​Tattoos als zweite Leidenschaft

Auch neben den Platz dreht sich für Zimmermann, der in Egestorf wohnt, alles um das Thema Fußball. Eine weitere Leidenschaft sind Tattoos. Gleich sechs zieren bereits seinen Körper, dazu ist der Arm bereits voll bedeckt. Bei der Auswahl eines neuen Kunstwerks geht er ähnlich konsequent vor wie auf dem Spielfeld.

So manch eine Tattoo-Idee entstand am Rande einer Party – und wurde dann sogar umgesetzt. „Ich bin da relativ spontan und halte mein Wort nach einer Schnapsidee auch“, sagt er. „Mir gefallen Tattoos einfach und ich habe Spaß daran, mir neue stechen zu lassen.“

​"Da sehe ich eindeutig meine Defizite"

Zimmermann ist eindeutig ein besonderer Kicker beim TSV Kirchdorf. Mit so viel Elan will er auch die letzten 15 Spiele der Saison angehen. Nur das Tore-Schießen will er anderen überlassen. „Da sehe ich eindeutig meine Defizite. Wenn ich mal zwei Tore in einem Jahr schieße, dann ist das schon etwas Besonderes“, schmunzelt er. In der anstehenden Rückrunde will Zimmermann vor allem wieder konstante Leistungen abliefern. Das Ziel Klassenerhalt steht dabei für ihn an erster Stelle.

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