22. Juli 2018 / 21:45 Uhr

In aller Freundschaft – 1.FC Lokomotive Leipzig und der Hallesche FC

In aller Freundschaft – 1.FC Lokomotive Leipzig und der Hallesche FC

Udo Zagrodnik
Das war das Testspiel von Lokomotive Leipzig gegen den Halleschen FC USER-BEITRAG
Das war das Testspiel von Lokomotive Leipzig gegen den Halleschen FC © Udo Zagrodnik
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In Probstheida war die offizielle Saisoneröffnung. Lok Leipzig verlor das letzte Testspiel der Vorbereitung mit 1:2 gegen den Halleschen FC

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Alle Jahre wieder, viele höherklassige Vereine starten mit einem Stadionfest in die neue Saison, so auch die Probstheidaer vom 1.FC Lok Leipzig. Das Stadionfest im „Bruno“ ähnelte dem der Vorjahre. Die Organisatoren hatten ein buntes Programm zusammengestellt (siehe Fotoauswahl). Vereinspräsident Thomas Löwe und Andre Göhre erklärten bei einem Rundgang den interessierten Fans die Sportstätte. Die sanierte Trainingshalle konnte wieder ihrer Bestimmung übergeben werden und auf dem ersten Nebenplatz entsteht ein Kunstrasenplatz (aus Fördermitteln und gesammelten Eigenmitteln). Siehe auch meinen Bericht vom Vorjahr, mit Stadiongeschichte. Höhepunkt war (dicht umlagert) die Autogrammstunde der 1.Lokschen Elf. Im Stadiongelände gab es an diesem Tag keine Fantrennung, was durch die Fanfreundschaft der Fanszenen des 1.FC Lok und des HFC begründet ist.
Und dann rollte bei hochsommerlichen Temperaturen vor 2.286 Fans der Fußball, Regionalligist 1.FC Lokomotive Leipzig (Trainer: Heiko Scholz) gegen den Drittligisten Hallescher FC (Trainer: Torsten Ziegner).

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So wie die Fanfreundschaft war auch das Spiel. Man tat sich gegenseitig nicht weh, Ausnahme einzelne Fouls. Das Spielgeschehen verlief mehr zwischen den Strafräumen und Torchancen gab es auf beiden Seiten nur wenige. Nach einer halben Stunde hatte die Loksche eine Großchance und im Nachsetzen kam auf Halblinks Mattias Steinborn frei zum Schuß und markierte das 1:0 für die Messestädter. Und das war noch der Spielstand, als vom Schiedsrichter Oliver Losius der Pausenpfiff ertönte. Assistiert wurde er von Matthias Lämmchen und Steffen Greif.

Mit dem Wiederanpfiff bleib es eine ausgeglichene Begegnung, in der man keinen Klassenunterschied sah. Wieder eine Viertelstunde gespielt, Davud Tuma schoß für die Saalestädter den 1:1 Ausgleich. Die Fans wirkten bei der Hitze etwas müde, honorierten aber gute Aktionen mit Beifall. Die Fangesänge setzten erst in der Schlußphase des Spiels ein. Und dann ist doch noch ein Tor gefallen. Mit der letzten Aktion erzielte Bentley–Baxter Bahn den 1:2 Siegtreffer für die Gäste vom Halleschen FC.

Rund um diese Begegnung: Der Autor aus Regis–Breitingen fotografierte auch am Ugiwinkel. Das ist wenn man an der Prager Straße ist (Sparkasse, Buswendeschleife) und in Richtung Stadion–Gästeeingang läuft. Ein paar Schritte weiter befinden sich die Kleingartenvereine Probstheida und „Friederikenschacht (Zum Förderturm)“. Hierzu ergänzt: Gamillo Ugi spielte bei unseren Vorfahren im VfB–Dress und war deutscher Meister und Nationalspieler. Der zukünftige Kunstrasenplatz im Bruno diente als Parkfläche für die mit Einfahrtgenehmigung. Am Fanartikelstand wurden unter anderem neue Kaffeepötte gesichtet (VfB und Lok getrennt). Mein Vorschlag wäre, zukünftig auf den Fanartikeln den Ursprung Verein für Bewegungsspiele und die heutige Lokomotive vereinigen. Denn es gehört zusammen was zusammen wächst.

Vor dem Anpfiff kam der Autor auf der Tribüne mit einem älteren Herrn und seinen Begleitern aus der Lutherstadt Wittenberg ins Gespräch. Es waren die Eltern und Großeltern vom Lok–Neuzugang Pascal Pannier. Und da war ein Pärchen aus Naumburg/Saale (der Dom ist Weltkulturerbe) mit einem Lok–HFC–Seidenschal. Auch eine Fangruppe aus Hagenwerder wurde gesichtet, um nur einige Beispiele zu nennen. Hagenwerder in der Lausitz, sprichwörtlich um die Ecke ist da Friedersdorf. Und von da waren auch schon Fans Verein und Schlesien Flagge zeigend im Bruno. Unter den vielen Fangruppen aus Leipzig und Umgebung waren auch Altenburger, die per Auto gekommen waren. Später in der S–Bahn begegnete unsereins Altenburgern die auch im Bruno waren und Bahnfahrer sind.

Vorausgeschaut

Vom NOFV wurden die ersten Spieltage der Regionalliga Nordost 2018/2019 schon terminisiert, so auch die der Lokschen.
Samstag, 28.07.2018 / Bruno–Plache–Stadion / Anstoß 13.30 Uhr / 1.FC Lok Leipzig gegen ZFC Meuselwitz
Bitte hier im Leipziger Sportbuzzer weitere Berichte beachten. 96 Jahre Bruno-Plache-Stadion und Jedem Trikot sein Wappen sind jüngere Berichte des Autors aus Regis–Breitingen.

Meine Schlußworte: Für den Autor dieser Zeilen beginnt nun ein neues Zeitalter. Der 1.FC Lok Leipzig hat aus seiner ersten Herrenelf ein Profiteam gemacht und stellt sich nun immer mehr professioneller auf. Und da werden als Medienvertreter nun noch aus der Zunft Profis anerkannt. Die geliebte Loksche (bin seit den Siebzigern dabei) nun als kleines Bayern München zu bezeichnen ist falsch, weil wir finanziell und spielermäßig Lichtjahre von denen entfernt sind und keine Sprücheklopfer haben. Der erste deutsche Meister von 1903, 1.FC Lok (VfB) Leipzig, sollte es wie die Eisernen vom 1.FC Union Berlin machen, auch zukünftig die Volksnähe wahren.

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