Von Trainer Knut Nolte gelobt: der zuletzt stark aufspielende Verteidiger Georgios Mittas. Von Trainer Knut Nolte gelobt: der zuletzt stark aufspielende Verteidiger Georgios Mittas. © Pförtner
Von Trainer Knut Nolte gelobt: der zuletzt stark aufspielende Verteidiger Georgios Mittas.

„Innerlich brodelt es“

Oberliga: Endspiel um den Ligaverbleib für SVG / Viele Szenarien sprechen für Rettung

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Göttingen. Hochspannung in der Fußball-Oberliga: Die SVG hat ihr Abstiegsendspiel. Am Sonntag um 15 Uhr entscheidet sich im Stadion am Sandweg gegen den BV Cloppenburg das Schicksal der Schwarz-Weißen. Rettung oder Absturz in die Landesliga?

Vier Mannschaften sind noch in der Verlosung um den Klassenverbleib dabei. Einzig der SV Bornreihe steht längst als Absteiger fest. Neben den Göttingern kämpfen der HSC Hannover, TB Uphusen und die Freien Turner Braunschweig um zwei Nichtabstiegsränge. Mit 32 Punkten und einem Torverhältnis von -7 hat die SVG die beste Ausgangsposition inne. Dahinter folgen der HSC mit 31 Zählern (-20), Uphusen (30/-15) und Braunschweig (29/-7). Uphusen empfängt Bornreihe, die Freien Turner den direkten Konkurrenten aus der Landeshauptstadt.

Die SVG rettet sich:

-> wenn sie gewinnt.

-> wenn sie Unentschieden spielt, und Uphusen nicht mit mehr als acht Toren Unterschied triumphiert. Der Ausgang der Parallelpartie ist in diesem Fall irrelevant.

-> wenn sie verliert, und Uphusen nicht gewinnt.

-> wenn sie verliert, Uphusen gewinnt, und sich Braunschweig und Hannover Remis trennen.

Wer‘s mit den Zahlen hält, sieht schnell: Die Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs des höchstklassigen Göttinger Klubs ist gering. Freilich legen Trainer wenig Wert auf derlei Statistiken. So auch Knut Nolte. „Innerlich brodelt es schon, auch bei den Spielern wird im Hintertürchen sicher hängen bleiben, dass es Sonntag schief gehen kann. Diese Situation kennen wir alle nicht aus den vergangenen Jahren“, sagt der SVG-Coach. Dennoch will der erfahrene Übungsleiter nichts an der Vorbereitung auf die Partie ändern: „Ich versuche, diese Szenarien aus dem Training rauszuhalten. Wir machen alles wie immer.“

Cloppenburg hat den Ligaverbleib bereits am vorigen Spieltag klar gemacht und im zweiten Lizenzierungsverfahren nun auch die Zulassung zur Oberliga bekommen. „Unser 5:1-Hinspielsieg und deren Rettung müssen nichts heißen, auswärts ist Cloppenburg stark“, warnt Nolte, der seine Elf nicht zu risikoreich agieren lassen wird. Der Northeimer vertraut der jungen Abwehr um Georgios Mittas (20 Jahre), Florian Mackes (22), Janek Brandt (21) und Routinier Lexi Burkhardt (29). „Die Jungs haben sich mittlerweile gut eingespielt.“

Nachdem er zuletzt in Hannover wegen Meckerns auf die Tribüne verbannt wurde, verspricht Nolte, sich diesmal besser im Griff zu haben. „Es war meine erste laute Kritik am Schiri gewesen, aber zuvor kamen von unserer Bank schon Kommentare. Das hat mich 150 Euro gekostet, und nun bin ich die Ruhe selbst.“ Ob es ums Nervenkostüm des leidenschaftlich mitfiebernden Abteilungsleiters Thorsten Tunkel ähnlich bestellt ist, bezweifelt Nolte. „Ich denke nicht, er ist ein paar Jährchen jünger“, glaubt der 58-Jährige.

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