22. April 2017 / 21:24 Uhr

Inter Leipzig bezwingt SSV Markranstädt mit 3:0

Inter Leipzig bezwingt SSV Markranstädt mit 3:0

Frank Müller
Kann zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft sein: Inter-Trainer Heiner Backhaus
Die Backhaus-Elf wird ihrer Favoritenrolle gegen Markranstädt gerecht. © Christian Modla
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Beide Teams beenden die Oberliga-Partie zu zehnt.

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Machern. Das Oberliga- Duell zwischen International Leipzig und dem SSV Markranstädt war am Rande von vielen Gesprächen über das abgebrannte Sozialgebäude im Mariannenpark geprägt. Das Der Schreck darüber war gegenwärtig, zumal den Inter-Verantwortlich klar ist, dass sie wegen des noch nicht erhaltenen Baurechts kaum auf Gelder aus der Gebäudeversicherung hoffen dürfen. Das Samstagspiel haben die Gastgeber dennoch mit 3:0 für sich entschieden. „Wir haben verdient verloren, weil wir wieder mal einfache Gegentore bekommen haben“ sagte SSV-Trainer Holger Krauß. „Aber meine Mannschaft hat nie aufgegeben. Als sich noch Chancen ergaben, haben wir sie allerdings nicht genutzt.“ Auch Inter-Coach Heiner Backhaus war mit der Chancenverwertung seiner Mannen unzufrieden, sagte jedoch: „Wichtig war, dass wir gewonnen haben, und das auch noch ohne Gegentor.“ Alexander Langner, der das 3:0 für den FCI markierte und ein gutes Spiel ablieferte freute sich: „Das war gut für unser Selbstvertrauen, auch wenn die Partie nach hinten raus etwas zerfahren war. Momentan läuft es bei mir sportlich wie auch im Studium prima.“

Kimmo Hovi besorgt die frühe Inter-Führung

Das 1:0 markierte Kimmo Hovi bereits nach elf Minuten. Der Finne war nach Steilpass in die Gasse frei durch, spielte noch SSV-Keeper Dennis Dickmann aus und vollendete. Ein SSV-Verteidiger hatte zuvor das Abseits aufgehoben. Danach blieben Torgelegenheiten lange Zeit rar. Der SSV erzeugte bei Freistößen ein wenig Gefahr, doch Krauß urteilte zuweilen sarkastisch darüber: „Die kann man ja mit der Brust annehmen.“ Zumindest etwas interessanter wurde es bei einem Schuss von Marcel Nüchtern (28.). Der Ball war zwar schärfer, ging jedoch weit über den Kasten. Auf der Gegenseite scheiterte Hovi an Dickmann, (42.), wenig später ging ein Schuss aus der Drehung von ihm drüber. Kurz darauf war er wieder in aussichtsreicher Position, hätte auf Ogün Gümüstas ablegen müssen, wurde aber abgeblockt.

Nach dem Seitenwechsel entschied Inter die Partie binnen weniger Minuten. Zunächst verpasste Gümüstas eine gute Chance, war halbrechts durchgebrochen, schloss aber mit einem unbrauchbarem Mittelding aus Schuss und Eingabe ab (47.). Als Santiago Aloi in halbrechter Position und 23 Meter Entfernung zum Freistoß antrat, fiel das 2:0. Der Argentinier hämmerte den Ball mit seinem starken linken Fuß ins lange Eck (51.). Wenig später machte der emsige Alexander Langner den Deckel drauf, krönte seine Leistung, als er sich zum 3:0 buchstäblich durchtankte (53.).
Fortan ließ die Konzentration bei den Gastgebern spürbar nach. So tauchte Marcel Nüchtern plötzlich allein vor dem FCI-Tor auf, konnte daraus aber nichts machen.

SSV-Coach Krauß kommt nach Rudelbildung zu Fall

In der 66. Minute kam es plötzlich zu einer heftiger Rudelbildung, nachdem der Ball wohl im Aus war, der Schiedsrichter-Assistent dies aber nicht gesehen hatte. Die Markranstädter protestierten unmittellbar vor ihrer Bank heftig. Daraus entwickelte sich ein Gerangel, bei dem sogar SSV-Coach Krauß zu Fall kam. Außerdem sah Jens Werner wegen einer Unsportlichkeit Gelb-Rot, er hatte wohl einen Gegenspieler beleidigt. Als Referee Biastoch die Gelbe Karte zückte sagte der Rechtsverteidiger selbst, dass er doch schon Gelb habe. Daraufhin wurde er vom Platz geschickt, obwohl sich sogar Backhaus für ihn einsetzte und Biastoch überzeugen wollte, dass das nicht richtig sei. Der gerade erst eingewechselte Inter-Spieler Christos Ieiridis sah sogar Rot, nachdem er einem Gegenspieler an den Hals gefasst hatte. Er war ganze zehn Minuten auf dem Platz. Für das Verhalten seines Spielers entschuldigte sich Backhaus: „Ich hatte ihn so sehr motiviert, dass er wohl etwas übersteuert war, das nehme ich auf meine Kappe.“ Auch Krauß versuchte die Gemüter zu beruhigen.

Nach diesen turbulenten Minuten kamen die bis dahin recht harmlosen Gäste auf und erspielten noch zwei hochkarätige Chancen, die der zuvor recht wacklige Fritz Pflug aber vereitelte. Erst gegen Marc-Calvin Dünkel (81.), dann gegen den eingewechselten Hans-Christian Miertschink (86.). Pflug fragte seine Defensivabteilung deshalb: „Was ist denn jetzt plötzlich los?“ Inter überstand die letzten Minuten schließlich unbeschadet. Am Mittwoch, 18.30 Uhr, treten die „Orangen“ in Machern zum Nachholspiel gegen den SV Merseburg 99 an.

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