Xxxxx xxxxx xxxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxx xxxxx xxxxx xxx. © Ingo Moellers

Ippener will die Kreisliga aufmischen

Warum der Aufsteiger tatsächlich direkt zur Spitzengruppe zählen könnte / Viererkette eingeführt

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Er hat sich lange damit Zeit gelassen, die Idee zwar immer wieder im Kopf gehabt, dann allerdings doch wieder verworfen – vor der neuen Saison ist es nun endlich soweit: Spielertrainer Andreas Lorer schafft beim TSV Ippener den Libero ab und stellt seine Defensive auf eine Viererkette um. „Jetzt habe ich die Spieler dafür, um dieses System spielen zu lassen“, erklärt der 31-Jährige, dessen Team in wenigen Wochen als Aufsteiger in die neue Saison der Fußball-Kreisliga startet. Während andere Neulinge im ersten Jahr in der höheren Klasse vornehmlich darauf bedacht sind, nicht gleich wieder runter zu müssen, ist von Ippener deutlich mehr zu erwarten. Gemessen am Potenzial seines Kaders, gehört der Klub zur Spitzengruppe.

„Ich glaube schon, dass wir die Liga aufmischen können“, sagt Lorer, der diesen Satz aber ausdrücklich nicht als Kampfansage verstanden wissen will. Große Töne spucken, das sei seine Sache nicht. Dass er über einen enorm spielstarken Kader verfügt, weiß der Coach allerdings nur zu gut. Im Vorjahr wurde Ippener mit stolzen 72 Punkten und einem Torverhältnis von 114:35 Meister in der 1. Kreisklasse. Nun hat der Verein personell noch mal ordentlich nachgelegt. Daniel Akyol (VfB Oldenburg II), Andreas Böhm (Rot-Weiß Hürriyet), Lamin Sillah (BSV Rehden II) und Aslan Yüksel (SV Tur Abdin) stehen bereits als Zugänge fest, zwei weitere sollen noch folgen. „Ich bin mit den Eindrücken der Neuen bisher sehr zufrieden“, sagt Lorer, dessen Elf ihr erstes Testspiel mit 2:1 gegen den TV Dötlingen gewann.

Und in der Tat: Durch die Zugänge hat der Trainer in allen Mannschaftsteilen plötzlich mehr Möglichkeiten. So dürfte Sillah als Linksverteidiger auf Anhieb seinen Platz in der neuen Viererkette finden. Hinten rechts spielt Alexander Rautenhaus, in der Mitte die Innenverteidiger Markus Wloka und Nico Bonin. Davor plant Lorer mit zwei Sechsern. Ümit Yildiz war auf dieser Position schon in der Vorsaison gesetzt, in Andreas Böhm steht ihm nun ein ebenso erfahrener wie zweikampfstarker Mann zur Seite. Auch der 19-jährige 1,90-Meter-Mann Fabian Mende, den Lorer bereits 2014 vom Adelheider TV aus der 2. Kreisklasse geholt hat, dürfte gute Chancen auf Einsätze in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld haben. „Fabian hat schon gezeigt, dass wir uns auf ihn verlassen können“, lobt Lorer.

Das Prunkstück im Spiel des TSV Ippener ist aber nach wie vor die Offensive. Zugang Daniel Akyol und Mikael Blümel auf den Flügeln sowie Zana Ibrahim und Lorer selbst als hängende Spitze und Stürmer dürften auch in der Kreisliga jede Defensive in Verlegenheit bringen können. Der große Vorteil: Jeder aus diesem Quartett kann im Prinzip jede der vier Offensivpositionen bekleiden. „Wir werden ständig rotieren, damit sich der Gegner nicht auf uns einstellen kann“, kündigt Lorer an.

Bassel Ibrahim nach Bookholzberg

Durch die Verpflichtung von Akyol, der früher für Tur Abdin aktiv war, ist es dem TSV Ippener zudem gelungen, den Abgang von Bassel Ibrahim zu kompensieren. Der Bruder von Stürmer Zana kehrt zum Bookholzberger TB in die 1. Kreisklasse zurück. „Eigentlich hatte er schon bei uns zugesagt“, sagt Lorer, „und auch sportlich kann ich seine Entscheidung nicht nachvollziehen“. Einziger Zugang, der nicht in die Startelf rücken dürfte, ist Torhüter Aslan Yüksel. Der Keeper hat sich selbst in Ippener angeboten, weil er einen sportlichen Tapetenwechsel wollte. Hinter Stammtorwart Jens Dekarski wird er die Nummer zwei werden. „Darüber freue ich mich. Er hat viel Erfahrung und meckert nicht, wenn er nicht spielt“, erklärt Lorer.

Nicht nur im Umfeld, sondern auch innerhalb des Vereins dürfte die Erwartungshaltung vor der neuen Saison groß sein. Schließlich warten sie in Ippener seit 2011 auf die Rückkehr in die Kreisliga. „Man bekommt schon mit, dass die Mitglieder der neuen Saison entgegenfiebern“, berichtet Lorer. Großen internen Druck gäbe es jedoch nicht. „Es sagt hier keiner: Jetzt müsst ihr gleich in die Bezirksliga.“ Eine solche Vorgabe wäre wohl auch nicht besonders hilfreich, schließlich ist die Mannschaft enorm jung. In Lorer (31), Andreas Böhm (30) und Ümit Yildiz (29) stehen lediglich drei Routiniers im Kader, in Jens Woizekowski hat ein erfahrener Spieler den Verein im Sommer verlassen, weil er aus privaten Gründen etwas kürzer treten möchte. „Auf stand-by steht er aber noch zur Verfügung“, sagt Lorer.

Die Vorbereitung des TSV Ippener läuft bereits seit dem 26. Juni, und im Mittelpunkt stehen derzeit traditionell Konditions- und Krafteinheiten. Zwar baut der Spielertrainer den Ball immer mal wieder mit ein („Der Spaß darf ja nicht zu kurz kommen“), aber Hauptziel ist es momentan, die körperlichen Grundlagen zu legen.

Bis es wieder ernst wird, hat die Lorer-Elf dafür allerdings noch etwas Zeit. Das erste Pflichtspiel der Saison 2016/2017 bestreitet der TSV Ippener am Sonntag, 31. Juli, ab 15 Uhr im Kreispokal gegen den neuen Liga-Rivalen SV Achternmeer.

Kreisliga Kreis Oldenburg-L./Delmenhorst IV Oldenburg-Land/Delmenhorst/WES (Herren) Region/Bremen TSV Ippener (Herren)

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