bremer brücke Der vorerst letzte Kieler Fußball-Jubeltag in Osnabrück: Die Störche um Sven Boy (3. v. li.), Fin Bartels (Mitte, hellblaue Trainingsjacke) und Michael Molata (re.) feiern am 18. März 2006 ihren 3:2-Auswärtserfolg an der Bremer Brücke. © Nawe
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Irgendwas ist immer

Spektakel sind bei Holstein-Spielen in Osnabrück Tradition – Letzter Störche-Sieg 2006

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Bremer Brücke, Piepenbrock-Stadion oder osnatel-Arena – die Namen der Spielstätte des VfL Osnabrück hat sich in der Vergangenheit gelegentlich geändert. Die Gastspiele des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel bei den Lila-Weißen dagegen boten Beständigkeit: beständig Spektakel. Am Freitagabend (19 Uhr) kommt’s erneut zum Duell der Nordrivalen. Und wieder geht es um immens wichtige Zähler im beiderseits erhofften Aufstiegsrennen. Der letzte Sieg der Störche liegt fast auf den Tag genau elf Jahre zurück. Danach gab’s fünf Niederlagen – zwei Abstiege der Kieler, einen Kreuzbandriss und den Beginn einer phantastischen Erfolgsserie inklusive. Die Chronologie:

18. März 2006:

Der vorerst letzte Triumph der Störche in Osnabrück. Mit 1:2 lag das KSV-Team um Andre Breitenreiter und den jungen Fin Bartels (heute Werder Bremen) zurück. Dann drehten Sven Boy (67.) und Pavel Dobry (87.) die Partie in Unterzahl gegen den zuvor seit Mai 2005 zu Hause ungeschlagenen VfL. KSV-Keeper Simon Henzler (heute Torwarttrainer bei Schalke) hatte in der 57. Minute Gelb-Rot gesehen, Boy zu allem Überfluss in der 75. Minute einen Elfmeter verschossen. „Die Partie besaß alles, was das Fußball-Herz begeht“, jubelte Störche-Trainer Frank Neubarth nach dem Abpfiff.

19. Mai 2007:

Bis 16 Minuten vor Schluss führten die Kieler durch Tore von Pavel Dobry und Dmitrijus Guscinas mit 2:0. Der vorentscheidende „Dreier“ im Kampf um den Klassenerhalt drei Spieltage vor dem Saisonende schien eingetütet. Dann schlugen die Gastgeber in einem dramatischen Endspurt dank eines Doppelpacks des Kieler Lieblingsfeindes Thomas Reichenberger (81., 88.) erbarmungslos zurück. Nach der finalen 2:3-Schlappe musste sich der neutrale Beobachter große Sorgen um den Gesundheitszustand des kreidebleichen Holstein-Trainers Peter Vollmann machen. Die Störche stiegen ab, Osnabrück sensationell in einer Last-Minute-Entscheidung auf.

30. April 2010:

Die 1:3-Schlappe vernichtete die allerletzten Chancen der Störche, den sofortigen Abstieg nach dem Drittliga-Wiederaufstieg im Frühjahr zuvor zu verhindern. Kommentar des Sportdirektors Andreas Bornemann: „Dies ist ein schwarzer Tag und die große Möglichkeit zum Neuanfang zugleich.“

29. März 2014:

Nach vierjähriger Osnabrück-Abstinenz kassierten die Störche bei der Rückkehr eine derbe 0:4-Packung. Eine Art Selbst-Vernichtung: Dauerbrenner Patrick Herrmann handelte sich im Teamhotel eine Wirbel-Blockade ein, Vertreter Kevin Schulze zeigte eine Grotten-Vorstellung und fabrizierte ein Eigentor. Trainer Karsten Neitzel stellte angefressen fest: „Seine Tätowierungen flößen jedem Gegner Angst ein. Und dann brüllen ein paar Tausend Zuschauer in Osnabrück – und der Kevin macht sich in die Hose.“ Immerhin, sechs Partien später feierten die Kieler den Klassenerhalt.

30. September 2014:

Der VfL gewinnt vergleichsweise unspektakulär mit 2:1. Danach kommen die Kieler in einen Fluss von 27 Spielen in Folge mit nur einer Niederlage und erreichen die Zweitliga-Aufstiegsspiele gegen 1860 München.

29. August 2015:

Holstein verpasst nach 0:3-Halbzeitrückstand bei Robin Zentners Torwart-Premiere im KSV-Trikot nur knapp das Remis. Doppeltes Pech nach dem 2:3-Endstand: Kapitän Marlon Krause hatte sich ohne Fremdeinwirkung den zweiten Kreuzbandriss binnen 24 Monaten zugezogen.

10. März 2017:

Der VfL betritt mit vier Niederlagen in Serie im Gepäck den eigenen Rasen. Die Störche haben bislang erst zwei Mal in der Fremde dreifach gepunktet .......

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