16. Oktober 2018 / 13:58 Uhr

So erlebte Hannovers Triathlet Carsten Possenriede den Ironman auf Hawaii

So erlebte Hannovers Triathlet Carsten Possenriede den Ironman auf Hawaii

Stephan Hartung
Carsten Possenriede hat es beim Ironman auf Hawaii in einer guten Zeit ins Ziel geschafft.
Carsten Possenriede hat es beim Ironman auf Hawaii in einer guten Zeit ins Ziel geschafft. © privat
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Hannoveraner Carsten Possenriede hat den Ironman auf Hawaii überstanden. Unserem Sportbuzzer-Reporter Stephan Hartung hat er erzählt, was ihm geholfen hat. 

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Natürlich war er nach der Ironman-Distanz völlig fertig – aber noch immer voller Begeisterung über die Erlebnisse. „Der Zieleinlauf war einfach gigantisch“, sagt Carsten Possenriede (47). Der Triathlet aus Hannover startete auf Hawaii in der Altersklasse M45 bis 49. Nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dem abschließenden Marathon-Lauf kam er nach 10:04 Stunden ins Ziel – auf Rang 766 insgesamt, auf dem 99. Platz seiner Altersklasse.

Possenriede freut sich über Regen

Dabei unterbot Possenriede seine selbstgesteckte Vorgabe um Längen. Zwei Tage vor dem Wettkampf hatte er verkündet, dass er unter elf Stunden bleiben und bei Tageslicht ankommen wolle. Kurz nach 17 Uhr lief Possenriede über die Ziellinie, erst eine Stunde später war es dunkel in Kona auf Hawaii.

Ähnlich wie die Profis, bei denen Patrick Lange mit einer Fabelzeit siegte, profitierten auch die Amateure von den klimatischen Bedingungen am Veranstaltungstag: weniger Hitze als sonst, kaum Wind. „Und während des Radfahrens gab es sogar einen heftigen Regenschauer. Das hat erfrischt“, erzählt Possenriede.

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Possenriede trifft Lange

Zwischendurch musste er einen bekannten Begleiter abschütteln, den inneren Schweinehund: „Beim Laufen war es brutal. Man läuft diesen unendlichen Highway nur geradeaus und möchte einfach nur stehenbleiben.“ Dieses Motivationsloch überstand er jedoch: „Ich habe Rechenspiele gemacht und mir die Stecke in mehrere Abschnitte eingeteilt. Das war gut als Ablenkung und für den Kopf.“ Was ihm zudem half, war, dass sich Frau und Kinder an der Strecke befanden. „Ich wusste genau, wo sie stehen. Da freut man sich richtig drauf, das hilft ungemein“, erzählt der in Hannover praktizierende Orthopäde.

Auch die Profis liefen ihm mehrfach über den Weg auf dem Rundkurs. „Wir haben uns in den Tagen vor dem Triathlon sogar mal mit Patrick Lange unterhalten. Ein sehr netter Mensch, absolut au­thentisch und ohne Star-Allüren.“

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"Nehme 2020 einen neuen Anlauf"

Und nächstes Jahr gibt es ein Wiedersehen auf Hawaii? Possenriede lacht: „Natürlich möchte ich unbedingt wieder starten. Unter zehn Stunden zu bleiben, ist ein großes Ziel.“ Aber „erst mal hat die Familie Vorrang. Sie mussten in den vergangenen Monaten viel auf mich verzichten. Daher nehme ich erst 2020 wieder einen neuen Anlauf.“

Ein paar Tage bleiben die Possenriedes auf Hawaii und genießen einen Urlaub ohne Schwimm- und Laufeinheiten des Papas. „Ich werde höchstens mal in den Pool springen“, flachst Possenriede. Am Donnerstag geht es dann über San Francisco und Frankfurt zurück nach Hannover.

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