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"Charakter einer Jagd": Hemmingen-Coach Zan lässt Pyrmont-Spiel nicht los

Jens Niggemeyer
Hemmingen-Trainer Semir Zan (links) kann es immernoch nicht fassen, was seiner Mannschaft am Sonntag widerfahren ist. © Dennis Michelmann

Semir Zan lässt das Spiel des SC Hemmingen-Westerfeld in Bad Pyrmont einfach nicht in Ruhe. Allerdings liegt das nicht an der Niederlage. Vielmehr ärgert sich Zan über die Art und Weise, wie die SpVgg. Bad Pyrmont aufgetreten sei. Auch die Leistung der Schiedsrichterin beschäftigt Hemmingens Coach.

Das Spiel bei der SpVgg Bad Pyrmont lässt Semir Zan keine Ruhe. Nicht wegen der 1:2-Niederlage, der ersten für den SC Hemmingen-Westerfeld in dieser Premieren-Saison in der Fußball-Landesliga. „So ein verlorenes Spiel lässt sich nicht so locker wegstecken“, sagt der Coach.

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Drei verletzungsbedingte Wechsel sorgen für Unverständnis

Aber die Umstände geben ihm schon zu denken. Die mit rustikal nur unzureichend zu beschreibende Gangart der Gastgeber sowie die „völlig inkonsequente“ Spielleitung der Schiedsrichterin will der SC-Trainer nicht unkommentiert lassen. „Ich musste dreimal verletzungsbedingt wechseln, weil die Bad Pyrmonter die Grenzen des Erlaubten in vielen Fällen überschritten haben.“ Das seien einige brutale Fouls dabei gewesen. „Der Keeper beispielsweise muss Rot sehen, so rücksichtslos, wie er Luca Ritzka umgehauen hat.“

Die Unparteiische habe an diesem Tag ganz offensichtlich den Weg gewählt, nicht gleich Gelbe Karten zu ziehen, um sich nicht unter Zugzwang setzen zu lassen. „Es war definitiv die falsche Taktik. Sie hätte früh eingreifen müssen, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen“.

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Top 10: Das sind die besten Torschützen aus der Region Hannover in der Landesliga Hannover (Stand: 17.09.2018)

Pattensens Steve Goede (rechts) spitzelt den Ball vor Tim Holzapfel weg. © Dennis Michelmann
Burgdorfs Nico Eccarius ist obenauf, der Pattenser Simon Hinske liegt am Boden. Passt zum Ergebnis der Partie. © Dennis Michelmann
Pattensens Darius Marotzke (rechts) führt den Ball. © Maike Lobback
Volkan Ates (Mitte) vom OSV versucht, den Ball gegenüber Pattensens Björn Gassmann zu behaupten. © Maike Lobback
Nikolaos Zervas (SV Iraklis Hellas): Er hat das interne Duell mit Papaefthimiou verloren – aber wen interessiert´s? 24 Tore in der Vorsaison sind dennoch ein großartiger Wert für den ehemaliger Kicker des 1. FC Wunstorf. © Sascha Priesemann
4 Tore: Michael Gerlach (rechts, SC Hemmingen-Westerfeld) © Debbie Jayne Kinsey
5 Tore: Tugrancan Singin (OSV Hannover) © Maike Lobback
4 Tore: Michael Fitzner (TSV Burgdorf) © Debbie Jayne Kinsey
6 Tore: Gean Rodrigo Baumgratz (vorn, SC Hemmingen-Westerfeld) © Dennis Michelmann
8 Tore: Halil Aydemir (Mitte, Heeßeler SV) © Nils Propfen

​"Das hatte den Charakter einer Jagd."

Bereits beim Sieg in Bavenstedt am zweiten Spieltag sei seine Mannschaft auf einen von Beginn an überhart einsteigenden Kontrahenten getroffen. „Doch da hat der Schiedsrichter von Beginn an durchgegriffen und die Partie so unter Kontrolle gehalten.“ In Bad Pyrmont sei das Geschehen der Unparteiischen völlig entglitten. „Das hatte den Charakter einer Jagd.“

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Zan findet die Spielweise bizarr

Bei der Ursachenforschung ist Zan zu folgendem Schluss gekommen: „Es ist ein bisschen bizarr. Denn eigentlich kämpfen Aufsteiger ja in der Regel um den Klassenerhalt. Doch bei uns ist es offenbar so, dass wir als Neuling den meisten Gegnern spielerisch Paroli bieten können“, so Zan. Deshalb griffen einige Gegner zu solchen Mitteln, um seine Spieler aus dem Tritt zu bringen. „Anders kann ich mir diese Gangart nicht erklären.“ Er versuche, seinen Spielern das auf eine positive Weise zu vermitteln:

"Eigentlich sollten sie jedes überharte Einsteigen als Kompliment auffassen."

Der SC-Trainer wies zwar ausdrücklich darauf hin, dass seine Spieler auch keine Unschuldslämmer seien, „aber wir könnten gar nicht so zur Sache gehen, denn dazu sind wir nicht clever und abgezockt genug“, sagt der Coach. „Meine Jungs würden garantiert vom Platz fliegen.“ Für die Zukunft wünsche er sich Referees, die vom Anpfiff weg knallhart durchgreifen. „Es gilt, die Spieler zu schützen – auf beiden Seiten.“

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