10. August 2018 / 11:00 Uhr

Jan-Hendrik Schwirz - der Sicherheitsbeauftragte des TV Stuhr

Jan-Hendrik Schwirz - der Sicherheitsbeauftragte des TV Stuhr

Thorin Mentrup
Obwohl er erst in seinem dritten Jahr beim TV Stuhr spielt, fühlt sich Jan-Hendrik Schwirz bei den Rot-Weißen pudelwohl.
Obwohl er erst in seinem dritten Jahr beim TV Stuhr spielt, fühlt sich Jan-Hendrik Schwirz bei den Rot-Weißen pudelwohl. © Thorin Mentrup
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Der 32-Jährige ist ein zentraler Baustein beim Landesliga-Aufsteiger

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Sein Beruf passt zu seiner Rolle auf dem Platz: Jan-Hendrik Schwirz ist Polizist und bei den Fußballern des TV Stuhr als zentraler Mittelfeldspieler ebenfalls eine Art Sicherheitsbeauftragter. Er bricht die Angriffswellen des Gegners und leitet selbst Offensivaktionen ein. Kurzum: Jan-Hendrik Schwirz geht beim Landesliga-Aufsteiger voran. Das ist das, was er von sich selbst erwartet, schließlich gehört er mit 32 Jahren zu den erfahrensten Spielern der Mannschaft. Dabei nimmt er sich allerdings nicht zu wichtig: "Ich bin nur ein kleiner Baustein des großen Ganzen. Für uns sind alle wichtig, alle Spieler, unsere Trainer und die Betreuer", sagt er. Als Baustein des Teams will er mithelfen, dass die Rot-Weißen am Sonntag gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide den ersten Sieg in ihrer Landesliga-Geschichte einfahren.

Die 1:2-Last-Minute-Niederlage gegen den SV Bavenstedt wirkt weder beim Team noch bei Jan-Hendrik Schwirz nach: "Es ist natürlich Frust da gewesen. Wenn man kurz davor ist, ein richtig gutes Ergebnis zu erzielen, und dann noch verliert, ärgert man sich schon. Aber in erster Linie bin ich stolz auf die Mannschaft und alle, die dabei sind. Wir können extrem viel mitnehmen aus dem Spiel, vor allem, dass wir konditionell und körperlich mithalten können." Die Vorbereitung hat gefruchtet, selbst wenn das Ergebnis ausblieb. "Wie die Jungs angelaufen sind, wie sie umgesetzt haben, was unsere Trainer Christian (Meyer, d. Red.) und Stephan (Stindt) gefordert haben, das war wirklich gut", hat die Niederlage Schwirz' Glauben an eine erfolgreiche Landesliga-Premierensaison nicht geschmälert. Im Gegenteil: Sie hat ihn eher noch verstärkt. "Natürlich gibt es auch noch Dinge, die wir besser machen müssen", sagt derStratege. Damit meint er unter anderem die Cleverness, die den Stuhrern beim ganz späten Gegentor gegen Bavenstedt abging, aber auch die Robustheit: "In der Landesliga wird viel weniger abgepfiffen als in der Bezirksliga. Da geht es anders zur Sache."

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Erfahrung in der sechsten Liga

Schwirz weiß, wovon er spricht, denn er hat schon Erfahrung in der sechsten Liga: Mit dem SC Twistringen spielte er vor Jahren noch in der Bezirksoberliga. Über den SV Bruchhausen-Vilsen kam er im Sommer 2016 zum TV Stuhr. Der Aufwand, den er für das Fußballspielen bei den Rot-Weißen auf sich nimmt, ist groß. Allein die Fahrten zum Training kosten den Achimer viel Zeit. Durch den Landesliga-Aufstieg ist der Aufwand sogar noch größer geworden. Eine Alternative näher der Heimat hat sich der Mittelfeldspieler, der seine Jugendzeit in Weyhe verbrachte, dennoch nicht gesucht. "Ich fühle mich sehr wohl in Stuhr, als wäre ich schon länger hier als in meinem dritten Jahr. Das Umfeld und die Mannschaft sind ideal. Der ganze Verein ist mir ans Herz gewachsen", ist die Bindung zwischen Schwirz und dem TVS sehr eng. Seine offene und impulsive Art passt zum Team.

Auf dem Platz geht Schwirz keinem Zweikampf aus dem Weg, er haut sich rein für die Rot-Weißen. "Ich bin sehr ehrgeizig", sagt er über sich selbst. Dementsprechend will er seinen Teil zum Erfolg beitragen – auch in der Landesliga. Deshalb nimmt er die Spielvorbereitung sehr ernst: "Ich beschäftige mich intensiv mit unseren Gegnern und setze mich mit ihnen auseinander. Ich mache das gern und die Jungs wissen das auch zu schätzen." Nach 26 Jahren im Fußball will Schwirz so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Deshalb geht er als Lautsprecher auf dem Platz voran. "Es ist schon wichtig, dass in zentraler Position jemand ist, der den Mund aufmacht. Ich bin jemand, der gern das Heft in die Hand nimmt", will er Verantwortung übernehmen. In dieser Rolle wird er von der Mannschaft akzeptiert. Das zeigte sich nicht zuletzt daran, dass Schwirz die Kapitänsbinde übernahm, als Timo Wetjen gegen Bavenstedt den Platz verließ. Ein besonderer Moment auch für den 32-Jährigen, der dieses Amt auch schon in Vilsen ausgeübt hat. In Stuhr weiß er etwa mit Fabian Bischoff und Timo Wetjen weitere charakterstarke Akteure an seiner Seite. "Die beiden machen das super", lobt er seine Mitspieler. Wenn er dann doch einmal als Kapitän gefragt ist, ist Jan-Hendrik Schwirz zur Stelle. Wie er selbst sagt, als kleiner Baustein des großen Ganzen. Aber vor allem ein sehr gut passender.

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