23. August 2018 / 22:50 Uhr

Jan Ullrich macht Fortschritte im Entzug: "Mir geht es schon viel besser!"

Jan Ullrich macht Fortschritte im Entzug: "Mir geht es schon viel besser!"

Redaktion Sportbuzzer
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Jan Ullrich hat die Psychiatrie wieder verlassen.
Nach eigener Aussage auf dem Weg der Besserung: Jan Ullrich. © dpa
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Vor gut zwei Wochen hat sich der ehemalige Rad-Star Jan Ullrich in eine Entzugsklinik begeben. Nach den Schlagzeilen um seine Drogensucht und den Streit mit einer Prostituierten geht es Ullrich wohl besser. Zudem erklärt er, wie es zu seiner Sucht kam.

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Endlich gute Nachrichten von Jan Ullrich! Der Aufenthalt in einer Entzugsklinik scheint dem ehemaligen Rad-Star gut zu bekommen. Das berichtet die Bild. Demnach soll sich der Zustand von Ullrich in einem Alkohol- und Drogen-Entzug verbessert haben.

"Mir geht es schon viel besser! Ich fühle mich hier sehr sicher, kann mich ganz auf mich selbst konzentrieren", sagte Ullrich der Bild bei einem Treffen im Hotel in der Nähe der Klinik. Nach den ersten Fortschritten darf der 44-Jährige die Klinik inzwischen sechs Stunden am Tag verlassen.

Morgen und abends wird Ullrich jeweils auf Substanzen im Körper gestestet. Damit stellt die Klinik sicher, dass Ullrich nicht wieder rückfällig wird. "Ich habe trotzdem keine Entzugserscheinungen, muss auch keine Medikamente nehmen. Nur Augentropfen wegen des ganzen Qualms vom Rauchen", sagt Ullrich.

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Besonders gut für Ullrich: Er hat inzwischen wieder Kontakt zu seinen drei Söhnen, die bei seiner Frau Sara im Allgäu leben. Sie zogen vor einigen Monaten aus der gemeinsamen Villa auf Mallorca aus, weil Ullrich sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hatte. Jetzt fällt es ihm aber leicht, auf die Drogen zu verzichten, "weil ich jetzt jeden Tag mit meinen Kindern telefonieren darf. Die Kinder sind meine Medizin."

Ullrich erklärt seinen Drogenkonsum

Erstmals erklärt Ullrich auch, wie es zu seiner Drogensucht kam. Aufgrund seiner Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung nahm er Amphetamine, um sich zu beruhigen. Durch den Streit mit seiner Frau nahm er zu viele davon. "Als im Frühjahr der Ärger mit Sara richtig begann und ich die Kinder wochenlang nicht sehen und sprechen konnte, bin ich regelmäßig explodiert. Da ist dann auch der ein oder andere Fernseher kaputt gegangen oder der Box-Sack aus der Decke gerissen worden… Und um da wieder runterzukommen, habe ich Kokain und Amphetamin genommen", gibt Ullrich zu.

Vor wenigen Tagen hatte sein Dauerrivale Lance Armstrong Ullrich besucht. Dies habe ihm viel Kraft gegeben, sagte Ullrich. "Als er plötzlich da war, fand ich das richtig geil, super! Lance hat sich brutal reingehauen für mich." Das soll auch in Zukunft so bleiben. "Lance und ich machen zusammen weiter. Im Anschluss an meine Therapie hier in Deutschland fliege ich zu ihm in die USA nach Colorado. Er hat mir eine Klinik vorgeschlagen, wo ich weiter aufgebaut werde und die letzten Giftstoffe aus dem Körper geholt werden. Das wird gut."

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