17. Mai 2016 / 20:00 Uhr

Jennifer Zietz ist zurück

Jennifer Zietz ist zurück

Sebastian Morgner
Jennifer Zietz ist zurück bei Turbine Potsdam.
Jennifer Zietz ist zurück bei Turbine Potsdam. © Jan Kuppert\Archivbild
Anzeige

Frauen-Bundesliga: Der langjährige Kapitän des 1. FFC Turbine Potsdam rückt als Co-Trainerin an die Seite von Matthias Rudolph.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

*Potsdam. *Das ist ein Paukenschlag, so kurz nach dem Ende der Bundesliga-Saison. Jennifer Zietz ist zurück beim 1. FFC Turbine Potsdam. Die 32-Jährige rückt an die Seite des neuen Trainers Matthias Rudolph und wird ab dem Sommer den Posten des Co-Trainers übernehmen. „Die Liebe zum Sport und Verein hat am Ende den Ausschlag gegeben“, so Zietz, die im Sommer 2015 ihre Fußballschuhe an den Nagel gehangen hatte – nach 16 Jahren im Verein. Die Visitenkarte des einstigen Kapitäns kann sich sehen lassen: „Jenny“ Zietz holte 2010 die Champions League, 2005 den Womens Cup und wurde sechsmal deutscher Meister. Den DFB-Pokal gewann die Mittelfeldspielerin mit den „Torbienen“ von 2004 bis 2006 dreimal in Folge.

Jennifer Zietz: "Mir als Spielerin hat immer eine weibliche Ansprechpartnerin aus dem Trainerteam gefehlt"

Jetzt rückt die Potsdamerin auf die andere Seite und will das „Bindeglied zwischen der Mannschaft und Matthias Rudolph werden“, sagt sie. „Mir als Spielerin hat immer eine weibliche Ansprechpartnerin aus dem Trainerteam gefehlt. Frauenfußball ist anders als Männerfußball. Da kann es von Vorteil sein, wenn man Erfahrung als Spielerin sammeln konnte.“ Vor drei Monaten wurde sie von Matthias Rudolph angesprochen, ob sie sich den Job als Co-Trainer vorstellen könne. „Das kam echt überraschend. Ich dachte: Wahnsinn“, erzählt Jennifer Zietz, die sich nach ihrem Weggang eine Auszeit verordnet hatte. „Ich habe im letzten Jahr aber gemerkt, dass der Sport und der Verein mir fehlen. Gerade die soziale Seite, die Kontakte zur Mannschaft, das Spiel. Ich habe Turbine immer mit einem Auge im Blick behalten.“ Jennifer Zietz musste abwägen: „Meinen Beruf bei der AOK Nordost wollte ich auf keinen Fall sausen lassen. Die Arbeit macht mir viel Spaß. Ich brauche den externen Input und bin glücklich, weiter bei der AOK Nordost arbeiten zu dürfen.“

Nach kurzer Bedenkzeit gab die 15-fache Nationalspielerin grünes Licht. „Ich werde bei der AOK den Bereich wechseln. Vom Veranstaltungsteam zum Sport- und Gesundheitsbereich. Das ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, da die Arbeit mit meinen Kollegen und die Aufgaben mir sehr viel Spaß machen. Doch dadurch bekomme ich die Zeit, bei den Trainingseinheiten dabei sein zu können“, so Zietz. In den letzten Wochen seien sie und Rudolph schon im täglichen Austausch gewesen. „Dennoch lag der Fokus auf dem aktuellen Wettkampfbetrieb, da die Saison ja noch lief und Bernd Schröder einen ordentlichen Abschied verdient hat“, beschreibt Jennifer Zietz. „Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren. Bislang wurde im Hintergrund gearbeitet.“

Es wird personelle Veränderungen geben

Sie möchte die Vereins-Philosophie vorleben und den neuen Spielerinnen erläutern. „Der Verein wurde mit Herz und Leidenschaft aufgebaut und geführt“, erklärt Jennifer Zietz.

Personell wird es Veränderungen geben. „Wir brauchen noch Verstärkungen auf ein, zwei Positionen.“ Das sei aber gar nicht so einfach. „Man klopft nicht so einfach an die Tür und unterschreibt mal schnell einen Vertrag. Wir wollen keine Schnellschüsse machen“, erklärt das Turbine Ur-Gestein. „Natürlich wird nach Erfolgen abgerechnet. Doch wir werden nicht auf Teufel komm raus Spielerinnen holen. Wir planen längerfristig und in Ruhe.“

Zudem wird Zietz auch beim Training der Sportschule und vom Nachwuchs vorbeischauen. „Der Verein wollte immer auf die eigene Jugend bauen. Genau diesen Ansatz verfolgt Matthias Rudolph ebenfalls.“

Die Mannschaft hat die Personalie bereits erfahren. Rudolph ist der neue Chef. Zietz der „Co“ und Dirk Heinrichs der Torwarttrainer. „Ich bin gespannt, was kommt. Und ich freue mich, von Matthias zu lernen und wieder bei meinem Verein zu sein“, schildert Jennifer Zietz. Spielen wird sie  aber nicht mehr. „Das eine Jahr Pause kann man nicht mehr aufholen. Über ein Comeback brauchen wir nicht zu reden. Daran denke ich nicht. Wir haben genug gute Spielerinnen im Verein, das wird nicht mehr notwendig sein. Ich werde aber ab und zu beim Training mitspielen.“

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt