18. September 2018 / 21:24 Uhr

Wegen Mesut Özil: Jerome Boateng giftet gegen Nationalmannschafts-Kollegen

Wegen Mesut Özil: Jerome Boateng giftet gegen Nationalmannschafts-Kollegen

Redaktion Sportbuzzer
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Ist von seinen Nationalmannschaftskollegen enttäuscht: Bayern-Star Jerome Boateng
Ist von seinen Nationalmannschaftskollegen enttäuscht: Bayern-Star Jerome Boateng © imago/foto2press
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Sind die Gräben innerhalb der deutschen Nationalmannschaft doch tiefer, als vermutet? Jerome Boateng arbeitet in einem Interview die Erdogan-Affäre auf und kritisiert seine DFB-Kollegen wegen des Umgangs mit Mesut Özil scharf.

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Jerome Boateng ist vom Verhalten seiner Nationalmannschaftskollegen nach dem Rücktritt von Mesut Özil aus dem DFB-Team offenbar tief enttäuscht. "Wo waren die Mitspieler, die sich bei Mesut bedankt haben? Anscheinend haben viele sich nicht zu äußern getraut, weil sie gedacht haben, dass das bei den deutschen Fans nicht so gut ankommt", sagte der Bayern-Star der Süddeutschen Zeitung: "Aber da geht es nicht um die Aktion mit dem Foto."

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Boateng weiter: "Da geht es um einen tollen Spieler, der mit uns Weltmeister geworden ist, der super viele Länderspiele gemacht hat, der den deutschen Fußball auch ein Stück weit verändert hat. Eine Nummer  10 mit Migrationshintergrund! Dem muss man Danke sagen. Sich dann zu enthalten, das finde ich schade." Boateng selbst hatte sich nach dem turbulenten DFB-Abschied seines langjährigen Kollegen, der dem Verband am Ende sogar Rassismus unterstellte, hingegen als einer der wenigen Nationalspieler zu Wort gemeldet.

Rundumschlag von Özil-Berater

In den vergangenen Wochen hatten sich dann mehr und mehr DFB-Kicker zu Özil und dessen Rücktritt geäußert - allerdings vornehmlich kritisch. So sprach Toni Kroos von einem „hohen Anteil an Quatsch“ in Özils -Abschieds Statement. Dies wiederum rief am Montag auch Özil-Berater Erkut Sögüt auf den Plan, der sich in einem Rundumschlag Kroos, weitere Nationalspieler und auch den FC Bayern verknöpfte.

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Boateng deutete zudem an, dass die sogenannte Erdogan-Affäre - die durch ein gemeinsames von Özil, seinem Nationalmannschafts-Kameraden Ilkay Gündogan und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ausgelöst worden war - innerhalb des DFB-Teams zumindest in Teilbereichen kontrovers diskutiert wurde.

Boateng: "Meinungen sind auseinandergegangen"

"Jeder hatte seine Meinung, und natürlich sind die Meinungen auch ein bisschen auseinandergegangen", sagte der Innenverteidiger: "Ich habe aber von keinem gehört: 'Mesut und Ilkay brauchen wir nicht, das ist zu viel Belastung.' Ich glaube eher, dass die Meinungen waren: 'Natürlich brauchen wir die!' Aber es hätte eben anders erklärt und ausgesprochen werden sollen."

Boateng weiter: "Es wurde schon diskutiert, und das wurde dann irgendwann nervig. Wir wollten als Team miteinander trainieren und uns mit anderen Themen beschäftigen. Und uns nicht immer nur fragen: Was hältst du von dem Foto? Hätte sich der und der nicht äußern oder anders äußern sollen?"

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