02. März 2018 / 06:36 Uhr

Jetzt auch live: Amateurkicker erobern das Internet

Jetzt auch live: Amateurkicker erobern das Internet

Johannes Weber
In der laufenden Rückrunde könnten erste Partien in der Verbands- und Landesliga im Internet via Livestream übertragen werden.
In der laufenden Rückrunde könnten erste Partien in der Verbands- und Landesliga im Internet via Livestream übertragen werden. © Sporttotal.TV
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Fußballspiele der Verbands- und Landesligisten in Mecklenburg-Vorpommern werden bald per Livestream online gezeigt / Nutzung für Zuschauer kostenfrei.

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Rostock. Die Amateurfußball-Fans in Mecklenburg-Vorpommern können die Spiele ihrer Lieblingsklubs schon bald live im Internet sehen. Der Landesfußballverband (LFV) hat einen Kooperationsvertrag mit der Sporttotal GmbH abgeschlossen. Das Portal bietet im Internet zahlreiche Livestreams unterklassiger Ligen ab der Regionalliga an.

Während Sporttotal in anderen Bundesländern bereits mehr als 100 Kameras installiert hat, ist MV noch Neuland für das Online-Portal. Der LFV veröffentlichte im August des vergangenen Jahres eine Ausschreibung für den Livestreaming-Dienst. Interessierte Vereine aus Verbands- und Landesliga konnten sich melden. Acht Klubs, darunter der Rostocker FC (Verbandsliga) und der PSV Rostock (Landesliga Ost) signalisierten ihre Bereitschaft, dabei mitzumachen. Der RFC soll auch für seine Regionalliga-Frauen angefragt haben.

Diese Vereine haben ihr Interesse an einer Kooperation mit Sporttotal.tv signalisiert.

Greifswalder FC (Verbandsliga) Zur Galerie
Greifswalder FC (Verbandsliga) ©
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Stefan Czarnetzki, der beim PSV für Sponsoring und Marketing mitverantwortlich ist, sieht für seinen Verein große Chancen mit den Spielübertragungen. „Während der Livestreams haben wir die Möglichkeit, Werbung breiter anzubieten. Dadurch können wir mehr Sponsoren gewinnen“, meint der 33-Jährige. Erste Gespräche zwischen den Rostockern und Verantwortlichen von Sporttotal haben am Mittwoch stattgefunden. „Von deren Seite aus könnte es sofort losgehen“, sagt Czarnetzki.

Bevor ein Kooperationsvertrag zwischen dem Internetportal und den Vereinen geschlossen werden kann, müssen noch einige Details geklärt werden. Die Klubs haben zu prüfen, ob Vorrichtungen für die Videogeräte vorhanden sind oder ein Mast für die Kameras errichtet werden muss. Internetverbindungen und Stromkosten auf dem Gelände sind weitere wichtige Faktoren. Zudem sollten sich die Vereine eine Genehmigung bei der Stadt einholen, sofern sie nur Pächter des Sportgeländes sind, auf dem sie spielen.

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Ein Einverständnis braucht auch der PSV Rostock von der Wiro. Das Wohnungsunternehmen ist Eigentümer der Fußballplätze am Damerower Weg. „Wir versuchen, alles abzuklären. Das könnte ein bis zwei Wochen dauern. Haben wir das Okay, würden wir sofort mit den Übertragungen starten wollen“, sagt Czarnetzki. Er ist begeistert, besonders darüber, dass das Online-Portal die Kosten für Kamera-Installation übernimmt. „Unser Verein müsste nur für die Stromgebühren aufkommen.“

Bei der Übertragung der Spiele kommt ein 180-Grad-Kamerasystem zum Einsatz, das die Partien automatisch ausstrahlt. 15 Minuten vor und nach dem Anpfiff wird das Gerät an- beziehungsweise abgeschaltet. Der Zuschauer kann im Internet während der Übertragung verschiedene Perspektiven bestimmen. Die Nutzung des Online-Portals sowie der App sind kostenfrei. Die Vereine müssen für die Kamera-Nutzung im Monat 9,90 Euro zahlen. Sporttotal refinanziert sich über Sponsoring und Werbung. Nach einjähriger Startphase werden die Vereine an den Werbeeinnahmen ihrer Partien beteiligt.

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