B59P1732 SAV-Keeper Marvin Ekuase braucht am Samstag einen Sahnetag, um die BSV-Offensive am Toreschießen hindern zu können. © Christian Kosak
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Jetzt ist die SAV an der Reihe

Zehn Siege sammelte der Bremer SV an den ersten zehn Spieltagen - nun will die SG Aumund-Vegesack den Bremen Liga-Meister zum stolpern bringen

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Der Nächste, bitte. Das was dem Blumenthaler SV, der Leher TS, dem TuS Schwachhausen, dem FC Oberneuland, dem KSV Vatan Sport, Werder Bremen III, dem VfL 07 Bremen, dem Habenhauser FV, dem OSC Bremerhaven und der BTS Neustadt nicht gelang, versucht am Sonnabend um 13 Uhr am Panzenberg die SG Aumund-Vegesack. Nämlich dem Bremer SV am elften Spieltag der Fußball-Bremen-Liga den oder die ersten Punkte abzunehmen.

Fünf Siege aus den jüngsten vier Punktspielen und das – allerdings mühsame – Weiterkommen im Lotto-Pokal sind für die SAV eine gute Basis für die schweren Spiele gegen den Bremer SV und den Blumenthaler SV. „Wir gehen gestärkt in die Partien“, erklärt SAV-Trainer Björn Krämer und sieht die Geschehnisse beim jüngsten 3:2 gegen die Leher TS als Beleg für die Entwicklung des Teams: „Da haben wir eine super erste Hälfte gespielt und mit 2:0 geführt. Dann haben wir das 1:2 und das 2:2 kassiert und haben danach trotzdem wieder ins Spiel gefunden und sind zurückgekommen. Das halte ich der Mannschaft zugute. Das sind Anzeichen dafür, dass die Mannschaft gefestigt ist.“

Gefestigt muss die Mannschaft, die dem Bremer SV etwas abluchsen will, definitiv sein. Zehn Siege in der Liga am Stück mit 44:4 Toren und die Pokalerfolge gegen den FC Oberneuland (3:0), den SC Borgfeld (4:1) und den TSV Hasenbüren (12:1) sind ein Beleg dafür, dass der Bremer SV den Abgang „einiger Säulen“ (Krämer) aufgefangen hat. Krämer: „Sie machen das mit einem guten Zusammenhalt wett.“ Aber trotzdem, und da spricht Krämer letztlich wohl im Namen aller Gegner, wittert auch die SAV ihre Chance: „Die Motivation ist umso größer, die erste Mannschaft zu sein, die dem Bremer SV Punkte abnimmt. Jeder versucht das Woche für Woche. Auch wir werden das, mit allem, was wir haben, machen.“ 

Die Erfolgsserie des Bremer SV sieht er aber nicht nur in der hohen Qualität und dem Teamgeist, sondern auch in der „extremen Effektivität. Sie nutzen ihre Chancen sehr gut.“ Und worin liegt nun die Chance der SAV, kein weiteres Kapitel der Erfolgsstory des Bremer SV zuzulassen? Wir müssen hoch konzentriert im Abschluss sein und hoch konzentriert, wenn wir den Ball verlieren. Es muss alles funktionieren und wir brauchen das nötige Glück“, erklärt Krämer. Zumindest die personellen Voraussetzungen könnten nicht besser sein. Da auch Marco Prigge am Donnerstag nach langerer Verletzungspause ins Training einstieg, sind letztlich alle Mann an Bord.

Auf einem Mann ruhen derzeit besondere Hoffnungen: auf Muhamed Hodzic. Der 35-jährige Routinier, der wegen Kniebeschwerden anfang der Saison die Seite gewechselt hatte und als Co-Trainer fungierte, ist ja bekanntlich in den Kader zurückgekehrt und kann vielerorts im Offensivbereich eingesetzt werden. Und er kann Spiele lesen, und er kann Spiele entscheiden. So wie jüngst gegen die Leher TS, als er in der 80. Minute das entscheidende 3:2 erzielte. „Er bindet Spieler, trifft viele richtige Entscheidungen und ist gut drauf“, lobt Björn Krämer seinen Ex-Co-Trainer, der entscheidend dazu beigetragen hat, dass die SAV gefestigt in die schweren Begegnungen gegen den Bremer SV und den Blumenthaler SV gehen kann. „Als Fußballer rechnest du dir immer was aus“, sagt Hodzic und antwortet auf die Frage, wie der Bremer SV zu ärgern sei, so: „Mit Disziplin und einer kompakten Defensive.“

Auf welcher Position er seinen Beitrag leisten werde, ob auf der Acht wie gegen LTS oder eher auf dem Flügel, vermochte Hodzic gestern Mittag noch nicht einzuschätzen. Fest steht hingegen, dass es ihm großen Spaß bereitet, noch einmal auf das Feld zurückgekehrt zu sein und sich mit den Besten in Bremens höchster Amateurklasse zu messen: „Sonst hätte ich das bis fast 36 gar nicht durchgehalten.“ Das Comeback wurde laut Hodzic dadurch ermöglicht, dass die Entzündung ihm Knie erfolgreich bekämpft sei: „Schmerzfrei bis ich aber wegen des Knorpelschades nicht, doch insgesamt hat es sich besser entwickelt als gedacht.“  

Krass gegensätzlich zur Routine von Muhamed Hodzic stellt sich die Situation im Tor da. Da wetteifern Marvin Ekuase (18) und Florian Schäfers (17) um den Status, die Nummer eins der SG Aumund-Vegesack zu sein. Die ersten vier Punktspiele bestritt Ekuase, dann war Schäfers viermal dran, nun steht seit zwei und dem folgenden dritten Spiel beim Bremer SV wieder Ekuase zwischen den Pfosten. „Eine klare Entscheidung ist nicht gefallen. Ich benenne noch keine Nummer eins“, erklärt Björn Krämer das Wechselspiel dementsprechend. Klar ist indes: Ein Torwart bekommt gegen den Bremer SV mit großer Wahrscheinlichkeit Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Er kann dem Bremer SV auf dem Weg zu seinem elften Saisonsieg entscheidend im Wege stehen. Er kann aber auch derjenige sein, der den Ball häufig aus dem Netz holen muss.

Region/Bremen Bezirk Bremen Bremen Liga Bremen-Liga (Herren) Brinkumer SV-FC Oberneuland (22/10/2016 16:00) SG Aumund-Vegesack (Herren) Bremer SV (Herren)

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