09. August 2018 / 14:27 Uhr

JFV Weyhe-Stuhr: Zurück auf höchster Ebene

JFV Weyhe-Stuhr: Zurück auf höchster Ebene

SVEN HERMANN
Malek Hossein (am Ball) hat es vom JFV Weyhe-Lahausen in den Herrenbereich geschafft.
Malek Hossein (am Ball) hat es vom JFV Weyhe-Lahausen in den Herrenbereich geschafft. © Thorin Mentrup
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Der Jugendförderverein geht mit drei Verbandsliga-Teams in die neue Spielzeit

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Große Enttäuschung herrschte im Lager der Fußballer des JFV Weyhe-Stuhr am Ende des vergangenen Jahres, als sich nach dem Ende der Winterrunde sowohl die B-Junioren als auch die C-Junioren aus der Bremer Verbandsliga verabschieden mussten. Die A-Junioren hatten sich zwar zeitgleich den Landesliga-Titel gesichert, verzichteten jedoch auf den Aufstieg. Ein knappes halbes Jahr später und vor Beginn der neuen Saison sieht die Lage im Jugendförderverein, der in sein drittes Jahr geht und seinen Sitz mittlerweile nach Weyhe verlegt hat, schon wieder viel rosiger aus. Die A-Jugend sicherte sich auch in der Sommerrunde die Meisterschaft in der Landesliga und tritt jetzt den Gang in die höchste Bremer Spielklasse an. Und auch die C- und B-Junioren spielen wieder in der Verbandsliga.

Bei den verantwortlichen Trainern Rainer Dismer, der die Geschicke der A-Junioren leitet, und auch C-Junioren-Coach Rene Rabe löste diese Tatsache große Freude aus. „Dieser Titelgewinn ist wunderbar. Dabei hatten wir nach Niederlagen gegen JFV Bremen II und Vatan Sport eigentlich schon gedacht, dass die Meisterschaft futsch ist. Der Start war etwas wacklig“, verriet Dismer. Gleich im ersten Spiel der Sommerrunde verlor seine Elf beim JFV Bremen II mit 1:3, am sechsten Spieltag gab es eine schmerzliche 1:2-Heimniederlage gegen KSV Vatan Sport. Dennoch gelang es den Schützlingen von Dismer in den verbleibenden Spielen, den Hauptkonkurrenten BTS Neustadt im Endspurt zu
überflügeln. Mit einem 6:3-Heimsieg triumphierte der JFV im direkten Duell am neunten Spieltag. Am darauffolgenden Spieltag dann die Wachablösung an der Tabellenspitze. Weyhe-Stuhr siegte beim TuS Schwachhausen mit 3:0 und profitierte von der 2:5-Niederlage der BTS gegen Tuspo Surheide. In den verbleibenden zwei Partien gaben die JFV-Kicker die Tabellenführung nicht mehr her.

Die Entscheidung, trotz Winterrunden-Meisterschaft noch ein halbes Jahr in der Landesliga zu verbleiben, haben die Verantwortlichen nicht bereut. „Hier konnten wir wesentlich mehr ausprobieren. Wir haben uns in diesem halben Jahr spielerisch nochmals verbessert“, so Dismer, der die schnellen Kombinationen, das Direktspiel, die variable Spielweise und das Spiel in die Tiefe seiner Mannschaft zu schätzen wusste. „Es war zudem immer der Plan, die Spieler so zu entwickeln, dass wir top ausgebildete und fitte A-Junioren in den Herrenbereich bringen, die dann zu echten Alternativen in den ersten Herrenmannschaften des TSV Weyhe-Lahausen oder des Brinkumer SV werden. Spieler wie Malek Hossein
(offensives Mittelfeld, Sturm), Ricardo Linnekuhle (Torhüter), Hussein Zabad (defensives Mittelfeld), Gentrit Musliu (offensives Mittelfeld) und Marcel Lucas (Angriff) treten jetzt den Weg in den Herrenbereich an.

Neue Kräfte zur neuen Saison

Verstärkung erhält Dismer aus der eigenen B-Jugend mit Oliver Brings, Lennart Kirsch und Leandro-Louis Koplin. Linus-Lucky Werner steigt nach einem einjährigen USA-Aufenthalt wieder ein. Dazu gesellen sich die Offensivkräfte Daud Ali und Altin Hasani vom TuS Sudweyhe, die in der vergangenen Saison in der B-Junioren-Landesliga Hannover agierten. Dismer erwartet eine spannende Saison in der neuen Spielklasse. Mit dem TuS Komet Arsten, dem Blumenthaler SV und dem JFV Bremerhaven stoßen gleich drei Absteiger aus der Regionalliga hinzu. „Dennoch wollen wir versuchen, im gesicherten oberen Mittelfeld zu landen“, lautet die Zielsetzung des Übungsleiters.

Als Tabellendritter sicherten sich die C-Junioren des JFV hinter dem SV Werder Bremen III und BSC Hastedt den Aufstieg in die Bremer Verbandsliga. „Werder durfte nicht hoch, da die Zweitvertretung ja schon in der Verbandsliga vertreten ist, und Hastedt hat nicht gemeldet und somit auf den Aufstieg verzichtet“, berichtete JFV-Trainer Rene Rabe, der die Elf nach einem halben Jahr Bezirksliga-Zugehörigkeit wieder zurück in die höchste Bremer Spielklasse führte. „Nach dem Abstieg war unsere Zielsetzung ganz klar der Wiederaufstieg“, verriet Rabe, der den Betriebsunfall umgehend reparierte. Besonders die starke Offensivkraft seines Teams imponierte dem Coach, ebenso die Heimstärke. 81 Treffer gelangen dem JFV-Nachwuchs in den elf Begegnungen. Auf heimischem Gelände gewann er alle Partien. „Wir haben die zweitmeisten Tore der gesamten Liga geschossen. Bester Schütze war Ali Taleb, dem 19 Treffer gelangen. Wir hatten viele Torschützen und Vorbereiter in unseren Reihen. Das machte uns unberechenbar“, verwies Rabe auf geballte Offensivqualität.

Auch in der Bremer Verbandsliga rechnet sich der Übungsleiter einiges aus. Lediglich fünf Spieler steigen zu den B-Junioren auf. „Aus dem Jahrgang 2004 bleiben alle“, freut sich Rabe, der zudem vier externe Neuzugänge begrüßen kann. Vom TuS Heidkrug kam Qerim Dervishaj, der sowohl auf der linken als auch der rechten Offensivseite eingesetzt werden kann. Thore Bredemeyer stieß vom TSV Heiligenrode hinzu, ist ein Kandidat für die Innenverteidigung oder das defensive Mittelfeld. Von der U15 des TuS Sudweyhe wechselte Torhüter Raphael Etienne Hensel zum JFV. Eine weitere Option für die rechte wie linke Offensivposition ist Umar Koroma, der vom FC Huchting kam. „Wir wollen in der Tabelle unter den ersten Fünf landen. Ob es für ganz oben reicht, wird man sehen“, lautet die Zielsetzung Rabes, der die Zweitvertretung des SV Werder Bremen und den SC Borgfeld als heißeste Titelkandidaten nennt.

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