16. Oktober 2018 / 23:34 Uhr

Löw bestätigt Krisengespräch mit Grindel - und spricht über den Umbruch im Kader

Löw bestätigt Krisengespräch mit Grindel - und spricht über den Umbruch im Kader

Sönke Gorgos
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Joachim Löw hat nach der Niederlage gegen Frankreich ein Krisengespräch mit DFB-Präsident Reinhard Grindel bestätigt.
Joachim Löw hat nach der Niederlage gegen Frankreich ein Krisengespräch mit DFB-Präsident Reinhard Grindel bestätigt. © imago/Moritz Müller
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Bundestrainer Joachim Löw blickt nach dem Spiel in Frankreich auf die turbulenten Tage zuvor zurück. Er berichtet in der "ARD" über ein Gespräch mit DFB-Boss Grindel und den Umbruch in der Nationalmannschaft.

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Joachim Löw hat nach dem bitteren 1:2 in der Nations League gegen Weltmeister Frankreich ein Krisengespräch mit DFB-Präsident Reinhard Grindel bestätigt. "Wir haben am Sonntag ein Gespräch gehabt, das war absolut in Ordnung", erklärte Löw, der nach dem Debakel gegen Holland (0:3) seit Tagen schwer unter Beschuss steht. Die Leistung gegen Frankreich war deutlich besser, deshalb schmerzte die Niederlage umso mehr. Auch Grindel, der zuvor keine klare Aussage zur Löw-Zukunft getroffen hatte, sah Positives: "Ich finde, dass wir ein Stück Umbruch heute gesehen haben, das Mut macht für die Zukunft", sagte der DFB-Boss in der ARD. "Das, was diese junge Mannschaft gezeigt hat, darauf lässt sich aufbauen."

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"Frankreich hat individuell eine unglaubliche Klasse", sagte der Bundestrainer in der ARD: "Nach dem Spiel in den Niederlanden war das aber eine sehr gute Reaktion, die Mannschaft hat mit viel Mut gespielt." Löw war nach der bitteren Pleite enttäuscht, zeigte sich aber kämpferisch: "Jetzt müssen wir mit einem schwachen Ergebnis irgendwie leben." Der 58-Jährige, der die schwerste Krise seiner Amtszeit überstehen muss, probierte alles: Er verjüngte die Mannschaft im Vergleich zum schwachen Auftritt in Amsterdam um mehr als zwei Jahre, wechselte von Vierer- auf Fünferkette und setzte auf die beweglichen Angreifer Sané, Gnabry und Werner.

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Löw will Umbruch einleiten - "sukzessive"

Diese Änderungen beschloss Löw nach der Pleite in Holland. "Wir wollten neue Reize setzen, eine Veränderung im System, auch personell. Das war nach dem Holland-Spiel klar. Man trifft als Trainer immer Entscheidungen aus voller Überzeugung." Löw leitete einen Umbruch ein, der schon nach der WM zur Debatte stand. "Man muss immer einen Umbruch einleiten - sukzessive", sagte er an die Adresse seiner Kritiker - etwa Ex-Bundesliga-Trainer Christoph Daum und Vizeweltmeister Oliver Kahn. "Die Jungen brauchen noch ein bisschen Erfahrung. Wenn man dauerhaft erfolgreich sein will, braucht man eine gute Mischung. Die, die früher erfolgreich waren, die haben nicht auf einmal ihre Klasse verloren. Die Jungen brauchen manchmal den Halt." Eine neuerliche Debatte um seine Person erwartet Löw nicht: "Das Gefühl habe ich jetzt nicht."

Den Abstieg aus der Nations League wolle man unbedingt vermeiden, sagte Löw, betonte aber, dass die EM 2020 im Fokus steht - und nicht das neu gegründete Turnier. Grindel sagte: "Gleichwohl: Wir können die Gruppe A noch halten, auch wenn wir dafür die Schützenhilfe unserer französischen Freunde brauchen." Frankreich trifft am 16. November in Rotterdam auf Holland, Deutschland spielt drei Tage später in Gelsenkirchen gegen die Niederlande.


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