21. Juni 2018 / 06:15 Uhr

„Neuer Impuls“: Auf diesen Positionen kann Joachim Löw gegen Schweden nachjustieren

„Neuer Impuls“: Auf diesen Positionen kann Joachim Löw gegen Schweden nachjustieren

Eric Zimmer und Heiko Ostendorp
Fünf Baustellen hat der Bundestrainer gegen Schweden abzufertigen.
Fünf Baustellen hat der Bundestrainer gegen Schweden abzufertigen. © imago/Getty/Montage
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Nach der Auftakt-Pleite gegen Mexiko muss sich Deutschland im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Schweden deutlich steigern. DFB-Manager Oliver Bierhoff kündigt einen „neuen Impuls“ an. Der SPORTBUZZER zeigt die personellen Möglichkeiten von Joachim Löw.

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Update

Oliver Bierhoff deutete es am Mittwoch bereits an. Die deutsche Nationalmannschaft wird im zweiten Gruppenspiel am Samstag (20 Uhr) gegen Schweden wohl kaum mit der gleichen Formation starten wie beim enttäuschenden WM-Auftakt gegen Mexiko. „Wir müssen jetzt schauen, was personell passiert. Irgendeinen Impuls wird es schon geben“, sagte der DFB-Manager. Doch auf welchen Positionen baut Joachim Löw tatsächlich um? Auch wenn der Bundestrainer angekündigt hat, seinen Plan nicht komplett über den Haufen schmeißen zu wollen, hat er reichlich Alternativen für das „Endspiel“ gegen Schweden.

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Der SPORTBUZZER zeigt fünf Möglichkeiten, wie der Bundestrainer umbauen könnte.

Gündogan statt Khedira

Sami Khedira soll der Türsteher im defensiven Mittelfeld sein. An die Mexikaner verteilte er allerdings Passierscheine, am Fließband prasselten Angriffe auf die deutsche Abwehrkette ein. Dazu verlor der 31-Jährige Ball um Ball. Ilkay Gündogan ist die Alternative, der Manchester-City-Star hat an guten Tagen eine bessere Technik als Khedira und vor allem Übersicht. Er kann auch aus der Enge heraus gefährliche Pässe in die Spitze schlagen. Spielt Gündogan neben Toni Kroos, wäre das die offensivere Doppelsechs, die spielerisch für Entlastung sorgen und die Offensive in Szene setzen kann – was gegen Mexiko kaum stattfand.

Wahrscheinlichkeit für einen Gündogan-Startelfeinsatz: 50 Prozent

WM-Porträt: Ilkay Gündogan

Gomez statt oder mit Werner

„Das war heute einfach nicht unser Tag“, sagte Leipzigs Stürmer Timo Werner nach der Auftaktpleite. Eine Tormöglichkeit hatte er, ansonsten war für ihn allein auf weiter Flur nicht viel zu holen. Bringt Löw deshalb gegen die kantigen Schweden Sturmtank Mario Gomez in der Spitze? Ein Trumpf des Stuttgarters ist seine Erfahrung (76 Länderspiele gegenüber 15 von Werner). „Klar wird jetzt von außen Unruhe aufkommen, aber davon dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen“, sagte Gomez nach seinem Kurzeinsatz gegen Mexiko. Da klingt durch, was jetzt zählt: cool bleiben. Nach allem, was Gomez in seiner Karriere schon erlebt hat, inklusive herber Kritik an seiner Leistung, weiß er, wie man Druck abperlen lässt. Gegen die Schweden könnte diese Eigenschaft immens wichtig sein. Löws Luxus: Er könnte auch den Versuch wagen, den coolen Gomez und den schnellen Werner als Duo zu bringen.

Wahrscheinlichkeit für einen Gomez-Startelfeinsatz: 50 Prozent

WM-Porträt: Mario Gomez

Reus für Draxler oder Özil

Dortmunds Marco Reus soll als Mann für die wichtigen Spiele eingeplant sein. Wenn jetzt ein Spiel wichtig ist, dann das gegen die Schweden. Mesut Özil konnte gegen Mexiko im Zentrum kaum Gefahr nach vorn entwickeln, Julian Draxler seinen Zug von links in die Mitte nicht ausspielen. Es riecht danach, dass einer der beiden gegen Schweden auf der Bank sitzt und Reus startet, um von Beginn an mehr Überraschungsmomente in das deutsche Offensivspiel zu bringen.

Wahrscheinlichkeit für einen Reus-Einsatz: 99 Prozent

WM-Porträt: Marco Reus

Hector für Plattenhardt

Auf der linken Abwehrseite durfte Herthas Marvin Plattenhardt ran, weil Dauerbrenner Jonas Hector mit einer Grippe ausgefallen war. „Wir müssen das sacken lassen“, sagte Plattenhardt nach dem Spiel gegen Mexiko. Und: „Ich habe mich am Mittag (vor dem Spiel; Anm. d. Red.) mit unserer App auf unsere Gegenspieler vorbereitet.“ Er hatte noch Glück, der Gegner suchte sich meist die rechte Seite zum Angreifen aus. Doch allein aufgrund der Erfahrung mit der (am Sonntag schlechten) Absprache unter den Abwehrkollegen sollte Hector gesetzt sein. Seit Mittwoch ist der Kölner wieder im Mannschaftstraining.

Wahrscheinlichkeit für einen Hector-Einsatz, wenn er gesund ist: 100 Prozent

WM-Porträt: Jonas Hector

Die Abwehr umbauen

Vogelwild trat das Gebilde Joshua Kimmich, Mats Hummels, Jérôme Boateng und Plattenhardt teils auf – auch, weil die Vordermänner viel zu wenig halfen. Löw könnte gegen Schweden auf eine Dreierkette (Niklas Süle/Antonio Rüdiger, Hummels, Boateng) setzen, vor der Joshua Kimmich und Hector/Plattenhardt auf den Seiten offensiver auftreten und hinten einspringen, wenn es brennt. Allerdings drohen dann erneut Missverständnisse in der Absprache.

Wahrscheinlichkeit für einen Systemwechsel in der Abwehr: 10 Prozent

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