23. Oktober 2018 / 17:04 Uhr

Joan Oumari spielt in Japan: „Fernando Torres ist ein ganz entspannter Typ“

Joan Oumari spielt in Japan: „Fernando Torres ist ein ganz entspannter Typ“

Mirko Jablonowski
Dabei treffen sie auf nicht minder bekannte Gegner. Hier auf Andrés Iniesta von Vissel Kōbe (m.)
In Japan spielt Joan Oumari (r.) mit Fernando Torres (l.) zusammen. Auch gegen den spanischen Starfußballer Andres Iniesta spielte er bereits. © joanoumari (Instagram)
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Der Ex-Babelsberger Joan Oumari ist in der ersten japanischen Fußball-Liga Teamkollege des spanischen Welt- und Europameisters.

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Vor zehn Jahren ging Joan Oumari mit den Fußballern des SV Babelsberg 03 noch in der damals drittklassigen Regionalliga Nord auf Punktejagd. Heute lebt der 30-Jährige seinen Traum vom Profifußball in der japanischen J League. Seit Ende August trägt der Deutsch-Libanese, der für die Nationalmannschaft des Libanons schon 15 Länderspiele (zwei Tore) bestritt, das Trikot des Erstligisten Sagan Tosu, für den er am vergangenen Wochenende beim 3:2-Erfolg über Vegalta Sendai seinen ersten Pflichtspieltreffer erzielte.

Neben Oumari tauchte dabei auch der Name von Fernando Torres in der Torschützenliste auf. Der spanische Welt- und Europameister aus Madrid, der in 110 Länderspielen 38 Treffer für die „La Furia Roja“ erzielte, lässt seine Karriere nach Stationen bei Atletico Madrid, dem FC Liverpool, dem FC Chelsea und dem AC Mailand im Land der aufgehenden Sonne ausklingen.

In Bildern: Joan Oumari hat in Japan inmitten altehrwürdiger Kicker sein neues Zuhause gefunden.

Seit August läuft Joan Oumari für Sagan Tosu in Japan auf. Zur Galerie
Seit August läuft Joan Oumari für Sagan Tosu in Japan auf. ©
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„Es ist natürlich etwas ganz Besonderes, mit einem solch großen Spieler zusammen zu spielen“, sagt Oumari mit Blick auf seinen prominenten Teamkollegen. Starallüren? Fehlanzeige! „Fernando ist ein ganz entspannter, cooler Typ, von dem man eine Menge lernen kann. Er ist natürlich eine Bereicherung für jedes Team. Er ist noch immer ein großartiger Fußballer und seine Erfolge sprechen für sich.“

In Japan als Stammspieler gesetzt

Oumari selbst hat sich in den vergangenen zwei Monaten bestens in Japan eingelebt und ist zunächst bis Jahresende von seinem Club Al-Nasr in Dubai nach Tosu, einer kleinen 75000-Einwohner-Stadt, ausgeliehen. „Ich habe noch einen gültigen Vertrag bei Al-Nasr bis Juni 2019. In den nächsten Wochen werden wir mehr wissen und dann wird entschieden, wie es für mich weitergeht“, lässt Oumari, dessen 32-jähriger Bruder Hassan nach Stationen beim SV Babelsberg 03, Brandenburger SC Süd 05, RSV Waltersdorf und Optik Rathenow im Brandenburgischen kein Unbekannter ist, seine Zukunft offen und genießt viel mehr die aktuelle Situation.

„Die japanische Liga ist natürlich qualitativ die beste in Asien. Die Stadien sind fast immer voll, es herrscht eine super Atmosphäre und die Menschen hier lieben Fußball. Der Sport hat hier einen sehr hohen Stellenwert.“

Der Innenverteidiger, der in Deutschland nach seiner Zeit bei Babelsberg 03 auch noch das Trikot von Rot-Weiß Erfurt (3. Liga) und dem FSV Frankfurt (2. Liga) trug, hat sich bei seinem neuen Team auf Anhieb einen Stammplatz erarbeitet und stand in den vergangenen sieben Partien über die kompletten 90 Minuten auf dem Platz.

Verbindung zu Babelsberg 03 nicht abgerissen

Seinen ersten Pflichtspieleinsatz für die Asiaten bestritt der gebürtige Berliner, der im Nachwuchs unter anderem für die Reinickendorfer Füchse auflief, gegen Vissel Kobe – mit dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Lukas Podolski und dem mehrmaligen Champions-League-Sieger Andres Iniesta, im japanischen Kaiserpokal. „Natürlich war es ziemlich geil, gegen Andres Iniesta zu spielen. Der Mann ist eine lebende Legende. Zum Glück haben wir das Spiel gewonnen, haben uns danach schön unterhalten und er war trotzdem gut drauf“, so Oumari, dessen Team am Ende deutlich mit 3:0 die Oberhand behielt und souverän in die nächste Runde einzog.

An seine drei Jahre (2008 bis 2011) am Babelsberger Park hat er noch gute Erinnerungen, verfolgt den Weg seines Ex-Vereins, mit dem er 2010 aufgestiegen ist, auch aus der Ferne. Vor ein paar Monaten hatte er Besuch von Marian Unger – dem damaligen Kapitän und Torhüter der Babelsberger. „Es waren natürlich super Zeiten, die man nicht vergisst“, blickt Oumari auf die Jahre in der Landeshauptstadt zurück. „Es war meine erste Station im professionellen Fußball und der Aufstieg war sensationell.“ Auch mit dem aktuellen SVB-Trainer Almedin Civa tausche er sich noch aus – sicherlich auch über Fernando Torres.

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