07. September 2018 / 13:07 Uhr

Abräumer mit Leaderqualitäten: Darum ist Joshua Kimmich für das DFB-Team unverzichtbar

Abräumer mit Leaderqualitäten: Darum ist Joshua Kimmich für das DFB-Team unverzichtbar

Robert Hiersemann
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Gab gegen Frankreich seine letztes Hemd: Kämpfernatur Joshua Kimmich
Gab gegen Frankreich seine letztes Hemd: Kämpfernatur Joshua Kimmich © 2018 Getty Images
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Joshua Kimmich glänzt beim Remis gegen Frankreich auf der Sechser-Position und wird für die Nationalmannschaft immer wichtiger. Bundestrainer Joachim Löw hat große Pläne mit dem Bayern-Star.

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Es war die wohl größte Überraschung im ersten Spiel nach der verkorksten WM in Russland. Joshua Kimmich, der in der Vergangenheit stets als rechter Verteidiger im DFB-Team spielte, lief am Donnerstagabend gegen Frankreich in der Münchener Allianz Arena als Sechser auf. Das Zeichen ist klar: Der Musterschüler von Bundestrainer Joachim Löw soll in der Zeitrechnung nach Russland eine noch zentralere Rolle im Nationalteam einnehmen. Und gleich bei seinem ersten Auftritt wusste er in dieser zu überzeugen.

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Mit 94,3 Prozent hatte Kimmich beim 0:0 gegen Frankreich die beste Passquote aller deutschen Startelfspieler und auch kein anderer DFB-Star kam gegen Frankreich auf die Zweikampfquote von Kimmich: 77,8 Prozent - ein Topwert!

„Josh hat diese Position schon in der Jugend und in mehreren U-Mannschaften gespielt. Für ihn war es eine wunderbare Nachricht, als ihm der Trainer sagte, wo er gegen die Franzosen spielt“, erklärte Thomas Müller, der die Stärken seines Bayern-Kollegen bestens kennt: „Er ist perfekt für die Position geeignet. Er hat Qualitäten, die man ohne Zweifel auf der Sechs gebrauchen kann.“

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Kimmich hält Kroos den Rücken frei

Vor der „Ochsenabwehr“ mit den vier Innenverteidigern Matthias Ginter, Jérôme Boateng, Mats Hummels und Antonio Rüdiger zog Kimmich nicht nur das Spiel auf, sondern sicherte zudem Toni Kroos ab, der wie bei Real Madrid offensiver spielen durfte. Für Löw war das bei der verkorksten WM in Russland noch keine Option.

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„Doch wir wollten jetzt taktische Maßnahmen ergreifen, die Änderungen bringen,“ erklärte der Bundestrainer nach dem Remis gegen den Weltmeister: „Wir konnten das mit Jo im Mittelfeld nun über drei Tage trainieren. Joshua war sehr viel am Ball, war zweikampfstark, hat das sehr gut gelöst. Eine sehr gute Leistung.“ Doch wie viel Verantwortung der Trainer Kimmich künftig wirklich übertragen will, zeigt eine weitere mögliche Änderung im Konstrukt der Nationalmannschaft.

Kimmich bald im Mannschaftsrat?

Nach dem Debakel bei der WM soll der Mannschaftsrat des DFB-Teams verjüngt werden. Das Gremium, das in sportlichen Fragen wichtiger Ansprechpartner für Bundestrainer Joachim Löw ist und unter anderem die Turnier-Prämien verhandelt, wird dafür erweitert. Dies berichtete zuletzt die Bild und nannte Kimmich als potenziellen Kandidaten. Er würde auf einmal auf einer Stufe mit erfahrenen DFB-Stars wie Mats Hummels oder Manuel Neuer stehen - ein Wink Richtung Zukunft.

Kimmich auf der Sechs: 'Perfekt geeignet'

Schon beim Confed Cup 2017 trug Kimmich zeitweise für Interimsspielführer Julian Draxler die DFB-Kapitänsbinde. Damals lobte ihn Löw: „Joshua ist eines der allergrößten Talente, die ich die letzten zehn Jahre gesehen habe.“ Auch beim WM-Qualispiel im Oktober 2017 gegen Aserbaidschan übernahm er nach der Auswechslung von Müller - Neuer fehlte verletzt - die Binde. Und auch beim FC Bayern gilt Kimmich als Kapitän der Zukunft. Ein 23–Jähriger auf dem Weg zur Weltkarriere.

Bewertet die hier die Leistungen der deutschen Spieler gegen Frankreich!

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