06. Dezember 2018 / 21:05 Uhr

Judo-Cracks des JC Leipzig sind heiß auf EC-Finale in Bukarest

Judo-Cracks des JC Leipzig sind heiß auf EC-Finale in Bukarest

Frank Schober
Die Deutsche Auswahl der Club-EM im Judo präsentiert sich wenige Tage vor dem großen Entscheid in Bukarest.
Die Deutsche Auswahl der Club-EM im Judo präsentiert sich wenige Tage vor dem großen Entscheid in Bukarest. © Alexander Prautzsch
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Der JC Leipzig ist mit seinem dritten Rang von 2017 für das aktuelle Europapokal-Finale qualifiziert, das am 8. Dezember in Bukarest stattfinden soll. Der Wettbewerb soll der Saison-Höhepunkt für die Leipziger Judoka sein.

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Leipzig. So ein richtiger abschließender Saison-Höhepunkt fehlte dem JC Leipzig in diesem Jahr. Gut: Die 25-Jahr-Feier des Vereins war eine runde Sache. Viele ehemalige und aktuelle Judoka hatten Ende Oktober Gelegenheit, die besten Storys des letzten Vierteljahrhunderts zum Besten zu geben. Anschließend wurde die (Samstag-)Nacht zum Tag gemacht.

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Motivationskreis vor dem Kampf bei den Leipziger Kämpfern. Zur Galerie
Motivationskreis vor dem Kampf bei den Leipziger Kämpfern. © Christian Modla
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Doch ein Wettkampf-Highlight, bei dem es mit Nervenkitzel und Teamgeist auf der Tatami zur Sache geht, hatten die JCL-Cracks im Herbst 2018 verpasst. Das war vor zwölf Monaten mit dem Bundesliga-Finalturnier und der errungenen Bronzemedaille in der heimischen Arena ganz anders. Manager Stefan Schulze und sein Team wollten die Saison nicht einfach so mit Platz vier in der Bundesliga Süd beenden. „Wir waren selbst Schuld, dass wir trotz vieler guter Kämpfe das DM-Halbfinale verfehlt haben. Die Niederlage im Sommer in Erlangen war unnötig und ärgerlich – aber entscheidend.“ Ein schwacher Tag reicht nach dem aktuellen Modus, um die nationalen Playoffs zu verpassen.

Von Schnaps-Idee kann keine Rede sein, denn der Einfall entstand in der Sauna: Als Stefan Schulze vor wenigen Wochen mit seinen Bundesliga-Trainern Simon Yacoub und Olaf Schmidt bei 90 Grad schwitzte und Ideen für die Zukunft sammelte, fiel dem Trio ein: Der JCL ist ja mit seinem dritten Rang von 2017 fürs diesjährige Europapokal-Finale qualifiziert. Als eine Blitz-Recherche zu Tage förderte, dass dieser Endkampf am 8. Dezember in Bukarest stattfindet, horchte das Trio besonders auf. Denn im JCL-Team stehen mit je drei Rumänen und Moldawiern Kämpfer, die sich bei diesem Heimspiel ganz besonders zerreißen würden. Also kontaktierte Schulze den JCL-Vorstand, der nach intensivem Kassensturz grünes Licht gab. Eine hohe vierstellige Summe kostet der dreitägige Trip.

Zwar kommt das rumänisch-moldawische Sextett nicht komplett zum Einsatz – aber vor allem für den zuverlässigen 73-Kilo-Mann Laszlo Szoke ist das EC-Finale in seiner Hauptstadt wie ein Geschenk. Der Modus unterscheidet sich komplett von dem in der Bundesliga, wo 14 Einzelkämpfe zu einem Teamergebnis addiert werden. Beim EC fallen die Gewichtsklassen bis 60 und 100 Kilo ebenso weg wie die Rückrunde. Wer also drei von nur noch fünf Kämpfen im Sack hat, darf auch über den Sieg im jeweiligen Mannschaftskampf jubeln. Das ändert zwar nichts daran, dass die Leipziger zu den Außenseitern gehören. „Aber drei Siege sind gegen jeden Gegner machbar“, sagt Simon Yacoub. Und Stefan Schulze ergänzt: „Eine Medaille ist zumindest nicht aussichtslos. Wenn wir die schaffen, hätten wir dank des Preisgeldes sogar einen Teil der Kosten wieder eingespielt.“

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Übrigens waren die Sachsen 2016 in Belgrad schon einmal bei einem EC-Finale am Start. Damals verloren sie ihre Kämpfe 2:3, weil Schwergewichtler Fabian Hubert kurzfristig ausgefallen war. Diesmal geht Stefan Schulze auf Nummer sicher und hat gleich zwei „schwere Jungs“ einfliegen lassen: Kai Brandes aus Erlangen, der den JCL im Juni doppelt geärgert hat und als Gaststarter einspringt, sowie den Kubaner Andy Granda. René Kirsten, der aufgrund seiner Einsätze für die KFC-Ringer voll im Saft steht, geht diesmal ins 90-Kilo-Limit runter. Zum Glück duldet der Veranstalter zwei Kilo Toleranz auf der Waage. Aus den eigenen Reihen fehlen der verletzte Daniel Herbst und Emil Hennebach, der sich im Trainingslager in Japan fit macht für 2019.

Die JCL-Gegner werden am Freitag ermittelt. Die Anzugsordnung der Teammanager ist vorgeschrieben: Stefan Schulze wird – als einziger deutscher Vertreter – im feinen Zwirn zur Auslosung erscheinen. Das Aufgebot des JC Leipzig: Dennis Ehrmann, Thilo Koch, Philipp Mackeldey, Laszlo Szoke, Hannes Conrad, Johannes Kruse, René Kirsten, Richard Fiedler, Kai Brandes, Andy Granda.

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