Sie wollen ihre Chance bei den Hansa-Profis nutzen: Jakob Gesien (19, l.) und Johann Berger (17). Sie wollen ihre Chance bei den Hansa-Profis nutzen: Jakob Gesien (19, l.) und Johann Berger (17). © Lutz Bongarts
Sie wollen ihre Chance bei den Hansa-Profis nutzen: Jakob Gesien (19, l.) und Johann Berger (17).

Jung, smart, ehrgeizig: Hansas Top-Talente wollen durchstarten

Jakob Gesien und Johann Berger über Profi-Träume und ihren Plan B.

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Rostock. Da wächst wieder was sehr Vielversprechendes bei Hansa heran: Johann Berger (17) und Jakob Gesien (19) sind seit dieser Saison fest bei den Profis. Berger gilt als größtes Talent seit Toni Kroos und ist der Enkel von Klub-Ikone und Ex-Nationalspieler Herbert Pankau (75). Der jungenhafte Gesien hat gerade sein Abi mit Note 1,1 gemacht und wirbelt frisch und frech über den Platz. Die OZ sprach mit den beiden Youngstern.

Ist der Muskelkater nach einem Profi- Training stärker als in der Jugend?
Jakob Gesien: Ein bisschen. Aber das gehört dazu und ist nach der Spielpause ähnlich wie im Nachwuchs. Das Training ist viel intensiver, schneller, körperbetonter.
Johann Berger: Ich war ja auch vorige Saison schon öfter dabei und habe mich inzwischen ganz gut daran gewöhnt. Alles ist physisch anspruchsvoller und ein deutlicher Schritt nach vorn.

Sie sind die jüngsten Feldspieler im Profi-Team. Gibt es Aufnahmerituale, und welche Aufgaben fallen Ihnen zu?
Gesien: Keiner musste singen oder einen Kuchen mitbringen. Beim Training bringen wir das Material wie Trinkflaschen oder Ballnetze zum Platz. Das ist ganz normal. Ich nehme hier natürlich eine ganz andere Rolle ein als in der U19, wo ich Kapitän war.
Berger: Wir räumen auch die Trainingssachen auf. Die Aufgaben verteilen sich aber auf viele junge Spieler.

Was hat Ihnen Trainer Pavel Dotchev mit auf den Weg gegeben?
Berger: Jetzt ist erstmal die Kennenlern-Phase. Wir werden sicher noch darüber reden, wie meine Perspektiven sind. Ich bin ja auch noch für die A-Jugend spielberechtigt.
Gesien: Ich habe nur ganz kurz mit ihm geredet, als ich meinen Vertrag unterschrieben habe. Er kannte mich da noch gar nicht so richtig. Die Einzelgespräche kommen noch.

Mit welchem Profi haben Sie sich schon mal länger unterhalten?
Berger: Mit niemand konkretem, man redet einfach mit jedem. Zum Beispiel darüber, was sie in meinem Alter erlebt haben.
Gesien: Wir haben mit Lukas Scherff im Trainingslager das Zimmer geteilt. Mit Tommy (Grupe/d.Red.) habe ich mich auch schon länger unterhalten. Er war am gleichen Gymnasium wie ich und hatte meine Mutter als Sportlehrerin.

Wie sieht ein gutes erstes Profi-Jahr für Sie aus?
Berger: Ich gehe ja noch zur Schule und hoffe, dass ich so oft wie möglich dabei bin, vor allem im Training. Im Ostseestadion mal mitzuspielen, ist ein Traum für mich. Das ist mein Ziel für diese Saison.
Gesien: Ich will mich weiterentwickeln und nicht nur als Trainingspartner dienen. Und ich hoffe auf ein paar Einsätze, auch wenn es in der zweiten Mannschaft ist. Als junger Spieler schraube ich meine Erwartungen aber nicht zu hoch. Ich weiß, dass ich körperlich zulegen muss, also werde ich auch privat ein paar Zusatzstunden im Kraftraum verbringen. Ich denke, was mir an Zweikampfstärke noch fehlt, kann ich durch vorausschauendes Spiel, Technik und Ehrgeiz kompensieren.

Welchen Plan B haben Sie, wenn es nicht mit der Profi-Karriere klappt?
Gesien: Den hatte ich immer. Ich wollte ein gutes Abi machen, das habe ich mit einem Notenschnitt von 1,1 geschafft. Ich will mich demnächst auch für ein Studium einschreiben. Über die Richtung lasse ich mich noch beraten.
Berger: Ich mache auf jeden Fall das Abitur – ob es mit dem Fußball funktioniert oder nicht. Was danach kommen könnte, darüber habe ich noch nicht so nachgedacht.

Wie sehen Sie Hansa heute?
Berger: Ich bin schon mein ganzes Leben Hansa-Fan, habe die Bundesliga-Spiele noch im Kopf. Meine Leidenschaft zum Verein ist ungebrochen – egal, in welcher Liga Hansa spielt. Es ist mein Heimatverein und wird es immer bleiben.
Gesien: Hansa gehört auf keinen Fall in die 3. Liga. Ich wünsche mir und dem Verein, dass wir so schnell wie möglich wieder nach oben kommen.

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