Anhänger von Dortmund Magdeburg lieferten sich eine wüste Massenschlägerei in Bückeburg. Anhänger von Dortmund Magdeburg lieferten sich eine wüste Massenschlägerei in Bückeburg. © imago
Anhänger von Dortmund Magdeburg lieferten sich eine wüste Massenschlägerei in Bückeburg.

Hooligan-Prügelei zwischen BVB und Magdeburg: Jetzt spricht eine Augenzeugin!

Anhänger von Borussia Dortmund und dem 1. FC Magdeburg ziehen die Notbremse und liefern sich eine wüste Massenschlägerei. Mit in der Bahn: Eine junge Frau, die dem SPORTBUZZER nun ihre Erlebnisse schildert.

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Mehr als 300 Magdeburger und Dortmunder Hooligans haben sich am Sonnabend auf dem Bahnsteig am Bückeburger Bahnhof eine wilde Schlägerei geliefert - der SPORTBUZZER berichtete ausführlich. Eine Bückeburgerin war mittendrin, als die beiden Fangruppen aufeinander losgingen. Sie schildert exklusiv ihre schlimmen Erlebnisse.

"Es war am Samstagmorgen, ich wollte zu meinen Eltern fahren und den Zug um 9:41 Uhr nehmen. Der Zug hatte bereits fünf Minuten Verspätung. Um 9:45 Uhr kam er dann an und ich stieg in den Zug. Alle Fußballfans waren am Trinken und am Rauchen. Dabei habe ich mir erstmal nichts weiter gedacht. Gegenüber von uns stand die Westfalenbahn. Unser Zug setzte sich langsam in Bewegung und stoppte direkt wieder ab.​"

"Ich habe noch nie so aggressive Menschen erlebt, ehrlich nicht"

Und weiter: "Man kann sagen das ich wirklich Angst um mein Leben hatte, ich war wie im Schock und wusste nicht wo oben und unten ist. Die Hooligans liefen raus mit so viel Aggressionen in ihren Augen, zerrten und schubsten mich zur Seite. Das ging fünf Minuten lang so."

"Eine Chance, einfach aus dem Zug aussteigen, bestand für mich nicht. Ich musste ja schon so aufpassen, dass mich da keiner schlägt. Wäre ich nach Draußen gegangen, hätte es für mich keine Möglichkeit gegeben, heil dran vorbei zu kommen. Für mich war diese Zeit in der das abgelaufen ist, gefühlt viel länger. Ich habe geweint und ich wusste nicht was ich tun soll."

​ "Mein ganzer Körper hat vor Angst so gezittert"

"Einige liefen mit Metallstangen und Bierflaschen an mir vorbei. Die Hooligans prügelten aufeinander ein wie Tiere. Die meisten von denen waren zwischen 18 und 25 Jahre alt. Der eine hat wohl eine Glasflasche durch das Gesicht gezogen bekommen, einer oder mehrere fielen auf die Gleise. Als die dann etwas zur Besinnung kamen, stiegen sie wieder in ihre Züge. Aber zusammen geraucht haben die keine. Manche standen noch vor dem Zug und warfen sich böse Blicke zu. Der Zug stand immer noch."

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"Nach cirka zehn Minuten kam dann die Polizei und der Rettungsdienst. Diese gingen aber nach zwei Minuten wieder. Der Zug stand immer noch, dieser fuhr erst um ca. 10:15 Uhr endlich weiter. Einige der Hooligans hatten blaue Augen und Beulen im Gesicht oder auch Schnittwunden."

"Sie unterhielten sich darüber, wie peinlich das ja alles war. Dass, wer nicht dabei war, etwas ganz Großes im Leben verpasst hat."

"Die haben sich gefühlt, als hätten sie was ganz Großes geleistet"

"Aber für mich war es einfach nur die Hölle und ich verstehe diese Menschen einfach nicht, die so bösartig sind und auch noch andere damit gefährden."

"Außer einem Schock, bin ich heil aus der Sache raus gekommen. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen. Persönlich kannte ich von den Menschen auch niemanden. Aber ich frage mich, wo die Polizei bei solchen Veranstaltungen ist. Vor ein paar Jahren waren immer welche im Zug, die für die Sicherheit gesorgt haben und wo man sich auch noch sicher fühlen konnte."

Region/Schaumburg Borussia Dortmund (Herren) 1.FC Magdeburg (Herren)

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